Open

eingeloggt als
Ausloggen


An Redaktion schreiben

  • Erlaubte Dateiformate: Bilder (jpg, png, gif) Dokumente (pdf)

eingeloggt als
Ausloggen


Mein Kommentar

Registrierung

Mit Ihrem Benutzerkonto können Sie Ihr Abo verwalten, Artikel kommentieren und mit anderen Leserinnen und Lesern in Kontakt treten.

Das Benutzerkonto ist kostenlos und kann jederzeit wieder gelöscht werden.

Bitte geben Sie Ihre E-Mail Adresse ein. Wir werden diese unter keinen Umständen an Dritte weitergeben.

Fast fertig...

Wir haben Ihren eine E-Mail geschickt.

Bitte prüfen Sie Ihren Posteingang und aktivieren Sie Ihr Benutzerkonto, indem Sie auf den Link in der E-Mail klicken.

Sollten Sie die E-Mail innert 10 Minuten nicht erhalten haben, kontrollieren Sie, ob die E-Mail möglicherweise im Spam-Filter hängen geblieben ist. Ist die E-Mail auch dort nicht aufzufinden, schreiben Sie uns an anmelden@tageswoche.ch und wir kümmern uns darum.

Wir freuen uns, Sie in wenigen Minuten in unserer Community begrüssen zu dürfen.

Passwort wiederherstellen

TagesWoche

Tages Woche

Do, 17.05.2012

Wochenstopp 

3.2.2012, 00:01 Uhr

Ungefilterte Liftmusik

3.2.2012, 00:01 Uhr

«Dessert» war gestern: Das Basler Grossprojekt «Weekend Session» serviert einen musikalischen Mehrgänger. Von Tara Hill

Die Drahtzieher der Weekend Session: Olivier Joliat und Luc Montini.

Die Drahtzieher der Weekend Session: Olivier Joliat und Luc Montini.(Bild: Matthias Willi)

Manche kreativen Experimente sprengen ganz einfach jeglichen vorgegebenen Rahmen. Bestes Beispiel dafür: die Basler Super-, pardon: Megagroup, die sich hinter dem schlichten Namen «Weekend Session» verbirgt. Einst von den Lokalmatadoren Olivier Joliat und Luc Montini als Antwort auf die «Desert Sessions» des durchgeknallten Masterminds Josh Homme gegründet, «einfach ohne Drogen, ohne Wüste und ohne vier Wochen Zeit» und drum träf als «Dessert Session» betitelt, rief der Erfolg der ersten Ausgabe nach einer Wiederholung. Also lud das so umgängliche wie umtriebige Initiantenduo Joliat (Drummer und Mister Congeniality der Basler Bandszene) und Montini (Tausendsassa an Knöpfen, Tasten und Reglern und damit Master of ­Ceremony) erneut zu vier Tagen kreativem Chaos ins «One Drop»-Studio. Das Ziel, «Inspiration nicht durch Denken kaputt zu machen», sondern das Studio selbst als Instrument zu nutzen und die darin ent­stehende, rohe Energie auf Platte zu bannen, blieb.

Kreative Experimente

Die Konstellation aber änderte sich: Stand die erste «Dessert Session» noch ganz im Zeichen des Rock, waren bei dieser zweiten «Weekend Session» ganze zwei Dutzend gestandene Basler Musiker aller Schattierungen am Start – von verdienten Rock­veteranen wie Dänu Siegrist, Baschi Hausmann und Emmi Lichtenhahn über Genre-­Spezialisten wie Jari Altermatt (Grunge), Jaro Milko (Gipsy) und Marco Nenniger (Jazz) bis hin zu den Elektronikexperten Thom Nagy, Dario Rosa und Emil Teiger. Dementsprechend riesig das resultierende Durcheinander: Beinahe rund um die Uhr wurde geprobt und aufgenommen, und während sich die elektronischen Tüftler im Kämmerlein verschanzten, mutierte der Studio-Gang zum Jam- und Proberaum, bis sogar der Lift zum ungefilterten Schauplatz kreativer Experimente wurde.

Feuchtfröhliches Treiben

Damit das ambitionierte Projekt nicht «grossartig scheiterte», mussten die beiden Organisatoren im feuchtfröhlichen Treiben nicht nur zum Takt-, sondern beinahe auch zum Rohrstock greifen: «Hätten wir nicht ein Machtwort gesprochen, wäre wohl gar niemand schlafen gegangen und wir wären statt mit Songs am Schluss nur mit unzähligen Skizzen dagestanden», lacht Joliat.

Spontaner Crossover-Spass

Umso grösser sei die Freude, dass aus dem ungezwungenen Basler Szenetreff nicht nur eine Kontaktbörse mit allerlei Anschlusskollaborationen, sondern auch ein «erstaunlich homogenes Album voller grossartiger Lieder» entstanden sei, wie das Leitungsduo sagt. «Es wird alles andere als eine abgezockt-abgebrühte Show geben», versprechen sie auch für die Livepremiere, die als «Best-of» beider Sessions genauso den Rahmen sprengen wird wie die neue Platte selbst. Denn in diesem Liebhaber-objekt (erhältlich etwa im Plattfon Basel) sind neben elf Tracks auf Vinyl gleich noch Downloadcodes für ein Dutzend weitere Songs enthalten. Dass hier Musikwelten aufeinanderprallen, ist dem Resultat deutlich anzuhören. Genauso wenig überrascht, dass bei einem solch spontanen Crossover-Spass nicht alle Gräben überbrückt werden können, nicht alle Geistesblitze zwingend wirken. Dennoch zeigen viele reizvolle, mutige Momente das Potenzial dieses Projekts auf – und machen somit Lust auf mehr.

Plattentaufe: Kaserne, Basel. Fr, 3. Februar, 21 Uhr.

Bisher wurden keine Kommentare zu diesem Artikel von der Redaktion hervorgehoben.

Kommentieren

Informationen zum Artikel

3.2.2012, 00:01 Uhr

Ungefilterte Liftmusik

Text

Text: Tara Hill

  • 11.05.2012 um 13:45
    Ein Kän-Guru gerät ins Schwitzen

    Marc-Uwe Kling kämpft sich bei tropischen Temperaturen im ausverkauften Parterre tapfer durch sein «Känguru Manifest-3D»-Soloprogramm – und gleicht vorzeitige Ermattungserscheinungen mit entwaffnender Ehrlichkeit aus.

  • 09.05.2012 um 07:00
    «Man hielt mich für eine Terroristin»

    Farnaz Seifi war eine der ersten Bloggerinnen im Iran und eine führende Stimme der Feministinnen in ihrer Heimat. Ihr Aktivismus führte sie zuerst ins Foltergefängnis und dann ins Exil. Jetzt kommt mit «Forbidden Voices» ein Film über sie ins Kino. Im Interview mit der TagesWoche erklärt sie, warum sie es wieder tun würde.

  • 06.05.2012 um 22:10
    Auf leichten, nackten Füssen

    Zum Weltrotkreuztag spielte das kultverdächtige Berliner Electropop-Trio Pupkulies & Rebecca im Sud auf – und liess mit seiner unvergleichlichen Leichtigkeit des Seins für einen Moment alles Elend der Welt vergessen.

  • 31.01.2012 um 20:32
    @Zensor
    Zum Artikel: Abgesang auf eine Totgeburt

    Danke für diesen hellsichtigen Kommentar: gut möglich, dass Du Recht behältst. Nur rasch zur Präzisierung: Ob die Viral-Kampagne von langer Hand geplant war oder nicht, ist für mich gar nicht matchentscheidend. Bei einer spannenden "Kampagne"...

  • 22.01.2012 um 07:47
    O%?
    Zum Artikel: Wherlock light: Ein Wintermärchen

    Lieber Herr B., das "light" bezog sich in der Kritik auf die Leichtigkeit des Stücks und war in dieser Hinsicht genausowenig abwertend gemeint, wie die Tatsache, dass sich Wherlock hier sowohl bei der Musik wie auch beim Stück einige Freiheit...

  • 27.12.2011 um 20:43
    @Christian Mueller
    Zum Artikel: 7 Lieder für den Soundtrack zum Jahr

    Ich bin neugierig: Was wären denn Ihre Songs des Jahres? Und wozu wetzen Sie das Tanzparkett ab? Meine Wenigkeit zumindest hält nämlich das Gros der hier versammelten Songs für ausserordentlich tanzbar. Sollten wir aber den ultimativen Sohlenschleifer ...

Weitere Texte im Autorenprofil

Aktuell

Tara Hill:
1

Basel 

Tageswoche vom 18.5.: Die Themen

«Lärmstadt» Basel» – Veranstalter ärgern sich über die Verwaltung; FC Basel – alles über das Double; Baselbieter Sparpaket – warum man Nein stimmen sollte; Managed Care – die Vorlage wird am Widerstand der Ärzte scheitern; Autor Peter Bichsel im Gespräch; Stefan Meierhans – der Preisüberwacher spricht Klartext; Birsfelden – mehr als eine Zoffgemeinde… Dies und mehr am Freitag, 18. Mai, in der neuen TagesWoche – im Abo und am Kiosk. Von Remo Leupin. Weiterlesen1 Kommentar