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So, 19.05.2013

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Rotblaulive.ch: Alles zur Saison des FC Basel: Berichte, Tabellen, Tweets, Videos, Statistiken und Spielszenenanalyse.

Feindbild Fan 

10.2.2012, 12:28 Uhr

Gefährlicher Übereifer

10.2.2012, 12:28 Uhr

Die Behörden drängen auf noch schärfere Kontrollen in Schweizer Sportstadien. In Basel formiert sich politischer Widerstand. Von Christoph Kieslich, Florian Raz und Michael Rockenbach

Illustration: Nils Fisch

Illustration: Nils Fisch

Illustration: Nils Fisch

Illustration: Nils Fisch

Illustration: Nils Fisch

Illustration: Nils Fisch

Illustration: Nils Fisch

Illustration: Nils Fisch

Das Ziel ist ein hehres: Sicherheit rund um Sportveranstaltungen in der Schweiz. Und die Lösung scheinbar eine einfache. Zumindest, wenn es nach der Konferenz der kantonalen Justiz- und Polizeidirektoren (KKJPD) geht. Was sie am 2. Februar an Massnahmen auf den Weg gebracht hat, bedarf keiner Interpretationen: Es geht um Verschärfung und Repression im Umgang mit Fans und um drakonische Abstrafung jener, die auffällig werden. «Wer nicht spurt, sieht nie mehr ein Stadion von innen», sagte der Berner Regierungsrat Hans-Jürg Käser vorige Woche in Bern, «nur das nützt.»

Das neue Konkordat gegen Gewalt an Sportveranstaltungen geht einen weiteren Schritt in jene Richtung, die die Schweizer Politik seit Jahren meist ­unter öffentlichem Applaus gegangen ist: härtere Massnahmen und Strafen, die oft nicht nur jene betreffen, die sich an Matches nicht zu benehmen wissen, sondern alle Stadionbesucher kollektiv. Der Fan als Feindbild.

Doch jetzt scheint der Punkt erreicht, an dem sich der Widerstand auch jenseits von Fankurven und Sportclubs regt. Denn es sind ganz grundsätzliche Fragen, die sich stellen. Wenn sich Sportfans Kontrollen im Intimbereich unterziehen müssen, wenn ­ihnen vorgeschrieben werden soll, mit welchem Verkehrsmittel sie an Fussballmatches reisen, dann hat Markus Mohler ein Problem. Nicht weniger als «einen Eingriff in die Grundrechte» sieht der ehemalige Kommandant der Kantonspolizei Basel-Stadt in den Regelungen der KKJPD. Zu diesen Massnahmen gehören zudem Rayonverbote, die einem Verurteilten verbieten, sich während Matches rund um Stadien aufzuhalten. Und als noch härtere Strafe Meldeauf­lagen, die einen Betroffenen verpflichten, sich an Spieltagen bei der Polizei seines Wohnorts zu melden.

Der Widerstand wächst in Basel

Auf politischer Ebene wächst der Widerstand besonders in Basel-Stadt. Bereits in der Vernehmlassung des neuen Konkordats hatte sich der Regierungsrat kritisch geäussert (Basel-Land siehe hier). Nun versuchen die SP-Vertreter Tobit Schäfer und Kerstin Wenk im Gros­sen Rat eine Allianz gegen das neue Konkordat zu schmieden.

Mit Erfolg, zumindest soweit sich das zum jetzigen Zeitpunkt schon sagen lässt. Nach ersten Gesprächen haben sie auch in den anderen Parteien schon Verbündete gefunden – Brigitta Gerber und Urs Müller (beide Grünes Bündnis) zum Beispiel, Markus Lehmann (CVP) oder Heinrich Ueberwasser (SVP). Verhindern können sie eine Verschärfung des Konkordatstextes nur in ihrem eigenen Kanton. Dennoch könnte dieses Nein aus der Sportstadt Basel für die restliche Schweiz eine starke Signalwirkung haben.

Die Gegner setzen aber ohnehin nicht nur auf politischen Widerstand. Tobit Schäfer will mithilfe eines Anwaltes mit einer abstrakten Normenkontrolle ans Bundesgericht gelangen, damit dort die Verfassungsmässigkeit der neuen Bestimmungen beurteilt wird. Mehrere Vertreter der Muttenzerkurve hätten ihm dafür bereits die Unterstützung zugesichert, auch in finanzieller Hinsicht, sagt Schäfer.

Die Frage der Verhältnismässigkeit

Dieser rechtliche Widerstand ist dringend nötig. Das jedenfalls sagt der Basler Staats- und Verwaltungsrechtsprofessor Markus Schefer. «Das Bundesgericht ist zwar sehr zurückhaltend, wenn es darum geht, ein Gesetz als verfassungswidrig zu taxieren. Mit einer differenzierten Begründung würde es aber wohl schon dafür sorgen, dass die Bestimmungen nur relativ eng ausgelegt werden können», sagt er.

Schefer selber ist bei der Beurteilung des Konkordats sehr viel weniger zurückhaltend, als die Richter in Lausanne es voraussichtlich sein werden. «Es gibt immer diese Wellen, bei denen jedes Mittel recht scheint, um gegen eine bestimmte Personengruppe vorzugehen. Diesmal trifft es die Fussballfans», sagt Schefer: «Dabei gehen die Verhältnisse verloren.»

Seine Vorbehalte gegen das Hooligankonkordat fangen an bei einzelnen Bestimmungen wie jener über die Meldeauflagen, die seiner Ansicht nach «viel zu vage» sind, und geht weiter über die verschärften Strafen: «Bis zu drei Jahre Rayonverbot – das ist massiv übertrieben. Und die Androhung, die Meldepflicht im Falle eines einzigen Versäumnisses zu verdoppeln, ist sogar krass unverhältnismässig.»

«Intimkontrollen gehen zu weit»

Noch mehr stören ihn aber die angekündigten Körperkontrollen an den Eingängen. Damit möglichst niemand mehr irgendwelche Feuerwerk- oder Knallkörper ins Stadion schmuggeln kann, sollen die privaten Sicherheitskräfte die Matchbesucher über den Kleidern am ganzen Körper abtasten dürfen. Im Falle eines «konkreten Verdachtes» sollen laut Kon­kordatstext zudem Polizisten eingeschaltet werden, welche die «Untersuchungen» im «Intimbereich» durchzuführen haben. «Einzelnen Fans nicht nur unter den BH und die Unterhose zu schauen, sondern allenfalls sogar noch in die Körperöffnungen – das wäre ein schon fast unvorstellbar invasiver Akt und ginge im Rahmen eines Fussballspiels viel zu weit», hält Schefer fest.

Kritik erntete die KKJPD in der Vernehmlassung auch vom Fussballverband SFV, der in der Bewilligungspflicht, mit der den Clubs enorme Auflagen gemacht werden können, den geordneten Spielbetrieb gefährdet sieht. Fanarbeit Schweiz, die Dachorganisation von derzeit sechs Fanprojekten, die an die Clubs angegliedert sind, reagierte noch dezidierter: Das Konkordat sei nicht geeignet, die Gewalt einzudämmen, sondern im Gegenteil kontraproduktiv. Oder mit anderen Worten: Der Übereifer der Be­hörden und Sicherheitskräfte könnte zu noch mehr Konflikten an den Stadioneingängen führen.

Erst im September 2010 wurde ein Konkordat in Kraft gesetzt. Es war die Fortschreibung des Bundesgesetzes zur Wahrung der inneren Sicherheit BWIS, landläufig das «Hooligangesetz», das die Schweiz im Zuge der Euro 2008 verabschiedet hatte. Die Änderung des Konkordats begründet die KKJPD nun mit zunehmender Gewalt bei Sportveranstaltungen und ständig steigenden Kosten.

Wo die innenpolitischen Hardliner wie Ständerätin Karin Keller-Sutter ein immer schlimmeres Bedrohungsszenario durch Besucher von Sportanlässen zeichnen (siehe Der domestizierte Fan), sprechen die Zahlen eine ­andere Sprache. Was Stadion- und Rayonverbote anbelangt, nahmen die Fälle zwischen 2009 und 2010 ab. 2009 kam es laut Bundesamt für Statistik zu 327 Verzeigungen, 2010 sank diese Zahl um sieben Prozent — und dies bei fast 1000 Spielen in den beiden höchsten Ligen im Fussball und Eishockey und vor über vier Millionen Besuchern in den Stadien. Statistisch betrachtet, kam eine Verzeigung wegen einer ­Gewalttat auf 13 000 Zuschauer; bei schweren Gewalttaten betrug das Verhältnis 1:750 000.

Die Gesprächsebene verlassen

Doch die öffentliche Wahrnehmung von Vorfällen und deren Aufarbeitung in den Medien, zumal dann, wenn die Ausschreitungen massiv sind und mit machtvollen Bildern unterlegt werden können, hat zu einer Stig­matisierung von Fans geführt, vor allem jener in den Kurven der Fussballstadien. Das Bundesamt für Polizei (die am 9. Februar 2011 veröffentlichten neuen Zahlen gibt es hier) geht im Umfeld von Fussball- und Eishockey­spielen von 200 bis 300 Personen mit hoher Gewaltbereitschaft aus, sogenannten Hooligans; 1500 bis 2000 Personen können nach der Einschätzung von Fedpol eine situative Gewaltbereitschaft aufweisen.

Als einzige Reaktion darauf drehen Politik und Justiz an der Repressionsschraube. Mit rund 90 Polizeibeamten, die im Schnitt bei einem Spiel im Einsatz sind. Ein über mehrere Jahre gepflegter nationaler runder Tisch mit allen Akteuren wurde im vergan­genen Herbst aufgelöst. Die Bedenkenträger aus Verbänden, Vereinen und der Fanarbeit waren nicht mehr erwünscht, und die KKJPD nahm das Heft in die Hand. Bezeichnend ist, dass in Keller-Sutters Heimatkanton gerade Fanarbeit St. Gallen aus der Taufe gehoben wurde und die Kantonsregierung – ausser einem Zustupf aus dem Lotteriefonds – keine finanzielle Unterstützung für die sozioprofessionelle Arbeit gewährte. Zum Vergleich: In Basel teilen sich der FCB und die beiden Halbkantone die Kosten von Fanarbeit Basel.

Wenn das Problem schon so gravierend sein soll, wie es Politik, Polizei und Justiz vorgeben, so verwundert umso mehr, dass der runde Tisch als einzige Kommunikationsplattform aufgegeben wurde. Als in Deutschland Ende Oktober Fans von Dynamo Dresden in Dortmund erst in den Strassen wüteten und dann den Gästesektor in bengalisches Feuer tauchten, wurde an einem runden Tisch umgehend eine «Task Force Sicherheit» beschlossen. Dort sollen aktuelle Entwicklungen und Lösungsmodelle dis­kutiert werden. In der Schweiz wird nicht mehr geredet, jetzt wird gehandelt. Zumindest vordergründig.

In der Bundesliga wird vermehrt gezündet

Der Blick über die Grenze lohnt sich auch deshalb, weil das repressive Vorgehen der Sicherheitsbehörden in Deutschland eine Zeit lang als beispielgebend galt. Dass sich Gewaltexzesse in die unteren Ligen verlagerten, geriet dabei allerdings aus dem Fokus. Jetzt wird die Bundesliga vom Thema Pyrotechnik eingeholt, und spätestens seit Dortmund wird das Thema breit und leidenschaftlich diskutiert.

Zunehmend wird in Bundesligastadien gezündet, die Ultraszenen sind gewachsen, sind zum wesent­lichen Stimmungsfaktor in den Stadien geworden und tragen ihr Selbstverständnis in die Öffentlichkeit. Und dazu gehört auch eine Form der Auflehnung ­gegen Repression und Gängelung. Ihre Initiative zur Legalisierung von Pyros ist vorerst gescheitert.

Die Bundesliga erlebt eine Entwicklung, die in der Schweiz schon vor vielen Jahre vorweggenommen wurde. Jetzt sieht der deutsche Sozialwissenschaftler Gerd Dembowski, der sich seit mehr als 15 Jahren mit den Fanszenen beschäftigt, bedrohliche Tendenzen in der aktuellen Debatte, spricht von «Repres­sionsfantasien» und sieht «englische Verhältnisse» auf die Bundesliga zukommen (siehe Text links).

Von Sündenfällen wie dem Platzsturm in Basel am 13. Mai 2006 abgesehen, abgesehen auch von Einzelfällen, in denen Fackeln als Waffe missbraucht wurden, reduzieren sich viele Probleme im Schweizer Fussball auf das Verbot von Pyro-Technik. An den Eingangstoren wird danach gefahndet, in der Regel von privaten Sicherheitskräften. In den Stadien wird versucht, mittels aufwendiger Videotechnik jene zu ermitteln, die brennende Fackeln in die Höhe halten, sich vermummen und hinter den Doppelhalterfahnen der Kollegen verbergen, um nicht identifiziert zu werden. Ein Katz-und-Maus-Spiel.

Die Jugendbewegung in den Kurven

Die Fans, die den Einsatz von Pyrotechnik als Ausdruck ihrer Fankultur betrachten, lassen sich von den Verboten nicht abhalten. Diese Fans in den Kurven sind mehrheitlich männlich und zwischen 16 und 25 Jahre alt. Fanarbeit Schweiz beschreibt die Szene so: «Fankurven haben sich zu einer Jugendbewegung mit dem Charakter einer Subkultur mit eigenen Wertvorstellungen und Ausdrucksweisen entwickelt.» Selbst der Spielabbruch in Zürich am 2. Oktober 2011 lässt sich schliesslich auf verletzte Pfadfinderehre zurückführen: GC-Fans hatten FCZ-Fahnen gestohlen und präsentierten sie beim Derby verschandelt. Das entschuldigt den Wurf eines brennenden Pyros in eine Menge nicht, taugt aber genauso wenig für eine pauschale Kriminalisierung.

In den Kurven erhöhen Verbote eher den Anreiz, Fackeln und Petarden ins Stadion zu schmuggeln. Das führt zu heiklen Momenten, etwa dann, wenn jemand aus dem Verkehr gezogen werden soll und sich andere solidarisieren. Im Mai vergangenen Jahres kam es im Letzigrund bei Eingangskontrollen zu verheerenden Szenen von wütenden FCB-Fans, die Abgrenzungszäune auf Sicherheitspersonal warfen.

Was kaum beleuchtet wurde in der Berichterstattung über diese Eskalation der Gewalt: Einzelne Mitarbeiter der Sicherheitsfirma Delta hatten es in der Vergangenheit – das belegt eine Enthüllung des «Blick» vom März 2010 – speziell auf FCB-Fans abgesehen und in Internet-Netzwerken maliziös angekündigt, sich auf deren Besuch zu freuen. In Zürich wurden also alte Rechnungen beglichen.

In der Pyro-Frage geht es letztlich auch um den Gewaltbegriff. Dass 1000 Grad heisse Fackeln gefährlich sein können, ist das eine. Aber ist es verhältnismässig, wenn bereits das Mitführen einer bengalischen Fackel mit einer Gewalttat gleichgesetzt und ebenso bestraft wird? Es reicht ein Blick auf die baulichen Gegebenheiten, um zu verstehen, dass Szenekenner sagen, dass es hundert Wege gibt, um Pyros in ein Stadion zu bringen. Doch allein um Bengalo-Schmuggler zu erwischen, hat sich inzwischen ein riesiger Apparat aufgebaut.

Über schlechte Laune an den Eingangstoren und in den Kurven der Stadien braucht man sich daher nicht zu wundern. Im Ergebnis sieht es so aus: Die klassische Konfrontation von rivalisierenden Fangruppen – auch durch eine aufwendige Trennung durch die Sicherheitsdispositive – fand zuletzt weniger statt. Dafür sind die Polizei und die privaten Sicherheitskräfte zum neuen Feindbild geworden.

Hochsicherheitstrakt in Luzern

Wie Gästefans in der Schweiz behandelt werden, dafür liefert Luzern ein typisches Beispiel. Erst im vergangenen Juli wurde die schmucke Swisspor­arena eröffnet. Der Eingang für die Gästefans ist  ­extrem beengt, und der Sektor gleicht mit seinen ­dicken, die Sicht einschränkenden Gitterstäben eher einem Hochsicherheitstrakt. Die Fans des FC Zürich machten am vergangenen Wochenende klar, was sie davon halten: 500 Supporter besorgten sich Tickets für den Nachbarsektor – der Gästeblock blieb verwaist.

Ein anderer Beleg dafür, dass Fussballreisende andernorts nicht wie Gäste empfangen werden, sondern eher der Eindruck entsteht, es ginge gegen Schwerverbrecher oder Terroristen, ist die Situation in Bern. Dort hat man, auch um die Einsatzstunden der Polizei zu reduzieren, einen mobilen Zaun von der Bahnstation Wankdorf zum Stade de Suisse konstruiert. Durch diesen Korridor sollen die Gäste vom Extrazug ins Stadion gelangen, was Sicherheitsdirektor Reto Nause einen «Raubtierkäfig» nannte. Darauf pfiffen die Fans des FC Basel. Vergangene Saison sorgten sie dafür, dass der Extrazug der SBB bis zum Hauptbahnhof fuhr, von wo rund 1000 Schlachtenbummler durch die Innenstadt zum Wankdorf pilgerten. Sehr zum Missfallen wiederum von Nause.

Das alles zeigt nur, was in den vergangenen Jahren mit erheblichem Aufwand unternommen wurde, um für angeblich mehr Sicherheit zu sorgen – und die Kosten zu senken. In den letzten Jahren wurde aber eher hoch- als abgerüstet. Und neue und schärfere Gesetze werden wieder Geld verschlingen, wenn sie durchgesetzt werden sollen. Stattdessen könnte man versuchen, die Spirale von Aktion und Reaktion zu durchbrechen, könnte man eine Entkriminalisierung in der Pyro-Frage wagen, an die Selbstregulierungskräfte in den Kurven glauben und sich auf die wirklichen Gewalttäter konzentrieren.

Neben den Links im Text finden Sie auf der Rückseite eine Übersicht über die angefügten Dokumente.

  1. Repression

    von Matthias Loser am 12.02.2012 um 10:49Uhr

    Wirklich toller Text, was mich aufhorchen liess, war die Passage über die Repression, welche als einziges Mittel wahrgenommen wird. Dabei hat sich in der Vergangenheit gezeigt, dass Repression nicht immer auszahlt. Als positives Beispiel kann hier die Drogenpolitik der Schweiz angeschaut werden. Repression hat in den 90ern nicht zur erhofften Problemlösung geführt. Erst das ruhige Überlegen und alle Möglichkeiten-in-Betracht ziehen hat zu einer Lösung geführt, dass heute das Drogenelend nahezu verschwunden ist und viel weniger HIV Ansteckungen und Drogentote zu vermelden sind. Möglicherweise wäre auch in den Stadien eine Lösung ohne zu starke Repression zu überdenken.
    Direktlink zum Kommentar

  1. Selbstregulierungskräfte in den Kurven...

    von Widerredner um 11.02.2012 um 21:21Uhr

    Schön wärs..es wäre so. Eben da es nicht so ist in der Realität -und einfach dürfte dies auch nicht sein- hat wohl zum nun beabsichtigten härteren Durchgreifen geführt. Die überrissenen Forderungen die nun zur Diskussion stehen, zeigen einzig die Ohmacht der zuständigen Organe. Schade. Einmal mehr trifft es wohl die Falschen und die Kosten darf dann der Steuerzahler schon berappen...
    Direktlink zum Kommentar

  2. @Widerredner

    von Stanislav Stanislavski um 12.02.2012 um 10:32Uhr

    Haben Sie denn einen Beleg dafür, dass die Selbstregulierung nicht funktioniert? Gerade gestern in Lausanne, auf dem Weg zurück von der Pontaise an den Bahnhof, war bei einem Vorfall mit einigen Autofahrern zu beobachten, dass sich die Kurve durchaus selbst regulieren kann. Und zwar bevor irgendwelche Schäden an Körper oder Sache entstanden sind.
    Direktlink zum Kommentar

  3. Repression

    von Matthias Loser um 12.02.2012 um 10:49Uhr

    Wirklich toller Text, was mich aufhorchen liess, war die Passage über die Repression, welche als einziges Mittel wahrgenommen wird. Dabei hat sich in der Vergangenheit gezeigt, dass Repression nicht immer auszahlt. Als positives Beispiel kann hier die Drogenpolitik der Schweiz angeschaut werden. Repression hat in den 90ern nicht zur erhofften Problemlösung geführt. Erst das ruhige Überlegen und alle Möglichkeiten-in-Betracht ziehen hat zu einer Lösung geführt, dass heute das Drogenelend nahezu verschwunden ist und viel weniger HIV Ansteckungen und Drogentote zu vermelden sind. Möglicherweise wäre auch in den Stadien eine Lösung ohne zu starke Repression zu überdenken.
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Informationen zum Artikel

10.2.2012, 12:28 Uhr

Gefährlicher Übereifer

Text

Text:

  • 19.05.2013 um 08:53
    Mit voller Kraft in den Cupfinal

    André Dosé, Wirtschaftsführer und Präsident der Grasshoppers, hofft auf den Cupsieg der Mannschaft am Pfingstmontag gegen den FC Basel. Ein Gespräch über Fussball und mehr.

  • 16.05.2013 um 18:45
    Dank Fabian Freis Doublette – mit einem Pflichtsieg zum Pfingstfest

    Der FC Basel und Verfolger Grasshoppers gewinnen im Gleichschritt: Der FCB bezwingt in seinem zweitletzten Heimspiel der Saison Lausanne 2:0 (1:0) dank zweier Treffer von Fabian Frei, und GC siegt beim Chaos-Verein FC Sion locker 4:0.

  • 16.05.2013 um 15:15
    FCB: Die Titel zum Geburtstag

    Am Pfingstmontag trifft der FC Basel zum fünften Mal in einem Cupfinal auf die Grasshoppers (Bern, Stade de Suisse, 16.00 Uhr). Die Basler können eine kleine Jubiläumsreihe fortsetzen.

  • 17.04.2013 um 17:47
    Josef Zindel
    Zum Artikel: Sion gegen FCB – mehr Kompetenz im Cup geht fast nicht

    Wir werden unser Möglichstes tun. Versprochen.

  • 15.04.2013 um 12:20
    Die englischen Wochen, die auch an der TagesWoche nicht spurlos vorbeigehen
    Zum Artikel: Eine bemerkenswerte Assistquote – die FCB-Einzelkritik

    In der Tat, so ist, da muss man gar nicht lange drum herum reden. Danke der aufmerksamen Leserschaft. Der Einwechselkuddelmuddel ist korrigiert – das ist halt schon eine feine Sache an diesem Internet.

  • 11.04.2013 um 12:22
    Basel geht in M unten
    Zum Artikel: Wie ich mich in Middlesbrough mitschuldig gemacht habe

    Ich möchte meinen geschätzten Wegbegleiter und damaligen BaZ-Kollegen Raz daran erinnern, dass in dunkler Vorahnung schon nach dem 3:1 für M. der Titel angepasst wurde in «Basel geht in Middlesbrough unter». Sollte ich dabei tatsächlich etwas Unflätige...

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  • 18.05.2013 um 00:01
    Der Chef und sein Zuträger

    Der eine sorgt mit schnellem Antritt für Aufsehen und geht mit Torchancen bisweilen etwas gar verschwenderisch um. Der andere verrichtet seine Arbeit schon fast still und leise. Mohamed Salah und Mohamed Elneny bestimmen den Puls des FC Basel mit. Im Cupfinal gegen die Grasshoppers wird Salah allerdings gesperrt fehlen.

  • 17.05.2013 um 06:08
    «Jetzt soll mal der Schär hinten bleiben»

    Fabian Frei hat einen Lauf. Beim 2:0 gegen Lausanne schiesst er beide Tore – und am Pfingstmontag dürfte er erstmals in seiner Karriere einen Cupfinal bestreiten.

  • 17.05.2013 um 00:01
    Miezekatzen, Testläufer und ein auf die Probe gestellter Werbespruch

    Fabian Frei und Valentin Stocker erledigten Arbeit und Vorarbeit des Toreschiessens. Andere konnten die Kräfte für den Cupfinal schonen. Die Einzelkritiken zum 2:0 des FC Basel gegen Lausanne.

  • 16.05.2013 um 18:35
    Eishockey
    Zum Artikel: Schweiz nach Sieg gegen Tschechien im Halbfinal

    Lieber Herr Hochhuth, glauben Sie mir, wenn ich Ihnen sage, dass nicht eine halbe lokale Geschichte weniger geschrieben wurde wegen dieses Eishockey-Artikels? Der Text kommt über Agentur, der Dienstchef (der sowieso Dienst schieben muss) hat ihn von d...

  • 13.05.2013 um 18:51
    Das mit der Tribüne
    Zum Artikel: Constantin kehrt mit dem Stahlbesen

    Meist sitzt das von ihnen angesprochene Problem ja nicht auf der Tribüne, sondern dirigiert (das Team) und desavouiert (den Trainer) von seinem Stammplatz neben der Ersatzbank aus.

  • 13.05.2013 um 17:13
    Seldwyla
    Zum Artikel: Das Ende eines Clublokals – Stadt stellt Italiener auf die Strasse

    Weil die Stadt Basel eine leere Immobilie wollte, wird der bisherige Mieter rausgeworfen. Und jetzt sucht die Stadt Basel einen Zwischennutzer, weil sie gerne einen Mieter für ihre leere Immobilie hätte. Warum dreht sich bei mir plötzlich alles im Kopf?

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Text:

  • 18.05.2013 um 09:45
    So sind sie wunderbar, die Politiker

    Die offiziellen Wahlplakate sind derart langweilig, dass sie dem einen oder anderen physisch wehtun. Zum Glück gibts aber nun eine Alternative – dank unseren Lesern.

  • 16.05.2013 um 16:26
    Nicht schon wieder!

    Auf dem Land hängen immer und überall Wahlplakate. Das nervt. Und animiert zu einer Kunstaktion, welche die Politiker nicht unbedingt gut aussehen lässt.

  • 15.05.2013 um 19:40
    Ein ganz knapper Entscheid gegen die Schweizerdeutsch-Quote

    Sie wollte eine bessere Durchmischung in den Basler Schulen erreichen, scheiterte mit ihrem stark umstrittenen Vorstoss aber ganz knapp. Immerhin hat Sibylle Benz (SP) aber einiges ausgelöst – auch am Mittwoch im Grossen Rat.

  • 13.05.2013 um 14:46
    Werter Guschti Goldknopf
    Zum Artikel: Dreist, dieser Sonnenbrillenraub – aber kaum sehr schlau

    Danke für die interessante Meinungsäusserung. Ich persönlich bin der Ansicht, dass wir auch in den vergangenen Tagen einige interessante Berichte und Reportagen zu politisch, gesellschaftlich und kulturell relevanten Themen hatten. Und auch aus dem Ber...

  • 01.05.2013 um 13:44
    Zu leicht?
    Zum Artikel: Angriff auf die UBS und ihre Lohnpolitik

    Liebe Frau Känzig. Eine sehr berechtigte Frage. Für eine Revolution wird es jedenfalls nicht reichen - bei weitem nicht. Aber vielleicht für eine interessante Diskussion?

  • 14.04.2013 um 10:15
    «Ungenügend»
    Zum Artikel: Weg mit euch Versagern! Oder doch nicht?

    Liebe Frau Bühlmann. Danke für den Tipp. Ich werde die Studie gerne auf der Rückseite des Artikels anhängen. Sehr passend zum Thema (Bewerten, Abwerten, was ist in dieser Beziehung sinnvoll und gerechtfertigt, was eher nicht?) scheint mir übrigens auch...

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