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TagesWoche

Tages Woche

Mi, 19.06.2013

Pop-Art 

22.2.2012, 21:33 Uhr

Vor 25 Jahren starb Andy Warhol

22.2.2012, 21:33 Uhr

Zum 25. Todestag von Andy Warhol (1928-1987): Eine kleine Erinnerung an den US-amerikanischen Pop-Art-Künstler. Von Marc Krebs

Zum 25. Todestag: Fans haben auf Andy Warhols Grab Campbell-Dosen niedergelegt.

Zum 25. Todestag: Fans haben auf Andy Warhols Grab Campbell-Dosen niedergelegt. (Bild: Keystone)

Streng bewacht, weil Millionen Dollars wert: Andy Warhols Liz Taylor bei einer Ausstellung in Moskau, 2011.

Streng bewacht, weil Millionen Dollars wert: Andy Warhols Liz Taylor bei einer Ausstellung in Moskau, 2011. (Bild: Keystone)

«Untiteld» (1985) schuf Andy Warhol mit Jean-Michel Basquiat. Das Gemälde ist derzeit in einer Ausstellung in Bonn zu sehen.

«Untiteld» (1985) schuf Andy Warhol mit Jean-Michel Basquiat. Das Gemälde ist derzeit in einer Ausstellung in Bonn zu sehen. (Bild: Keystone © Pro Litteris)

Warhol hat zahlreiche Plattencover entworfen: Für Debbie Harry, die Stones, Liza Minelli oder such Aretha Franklin.

Warhol hat zahlreiche Plattencover entworfen: Für Debbie Harry, die Stones, Liza Minelli oder such Aretha Franklin. (Bild: Keystone)

Sind wir im Fussballfieberwahn oder erkennen wir hier zurecht eine gewisse Ähnlichkeit zu Gilbert Gress?

Sind wir im Fussballfieberwahn oder erkennen wir hier zurecht eine gewisse Ähnlichkeit zu Gilbert Gress? (Bild: Keystone)

Campbell-Dosen zieren derzeit das Grab auf dem Friedhof St. John The Baptist Byzantine in Bethel Park, Pennsylvania. Es ist eine Hommage an Andy Warhol, der hier seit 25 Jahren begraben liegt. Der Pop-Art-Künstler starb am 22. Februar 1987 nach einer Gallenblasen-Operation. Für das New York Hospital eigentlich ein Routine-Eingriff. Weshalb es zu Komplikationen kam, die schliesslich zum Tod des 58-jährigen Künstlers führten, ist bis heute nicht ganz klar.

Ikonen der Pop-Art

Mit Warhol starb ein Pionier der Pop-Art, der bis heute omnipräsent ist: Unvergessen viele seiner Werke, allen voran die knallbunten Umsetzungen von Foto-Porträts berühmter Stars, wodurch Warhols Siebdrucke selbst zu Ikonen wurden – sei es Marilyn Monroe, Elvis Presley oder Liz Taylor. Klassiker der modernen Kunst, um die sich Museen reissen (in Basel konnte man sowohl im Kunstmuseum als auch in der Fondation Beyeler Warhol-Sonderschauen erleben) und die auch an Auktionen bei Sammlern gefragt sind. Warhols Werk, schrieb kürzlich der «Guardian», mache ein Sechstel des Handels von zeitgenössischer Kunst aus.  

Riecher für kommerziellen Erfolg

Den Weg zur Kunst fand Andy Warhol über die Werbe- und Gebrauchsgrafik, was sich in den weltberühmten Campbell-Suppendosen-Werken niederschlug, aber auch in der Gestaltung von Plattencovern: In seiner New Yorker Factory verkehrten in den 1960ern Rockmusiker wie Lou Reed und dessen Velvet Underground, für die er das legendäre Bananenlogo entwarf.

Warhol, optisch ein Gilbert Gress des Kunstbetriebs, schien zwar exzentrisch, war schüchtern und scheute sich zugleich nicht, sich hemmungslos zu vermarkten – selbst für einen Werbespot von Burger King hielt er her, wie man hier sehen kann.

Einflussreicher Mentor

Der junge David Bowie widmete Warhol in den 70er-Jahren ein Lied – und spielte ihn viele Jahre später im Julian Schnabels Film «Basquiat» – jenen Graffiti-Künstler, der unter den Fittichen von Warhol und Galerist Bruno Bischofberger in den 80er-Jahren zum Darling der New Yorker Kunstszene aufstieg und kurz nach seinem Mentor ebenfalls starb.

Nicht nur Warhols Bilder bleiben unvergessen, auch einige seiner Zitate sind allgegenwärtig: Am berühmtesten seine visionäre Aussage: «In der Zukunft wird jeder für 15 Minuten weltberühmt sein.» Warhol ist es noch ein bisschen länger.

Bisher wurden keine Kommentare zu diesem Artikel von der Redaktion hervorgehoben.

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Informationen zum Artikel

22.2.2012, 21:33 Uhr

Vor 25 Jahren starb Andy Warhol

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Text:

  • 06.06.2013 um 14:20
    Kultwerk #83: Edward Scissorhands

    Johnny Depp wird 50. Und bleibt doch ewig jung. Anlass für eine Reise in seine Vergangenheit.

  • 23.05.2013 um 17:17
    Kultwerk #81: The Doors

    Mit ihrem Debütalbum hat die kalifornische Band The Doors dem Psychedelic Rock 1967 die Tür geöffnet.

  • 10.05.2013 um 11:35
    Wir Heuchler!

    Immer wenn bekannt wird, dass ein Geschäft wie der Buchladen Nasobem zumacht, sterben wir einen kleinen Tod. Und merken dann, wie inkonsequent unser Leben geworden ist.

  • 17.06.2013 um 21:34
    Let The Sunshine In
    Zum Artikel: Neues Video von der Favela-Räumung

    Täuscht mich mein Gehör, oder läuft da ausgerechnet die Hippie-Hymne «Let The Sunshine In» aus «Hair», während die Polizei sich in Kampfmontur ihren Weg durch die Tanzenden bahnt? Oder singen es gar einige Leute auf dem Platz, etwa die Teenager, die im...

  • 04.06.2013 um 16:58
    Ist korrigiert
    Zum Artikel: «Lady Sings The Blues»

    Lieber Herr Martens Das war ein Verschreiber seitens Schlussredaktion. Das Konzert ist morgen Mittwoch, 5. Juni. Mit freundlichen Grüssen, Marc Krebs

  • 22.05.2013 um 17:07
    Zum Örgeli-Rock
    Zum Artikel: Örgeli-Rock für die Ewigkeit

    Lieber Kulturbetrachter Despektierlich ist der Titel nicht gemeint. So sagten wir dem halt einfach, damals, in der eigenen Jugend, als wir die Gedanken und vieles andere kreisen liessen, während in der Rockola die Rockorgel wummerte und fiepte. Ich bi...

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