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TagesWoche

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Do, 23.05.2013

Wochenstopp 

10.2.2012, 00:01 Uhr

10 Jahre Gare du Nord

10.2.2012, 00:01 Uhr

Der Basler Bahnhof für Neue Musik feiert am 11. Februar Jubiläum – und das mit einem tanzbaren Programm. Die Formationen Tango Crash und Zlang Zlut spielen auf, der Eintritt ist frei. Von Marc Krebs

zVg: Treue Begleiter: Tango Crash spielen am Jubiläumsfest des Gare du Nord.

Treue Begleiter: Tango Crash spielen am Jubiläumsfest des Gare du Nord. (Bild: zVg)

Viele Jahre lang standen die Bahnhofbuffets am Badischen Bahnhof leer und setzten Staub an. Bis, ja, bis Christoph Marthaler sie als Gastspielstätte fürs Theater entdeckte: «Stägeli uf, stägeli ab», hiess es fortan, in den 90er-Jahren auch für die Bemühungen, diese denkmalgeschützten Räumlichkeiten kulturell zu bespielen. Nebst Marthaler inszenierte hier unter anderen auch Herbert Wernicke, zugleich liebäugelten Detailhändler mit einer Nutzung dieser Lokalität.

Von Kindervorführungen bis zu Goa-Partys

Am Ende setzte sich die Kultur durch, sodass im Februar 2002 der Gare du Nord eingeweiht wurde – ein Bahnhof für Neue Musik, den nicht zuletzt der Kanton Baselland als grösster Subventionsgeber finanziell ermöglichte – und das bis heute.

Seit Beginn ist Desirée Meiser treibende Kraft. Die künstlerische Leiterin sorgt mit Drive und Neugierde dafür, dass sich im Gare du Nord kein Stillstand breitmacht. Rund 110 Veranstaltungen finden jährlich statt – von Eigenproduktionen über Kindervorführungen (Gare des Enfants) bis zu Reihen und Festivals mit improvisierter und Neuer Musik.

So steht der Gare du Nord mit durchschnittlich 70 Besuchern pro Veranstaltung zugleich für eine Nische und für eine Institution, in der man auch schon mal Patent Ochsner hörte oder zu Goa-Klängen tanzte.

Eine Institution, auch für Fussballfans

Eine Institution ist auch die Bar du Nord. Sie machte sich bei Fussballfans einen Namen, als der Begriff «Public Viewing» noch gar nicht allgegenwärtig war. Ein Verdienst von Bruno Zihlmann, der den gastronomischen Teil des Musikbahnhofs verantwortet.
Zehn Jahre, die für beide wie im Flug vergingen, wie sie sagen. Und in denen sie jede Saison als neues Abenteuer betrachteten. Das Jubiläum soll am Samstag gefeiert werden: «Die eigentlichen Hauptdarsteller an diesem Fest sollen die Räume sein. Wir wollen sie erstrahlen lassen, alle sollen reinkommen, trinken und feiern», sagt Meiser.

Eine festliche, entspannte Stimmung wünscht sie sich. Und Musik, zu der auch getanzt werden kann: Mit Tango Crash tritt eine Formation auf, die schon zu Beginn des Gare du Nord erstmals im Musikbahnhof Halt gemacht hatte. Vergleichbar mit dem Gotan Project überführen Daniel Almada und Martin Iannaccone den Tango ins 21. Jahrhundert, indem sie diesen mit urbanen Beats und Sounds anreichern. Live holen sie sich Verstärkung: von vier Instrumentalmusikern sowie dem Rapper Sky 189.

In Zlang Zlut wiederum leben die klassisch geübten Basler Musiker Fran Lorkovic (dr/vox) und Beat Schneider (vc) ihr Faible für harten Rock lautstark aus.

Lesen Sie auch online: Unser Interview mit Desirée Meiser und Bruno Zihlmann.

Bisher wurden keine Kommentare zu diesem Artikel von der Redaktion hervorgehoben.

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Informationen zum Artikel

10.2.2012, 00:01 Uhr

10 Jahre Gare du Nord

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Text:

  • 23.05.2013 um 17:17
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  • 10.05.2013 um 11:35
    Wir Heuchler!

    Immer wenn bekannt wird, dass ein Geschäft wie der Buchladen Nasobem zumacht, sterben wir einen kleinen Tod. Und merken dann, wie inkonsequent unser Leben geworden ist.

  • 07.05.2013 um 12:26
    Im August lockt das Open Air Basel

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  • 22.05.2013 um 17:07
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    Zum Artikel: Örgeli-Rock für die Ewigkeit

    Lieber Kulturbetrachter Despektierlich ist der Titel nicht gemeint. So sagten wir dem halt einfach, damals, in der eigenen Jugend, als wir die Gedanken und vieles andere kreisen liessen, während in der Rockola die Rockorgel wummerte und fiepte. Ich bi...

  • 10.05.2013 um 17:23
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    Zum Artikel: Wir Heuchler!

    Liebe Leser, die ihr euch an unserem «Wir» aufreibt. Hätten wir mit dem Finger auf andere zeigen sollen? Das wäre allzu selbstgerecht. Wir sind in diesem Fall Philipp Loser und ich und – ganz offensichtlich anhand vieler Reaktionen auf allen Kanälen – ...

  • 10.05.2013 um 12:56
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