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Regierungsratswahlen 

9.3.2012, 12:27 Uhr

Ullmann will in die Regierung – zu «75 Prozent» zumindest

9.3.2012, 12:27 Uhr

Der 32-jährige GLP-Grossrat Emmanuel Ullmann denkt ersthaft über eine Regierungsratskandidatur nach. Momentan spreche mehr dafür als dagegen, sagt er. Von

GLP BS: «Das Denken in den Verbänden ist veraltet»: Emmanuel Ullmann, Regierungskandidat der Basler Grünliberalen.

«Das Denken in den Verbänden ist veraltet»: Emmanuel Ullmann, Regierungskandidat der Basler Grünliberalen. (Bild: GLP BS)

Definitiv entschieden ist offenbar noch nichts. Dennoch deutet vieles darauf hin, dass Emmanuel Ullmann für die Basler Grünliberalen in die Regierung will. Der 32-jährige Grossrat bestätigt gegenüber der TagesWoche, dass er vom Parteivorstand angefragt worden sei und eine Kandidatur ernsthaft in Erwägung ziehe. «Das Regierungsamt reizt mich. Es handelt sich um eine äusserst spannende Aufgabe. Zudem bringe ich viele Voraussetzungen mit – beispielsweise Führungserfahrung», sagt er.

Gegen eine Kandidatur spreche jedoch, dass er zwei kleine Kinder und einen interessanten Job habe. Ullmann ist Leiter der Abteilung Buchhaltung und Controlling bei der UBS-Pensionskasse in Zürich. Trotzdem: «Derzeit überwiegt das Pro. Zu 75 Prozent will ich. Defintiv weiss ich es aber erst nächste Woche.»

Engagement gegen Videoüberwachung

Emmanuel Ullmann ist bereits seit 14 Jahren politisch aktiv, sieben davon im Grossen Rat. Bis Februar 2010 war er in der FDP. Zu den Grünliberalen wechselte er, da ihm bei den Freisinnigen das Engagement im ökologischen Bereich fehlte. Der 32-jährige ist Mitglied der Justiz- und Sicherheitskommission (JSK) und dafür mitverantwortlich, dass Basel nicht flächendeckend überwacht wird. Als Minderheitssprecher der Kommission kämpfte er im Oktober 2011 gegen das Vorhaben des zurücktretenden FDP-Sicherheitsdirektors Hanspeter Gass, im öffentlichen Raum 72 Überwachungskameras zu installieren. Eine Niederlage, die Gass heute noch zu schaffen macht.

Die GLP wird ihre Kandidaten am 19. März hinter verschlossenen Türen nominieren und voraussichtlich tags darauf der Öffentlichkeit vorstellen. Bereits klar ist, dass Parteipräsident David Wüest-Rudin aus familiären Gründen nicht antreten wird. Zudem zeichnet sich laut Ullmann ab, dass die Grünliberalen im Alleingang in die Regierungsratswahlen steigen werden. Im Visier hat die noch junge Partei den Sitz von Gass (FDP) und nicht denjenigen von Guy Morin. Eine Woche nach der GLP wird die FDP ihre Kandidaten nominieren.

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Informationen zum Artikel

9.3.2012, 12:27 Uhr

Ullmann will in die Regierung – zu «75 Prozent» zumindest

Text

Text:

  • 16.04.2014 um 14:59
    «Sag das nicht, Edi!»

    Lukas Engelberger (CVP) weiss, was wann zu sagen ist. Martina Bernasconi (Grünliberale) gibt sich gerne dialektisch. Umso lieber haut Eduard Rutschmann (SVP) verbal auch mal drauf. Gute Voraussetzungen für das Streitgespräch unter den drei Basler Regierungskandidaten.

  • 14.04.2014 um 14:05
    Der «bürgerlichste Kandidat» von allen

    Eduard Rutschmann eröffnet im Beisein der SVP-Spitze seinen Regierungsratswahlkampf. Als verlässlich, volksnah und bodenständig wird er beschrieben. Aber auch als «nicht einfach».

  • 11.04.2014 um 15:28
    Eine «absurde» neue Tramstrecke

    68 Millionen Franken kostet eine 1,2 Kilometer lange Tramlinie ins Erlenmatt-Quartier. Ein bürgerliches Komitee will das Projekt bodigen.

  • 09.04.2014 um 09:55
    @ Rudi Buchmann
    Zum Artikel: «Ich bin für weniger Steuern, mehr Beizen und mehr Polizisten»

    Wir wollten von den Kandidaten hauptsächlich wissen, für was sie sich im siebenköpfigen Gremium einsetzen würden. Deshalb haben wir uns auf allgemeinere Fragen fokussiert.

  • 11.12.2013 um 17:30
    80'000 Franken
    Zum Artikel: Tüchtig, ehrgeizig und schroff

    Als Verwaltungsratspräsident der BVB verdient man gemäss Angaben von Hans-Peter Wessels jährlich 80'0000 Franken. Wie gross der Zeitaufwand ist, weiss ich nicht.

  • 09.12.2013 um 18:00
    Danke
    Zum Artikel: Gudenrath kommt einem Rauswurf zuvor

    Ja, einmal habe ich in der Tat Finanzkommission geschrieben. Ist korrigiert. Danke.

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