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Kommentar 

9.3.2012, 22:23 Uhr

Abstimmungen sind kein Spiel

9.3.2012, 22:23 Uhr

Wer den SP-Landrat Jürg Degen zum Buhmann macht, weil er bei der Wiederholung der Sparvorlage für den öffentlichen Verkehr versehentlich den falschen Knopf gedrückt hatte, hat nicht verstanden, wo das eigentliche Problem liegt. Ein Kommentar von

Matieu Klee: Protest der Steiner-Schulen gegen die Sparübung vor dem Landratsgebäude (Archiv).

Protest der Steiner-Schulen gegen die Sparübung vor dem Landratsgebäude (Archiv). (Bild: Matieu Klee)

Neustart Matieu Klee

SP-Landrat Jürg Degen wird zur tragischen Figur der Spardebatte, weil er an der Sitzung vom 8. März bei der Wiederholung einer Abstimmung versehentlich den falschen Knopf gedrückt hatte, wie das Regionaljournal nach der Debatte meldete. Ausgerechnet Degen, der sich immer für den öffentlichen Verkehr stark gemacht hatte. Er sei durch die technische Diskussion abgelenkt worden und habe schliesslich den grünen statt den roten Knopf gedrückt, erklärt er gegenüber «Online Reports». Verheerende Folge: Der Landrat stimmte der Kürzung von 1,7 Millionen Franken an das «Läufelfingerli» und verschiedene Postautokurse zu – mit einer einzigen Stimme Unterschied. Die Wiederholung der Abstimmung verlangt hatte die SVP, weil SVP-Landrat Georges Thüring angeblich per Knopfdruck für die Sparvorlage gestimmt, das System seine Stimme aber nicht registriert habe.

Doch, wer jetzt mit dem Finger auf Degen zeigt, über ihn lacht, ihn gar zum Buhmann macht, hat nicht verstanden, wo das eigentliche Problem liegt. Denn wirklich erstaunlich war, dass in der Hektik der Abstimmungswiederholung nicht noch mehr Parlamentarier falsch abgestimmt haben. Nachdem die SVP reklamiert hatte, die Stimme einer ihrer Mandatsträger sei nicht registriert worden, schienen viele Landräte verunsichert: Darf man eine solch wichtige Abstimmung tatsächlich wiederholen, weil man im Zweifel dem SVP-Landrat glaubt, der behauptet, den Abstimmungsknopf gedrückt zu haben? Dies aber erst, nachdem andere ihn darauf aufmerksam gemacht hatten.

Es ist zwingend nötig, dass der Landrat jetzt klare Regeln für eine Wiederholung einer Abstimmung festlegt. Ansonsten droht, dass bei jeder knappen Abstimmung wichtiger Vorlagen eine unterlegene Partei verlangt, diese sei zu wiederholen. Gerade bei Geschäften mit solcher Tragweite wie das Sparpaket darf eine Schluss-Abstimmung nicht wiederholt werden. Mit einer einzigen, klar definierten Ausnahme: Jeder Parlamentarier muss selbst dafür verantwortlich sein, dass seine Stimme vom System erfasst wird, genauso wie er im entscheidenden Moment auch im Saal sein muss. Er kann dann auf dem Monitor jederzeit kontrollieren, ob das System seine Stimme erfasst hat. Sollte dieses tatsächlich einmal einen Knopfdruck nicht registrieren, muss der Betroffene persönlich und unmittelbar reklamieren. Es geht nicht an, dass ihn wie im Fall von George Thüring ein Parteikollege darauf aufmerksam machen muss und der Fraktionssprecher dann einige Zeit später moniert, eine Stimme sei nicht erfasst worden. Ansonsten droht sich die tragische Geschichte des SP-Landrats Jürg Degen zu wiederholen, einfach mit einem anderen Protagonisten in der Hauptrolle.

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Landrat BL, Kommentar

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Reaktionen

  1. Walter Schumacher

    am 10.03.2012, 10:05

    Wenn ein Autofahrer auf eine Kreuzung von der Sonne geblendet wird und bei rot die Kreuzung passiert, gibt er seinen Führerausweis ab und steigt um auf den öV. Wenn ein Politiker den falschen Knopf erwischt, kann er in diesem Fall nicht mehr auf den öV umsteigen weil er nur noch ausgedünnt verfügbar ist. - Ich freue mich aud die Abstimmung an der Urne!

  1. Walter Schumacher

    am 10.03.2012, 10:05

    Wenn ein Autofahrer auf eine Kreuzung von der Sonne geblendet wird und bei rot die Kreuzung passiert, gibt er seinen Führerausweis ab und steigt um auf den öV. Wenn ein Politiker den falschen Knopf erwischt, kann er in diesem Fall nicht mehr auf den öV umsteigen weil er nur noch ausgedünnt verfügbar ist. - Ich freue mich aud die Abstimmung an der Urne!

  2. Werner Gysin

    am 10.03.2012, 11:13

    ......versuchen sie es doch das nächste Mal mit Würfeln, wer auch in der Hektik des Parlamentsgeschehens keine Uebersicht zum Ablauf hat, der sollte sich überlegen, ob er da am rechten Platz sitzt?

  3. Fredy Born

    am 10.03.2012, 19:36

    Bei allem Verständnis, aber in so einem wichtigen Moment wo es auf 1 Stimme ankamm, den falschen Knopf zu drücken, das gibt mir schon zu denken. Ein Landrat sollte nun schon wissen, welchen Knopf er zu drücken hat. Sollte das die Fähigkeiten einzelner Landräte übersteigen, dann bitte elektronische Anlage rausreissen und bei Abstimmungen mit Handerheben abstimmen. Ich gehe davon aus, dass auch der letzte Landrat weiss, wie man die Hand erhebt.

Informationen zum Artikel

9.3.2012, 22:23 Uhr

Abstimmungen sind kein Spiel

Text

Text:

  • 20.09.2013 um 05:00
    So einfach lassen sich Ventilklausel & Co. umgehen

    Wie einfach es geht, trotz angeblich restriktiver Bestimmungen in der Schweiz zu arbeiten, beweisen bulgarische Gipser oder rumänische Speditionsangestellte mit dem Segen der Behörden.

  • 19.09.2013 um 12:00
    Amtlich bewilligte bulgarische Gipser

    Beim Amt für Wirtschaft und Arbeit vergab ein Abteilungsleiter illegal Arbeitsbewilligungen. Angeblich ein Einzeltäter. Doch solche Gefälligkeitsbewilligungen sind an der Tagesordnung.

  • 19.09.2013 um 12:00
    Mit den Opfern auf unserer Seite

    Im Namen der Opfer fordert die SVP, dass härter gegen Täter vorgegangen wird, kürzte aber gleichzeitig Schmerzensgeld für Opfer von Straftaten.

  • 24.09.2013 um 17:10
    @Karl Buschweiler
    Zum Artikel: Jetzt müssen sich Wessels und Pegoraro einigen

    Besten Dank für Ihren Hinweis. Das Bild ist ein Symbolbild - keine Fotografie - und als solches auch eindeutig erkennbar. Es zeigt, dass die beiden Verkehrsbetriebe nicht wirklich in dieselbe Richtung fahren und nicht für welche neuen Tramtypen sich di...

  • 20.09.2013 um 21:34
    Ein paar Antworten
    Zum Artikel: Asbest-Zivilschützer zur Aussprache aufgeboten

    @Alois Karl Hürlimann 1) Die ausrangierte Militärlagerhalle hat die Gemeinde Göschenen vor Jahren der Armee abgekauft. 2) Der Gemeindepräsident wusste, dass die Eternitplatten asbesthaltig waren. 3) Der Einsatz in Göschenen gilt als Ausbildungs/Weiterb...

  • 20.09.2013 um 21:15
    @B Esser Wysser
    Zum Artikel: Asbest-Zivilschützer zur Aussprache aufgeboten

    Sie finden Artikel, die bereits zum selben Thema erscheinen sind, jeweils in der rechten Spalte unter «verwandte Artikel». Dort stehen auch zwei Artikel weitere Artikel zum Asbest-Einsatz.

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