LOGIN

Registrierung

  • Mit Ihrem Benutzerkonto können Sie Ihr Abo verwalten, Artikel kommentieren und mit anderen Leserinnen und Lesern in Kontakt treten.

    Das Benutzerkonto ist kostenlos und kann jederzeit wieder gelöscht werden.

    Bitte geben Sie Ihre E-Mail Adresse ein. Wir werden diese unter keinen Umständen an Dritte weitergeben.

Registrierung

Fast fertig...

Wir haben Ihnen eine E-Mail geschickt. Bitte prüfen Sie Ihren Posteingang und aktivieren Sie Ihr Benutzerkonto, indem Sie auf den Link in der E-Mail klicken.

Basel

Open

eingeloggt als
Ausloggen


An Redaktion schreiben

  • Erlaubte Dateiformate: Bilder (jpg, png, gif) Dokumente (pdf)

eingeloggt als
Ausloggen


Mein Kommentar

  • Bitte beachten Sie unseren Community-Leitfaden.

Registrierung

Mit Ihrem Benutzerkonto können Sie Ihr Abo verwalten, Artikel kommentieren und mit anderen Leserinnen und Lesern in Kontakt treten.

Das Benutzerkonto ist kostenlos und kann jederzeit wieder gelöscht werden.

Bitte geben Sie Ihre E-Mail Adresse ein. Wir werden diese unter keinen Umständen an Dritte weitergeben.

Fast fertig...

Wir haben Ihnen eine E-Mail geschickt.

Bitte prüfen Sie Ihren Posteingang und aktivieren Sie Ihr Benutzerkonto, indem Sie auf den Link in der E-Mail klicken.

Sollten Sie die E-Mail innert 10 Minuten nicht erhalten haben, kontrollieren Sie, ob die E-Mail möglicherweise im Spam-Filter hängen geblieben ist. Ist die E-Mail auch dort nicht aufzufinden, schreiben Sie uns an anmelden@tageswoche.ch und wir kümmern uns darum.

Wir freuen uns, Sie in wenigen Minuten in unserer Community begrüssen zu dürfen.

Passwort wiederherstellen

Muttenz 

14.2.2012, 12:47 Uhr

Deponie-Kritiker drohen mit Giftmüll-Prozess

14.2.2012, 12:47 Uhr

Happige Vorwürfe gegen die Behörden: Sie würden die tatsächlichen Gefahren ignorieren, die von der Chemiemülldeponie Feldreben in Muttenz ausgehen, sagt eine Allianz von Umweltschützern, Fachleuten und Politikern. Das müsse sich sofort ändern, fordert die Allianz – und droht bereits mit rechtlichen Schritten. Von

polyfeld-muttenz.ch: Die Deponie Feldreben im Jahr 1955.

Die Deponie Feldreben im Jahr 1955. (Bild: polyfeld-muttenz.ch)

Die Umgebung war eine Idylle. Gemächlich zog der Rhein gen Norden, leise rieselte der Schnee und am Himmel zogen die Möven ihre Kurven.

Die Vorwürfe, die drinnen im Saal des Restaurants Rhypark gegen die Pharma, die Baselbieter Regierung und das Amt für Umweltschutz und Energie erhoben wurden, die hatten es allerdings in sich. Eine Allianz von Umweltschützern, Fachleuten, SP-Politikern und Grünen warf den Behörden vor, bei der geplanten Sanierung der Chemiemülldeponie Feldreben in Muttenz nur neun Schadstoffe zu berücksichtigen – obwohl dort über 4000 Stoffe gefunden worden seien.

«Das ist umso fragwürdiger, als dass bei 100 der 247 näher untersuchten Schadstoffe die Limiten gemäss Altlastenverordnung überschritten werden. Selbst diese teils hochgiftigen Stoffe ignorieren die Behörden», sagte  Altlastenexperte Martin Forter an der Pressekonferenz der Allianz Deponien Muttenz (ADM) vom Dienstagmorgen im St.Johann-Quartier. Und SP-Nationalrätin Susanne Leutenegger Oberholzer legte nach: «Wenn das Umweltamt  eine so grosse Zahl an Schadstoffen ausblendet, handelt es gesetzeswidrig und gefährdet so die Gesundheit von über 200'000 Menschen, die das Trinkwasser der Hardwasser AG trinken.»

Das will die Allianz der Trinkwasserschützer nicht hinnehmen. Darum verlangte sie ultimativ, bei den weiteren Planungen sämtliche Gifte zu berücksichtigen, die Sanierungsziele entsprechend anzupassen und die Deponie schliesslich «schnell, sauber und sicher» zu sanieren. Für den Fall, dass die Behörden nicht auf die Forderung eingehen, drohte die Allianz ihnen bereits mit einem Prozess.

«Wir müssen den Druck massiv erhöhen», sagte Susanne Leutenegger Oberholzer, wobei sie nicht nur an rechtliche Schritte denkt, sondern auch an politische Vorstösse in den beiden Basel und in Bundesbern. Greenpeace-Sprecher Matthias Wüthrich vergass bei dieser Gelegenheit nicht zu erwähnen, dass die Umweltschützer mit ihren Klagen bereits bei der Deponie im jurassischen Bonfol erfolgreich gewesen sind.

Behörden nehmen «zu gegebener Zeit» Stellung

Die Baselbieter Bau- und Umweltschutzdirektion und das Bundesamt für Umwelt verschickten bereits eine Stunde vor der Pressekonferenz der ADM eine gemeinsame Mitteilung. Darin betonten die Behörden, dass ihre Planung genau so laufe, wie das Gesetz und die entsprechenden Bestimmungen es verlangten. Dennoch würden die Ämter die neuen Einwände «zur Kenntnis nehmen, prüfen und zu gegebenem Zeitpunkt entsprechend Stellung dazu nehmen».  

Mit solchen Aussagen werden sich die Kritiker allerdings kaum mehr lange hinhalten lassen. Dafür war ihr Aufmarsch vom Dienstagmorgen zu wuchtig. Ganz offensichtlich sollte damit Geschlossenheit demonstriert werden. Und Entschlossenheit.

Auf dem Podium nahmen nicht weniger als acht Politiker, Umweltschützer und Fachleute Platz: die beiden Baselbieter Nationalrätinnen Susanne Leutenegger Oberholzer (SP) und Maya Graf (Grüne), die Grossräte Urs Müller (Basta) und Stephan Luethi (SP), Matthias Wüthrich von Greenpeace Schweiz, der Geologe Walter Wildi von der Universität Genf, der Basler Geograf und Altlastenexperte Martin Forter und der Muttenzer SP-Politiker Hanspeter Meier (SP), Co-Präsident der ADM.
 

 




Gute Arbeit! Teilen und mehr lesen.

Teilen und weiterleiten

Mehr zum Thema

Baselland, Umwelt & Natur

Die Geschichten des Tages

Abonnieren Sie unseren Newsletter. Die Geschichten des Tages, jeweils um 17 Uhr bequem und kostenlos per Mail geliefert.

Verwandte Artikel

Allianz Deponien Muttenz kritisiert kantonale Sanierungsvorgaben Weiterlesen

Feldreben-Deponie schneller sanieren Weiterlesen

Tageswoche honorieren

Alternativen:

Postfinance, Paypal, Flattr

  1. Aus den Augen aus dem Sinn

    von rejeanne am 14.02.2012 um 15:23Uhr

    Warum werde ich das Gefühl nicht los, dass sich in Sachen Umwelt und Umweltschutz nur etwas tut, wenn man den Behörden und Firmen immer wieder auf die Finger schaut und klopft? Da wird pro forma ein Gelände saniert, aber nur ein Bruchteil der effektiv dort belastenden Stoffe berücksichtigt. Man hat etwas getan, Pflicht erfüllt. Es ist eben billiger, den Müll dort liegen zu lassen. Ob die Rechnung aufgeht, steht auf einem anderen Blatt. Wenn es tatsächlich zu einer Belastung von Trinkwasser und Grundwasser kommt, werden die Kosten höher sein.

    Leider war der Mensch noch nie besonders weitsichtig. Wir leben nach dem Motto "Kommt Zeit, kommt Rat." Wenn er nicht kommt, dann gute Nacht.
    Direktlink zum Kommentar

  2. Giftmüll in Muttenz

    von Katharina Aellen am 14.02.2012 um 16:30Uhr

    Es mag sein, dass die Behörde sich an das Gesetz hält oder die richtige Gesetzeslücke gefunden hat, doch es moralisch nicht korrekt: 1. da wird im Promillebereich operiert punkto welcher Stoff wird ausgelassen respektive berücksichtigt. 2. grenzt es an Menschenversuche diese Chemiekeule der Bevölkerung zu servieren und eine Scheinsicherheit vorzugaukeln mit der Einfachaufbereitung des Trinkwassers. 3. ist es schlichtweg dumm eine Chemiemülldeponie zu kaufen und genau das hat der Kanton BL gemacht, denn bezahlen werden es nicht die drei Verursacher: Syngenta, Novartis, BASF sondern wir Steuerzahler.
    Direktlink zum Kommentar

  3. Chemiemülldeponie Feldreben

    von Stephan Wottreng am 14.02.2012 um 17:47Uhr

    Es ist nicht nachvollziehbar, wie die Regierung des Kantons Basel Landschaft nur schon auf die Idee kommt, eine Chemiemülldeponie zu kaufen - geschweige denn, dass sie das auch noch tut. Kein privater Investor kommt auf eine derart abstruse Idee. Man stellt sich das schallende Gelächter der ehemaligen Grundeigentümer im Gebiet der Chemiemülldeponie Feldreben vor: Grundstück los - Sorge los – Verantwortung los.
    Und schwuppdiwupp hängen 70% der Sanierungskosten von 300 Millionen Franken am dummen Steuerzahler. Der Kanton Basel Landschaft hat zwar kein Geld – und irgendwie auch keine Regierung.
    Stephan Wottreng, Birsfelden


    Direktlink zum Kommentar

  1. Aus den Augen aus dem Sinn

    von rejeanne am 14.02.2012 um 15:23Uhr

    Warum werde ich das Gefühl nicht los, dass sich in Sachen Umwelt und Umweltschutz nur etwas tut, wenn man den Behörden und Firmen immer wieder auf die Finger schaut und klopft? Da wird pro forma ein Gelände saniert, aber nur ein Bruchteil der effektiv dort belastenden Stoffe berücksichtigt. Man hat etwas getan, Pflicht erfüllt. Es ist eben billiger, den Müll dort liegen zu lassen. Ob die Rechnung aufgeht, steht auf einem anderen Blatt. Wenn es tatsächlich zu einer Belastung von Trinkwasser und Grundwasser kommt, werden die Kosten höher sein.

    Leider war der Mensch noch nie besonders weitsichtig. Wir leben nach dem Motto "Kommt Zeit, kommt Rat." Wenn er nicht kommt, dann gute Nacht.
    Direktlink zum Kommentar

  2. Giftmüll in Muttenz

    von Katharina Aellen am 14.02.2012 um 16:30Uhr

    Es mag sein, dass die Behörde sich an das Gesetz hält oder die richtige Gesetzeslücke gefunden hat, doch es moralisch nicht korrekt: 1. da wird im Promillebereich operiert punkto welcher Stoff wird ausgelassen respektive berücksichtigt. 2. grenzt es an Menschenversuche diese Chemiekeule der Bevölkerung zu servieren und eine Scheinsicherheit vorzugaukeln mit der Einfachaufbereitung des Trinkwassers. 3. ist es schlichtweg dumm eine Chemiemülldeponie zu kaufen und genau das hat der Kanton BL gemacht, denn bezahlen werden es nicht die drei Verursacher: Syngenta, Novartis, BASF sondern wir Steuerzahler.
    Direktlink zum Kommentar

  3. Chemiemülldeponie Feldreben

    von Stephan Wottreng am 14.02.2012 um 17:47Uhr

    Es ist nicht nachvollziehbar, wie die Regierung des Kantons Basel Landschaft nur schon auf die Idee kommt, eine Chemiemülldeponie zu kaufen - geschweige denn, dass sie das auch noch tut. Kein privater Investor kommt auf eine derart abstruse Idee. Man stellt sich das schallende Gelächter der ehemaligen Grundeigentümer im Gebiet der Chemiemülldeponie Feldreben vor: Grundstück los - Sorge los – Verantwortung los.
    Und schwuppdiwupp hängen 70% der Sanierungskosten von 300 Millionen Franken am dummen Steuerzahler. Der Kanton Basel Landschaft hat zwar kein Geld – und irgendwie auch keine Regierung.
    Stephan Wottreng, Birsfelden


    Direktlink zum Kommentar

Kommentieren

Informationen zum Artikel

14.2.2012, 12:47 Uhr

Deponie-Kritiker drohen mit Giftmüll-Prozess

Text

Text:

  • 16.04.2014 um 16:49
    Giezendanners Spielchen mit den Gewerkschaften

    Im Hinblick auf die Abstimmung über den Mindestlohn schalten die Gewerkschaften auf Angriff um – und geraten selbst unter Druck: Der als «Lohndrücker» und «Scheinpatriot» verunglimpfte Fuhrhalter Ulrich Giezendanner (SVP) wirft ihnen unsaubere Methoden vor. Dabei verstrickt er sich allerdings in Widersprüche.

  • 16.04.2014 um 15:12
    Tieflöhne in der Schweiz

  • 16.04.2014 um 15:03
    Die Schweiz sagt Ja zum «Lohn-Skandal»

    Die Mehrheit ist für die Einführung eines Mindestlohns, fürchtet aber um den Wirtschaftsstandort. Darum hat die Initiative kaum eine Chance. Vielleicht ein Fehler.

  • 28.02.2014 um 18:18
    Zum Artikel: «Mittendrin:Integriert?!» – der Rückblick

    Na ja, manchmal ist ein Korrekturprogramm halt auch eher das Gegenteil von dem, was der Name verspricht. Danke darum für den Hinweis!

  • 27.01.2014 um 12:21
    @Luethi
    Zum Artikel: Frauenquote: Die falschen Angaben der Befürworter

    Lieber Herr Luethi. Ich persönlich finde die Verteilung, so wie sie heute ist, selbstverständlich auch nicht in Ordnung und schon gar nicht gerecht. Nur glaube ich nicht, dass sich dieses Problem bei mehrkantonalen und teilweise sogar binationalen Inst...

  • 27.01.2014 um 09:59
    @Thüring
    Zum Artikel: Frauenquote: Die falschen Angaben der Befürworter

    Danke für den Hinweis. Ist mir schleierhaft, wie das in den Lead kam.

Aktuell

foto-net: Basel, 15.6.1981. Sport, Fussball, Nationalliga A, NLA, Historisch
FCB Trainer Helmuth Benthaus (re), links Peter Ramseier
� foto-net
2

Fussball, Cupfinal 

Benthaus und der Makel im Schönschreibheft

41 Jahre ist es her, seit der FC Basel und der FC Zürich letztmals in einem Final des Schweizer Cup aufeinandergetroffen sind. Helmut Benthaus, der Trainer der grossen FCB-Ära, schaut auf die drei verlorenen Endspiele 1970, ’72 und ’73 zurück und sagt, das sei nur das eine Ärgernis. Und: «Ich hoffe, dass die Finalserie am Ostermontag ad acta gelegt wird.»Von Christoph Kieslich. Weiterlesen2 Kommentare

Keystone/WALTER BIERI: 2003: Murat Yakin (links Präsidentin Gigi Oeri, rechts Bruder Hakan Yakin) stemmt den Cup nach dem 6:0-Finalsieg gegen Neuchâtel Xamax. Als Trainer fehlt Murat Yakin der Schweizer Cup noch in der Sammlung.
2

Fussball, FC Basel 

Der Drang nach einem weiteren Pokal

Im 89. Endspiel um den Schweizer Cup kann der FC Basel am Ostermontag in Bern (Stade de Suisse, 14 Uhr) das Dutzend vollmachen. Für Murat Yakin wäre es nach zwei Finalniederlagen hintereinander der erste Cupsieg als Trainer, ein Aspekt, der der Affiche gegen den grossen Rivalen FC Zürich eine zusätzliche Note verleiht.Von Christoph Kieslich. Weiterlesen2 Kommentare

SI: Roger Federer schlägt Novak Djokovic in zwei Sätzen

ATP Monte Carlo 

Final mit Federer und Wawrinka

Roger Federer schlägt Novak Djokovic im Halbfinal von Monte Carlo klar mit 7:5, 6:2. Somit kommt es zum historischen Schweizer Final gegen Stanislas Wawrinka.Von SI. Weiterlesen