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Öffentlicher Verkehr 

8.2.2012, 18:00 Uhr

Massiver Ausbau des Tramnetzes geplant

8.2.2012, 18:00 Uhr

Das Tramnetz der Region Basel soll für die Zukunft fit gemacht und ausgebaut werden: Das von den Baudirektionen der beiden Basel präsentierte Konzept «Tramnetz 2020» umfasst 19 neue Streckenkilometer und zeigt, wie das Netz in 10 bis 15 Jahren aussehen könnte. Von sda und

Dani Winter: Hotspot Barfi: In dichtem Takt drängeln die Trams durchs Basler Zentrum. Das soll sich in den nächsten zehn Jahren ändern.

Hotspot Barfi: In dichtem Takt drängeln die Trams durchs Basler Zentrum. Das soll sich in den nächsten zehn Jahren ändern. (Bild: Dani Winter)

Grund zum Erarbeiten von «Tramnetz 2020» habe die dynamische Entwicklung der Region Basel gegeben, sagte die Baselbieter Bau- und Umweltschutzdirektorin Sabine Pegoraro vor den Medien; das Tramnetz sei derweil seit 1934 nahezu unverändert geblieben – bis auf einen Kilometer Neubaustrecke beim Basler SBB-Bahnhof und die im Bau befindliche Tramverlängerung nach Weil am Rhein (D).

Ausserdem gebe es Ideen und Erwartungen für Ausbauten, und das Tramnetz müsse für die Zukunft fit gemacht werden. Das von Pegoraro, dem Basler Bau- und Verkehrsdirektor Hans-Peter Wessels und Experten vorgelegte Konzept sieht dazu neue Tramverbindungen und die nötigen Neu- und Ausbaustrecken vor.

Neue Linien und Strecken

Erschlossen werden sollen etwa die Wohn- und Arbeitsgebiete Erlenmatt und Dreispitz in Basel sowie Salina Raurica in Pratteln BL und das Basler Hafengebiet Kleinhüningen, besser angebunden in Basel das Roche-Areal, das Stücki-Areal und Quartiere wie Gundeldingen oder Kleinhüningen. Entlastet werden soll die Innerstadt.

«Tramnetz 2020» sieht dazu Durchmesserlinien, eine Spange zwischen Leimental und Dornach sowie eine achtförmige Verbindung zwischen SBB-Bahnhof und Claraplatz über Wettstein- und Mittlere Brücke vor. Universität und Spitäler würden doppelt angebunden und Novartis und Roche mit den Bahnhöfen SBB, Badischer Bahnhof und St. Johann verbunden. Es gäbe Verdichtungen, Entflechtungen und anderes mehr.

Zur Umsetzung nötig wären 15 Neubaustrecken mit Längen von 0,35 bis 3,3 Kilometer sowie der Doppelspurausbau im Leimental. Schon in Planung sind der Margarethenstich, das Erlenmatt-Tram, die 3er-Verlängerung nach St-Louis sowie die Verbindungen zum Gebiet Salina Raurica, Stücki-Areal und Dreispitz.

Mit oder ohne Herzstück

Neu hinzu kämen Strecken durch Clara- und Petersgraben sowie zur Roche, zwischen Dreispitz und St. Jakob, zum Kleinhüninger Hafen und durch die Spitalstrasse und ein Knoten beim Schützenhaus. Ausserhalb Basels gäbe es eine 8er-Verlängerung nach Allschwil-Letten und eine Wendeschlaufe in Bottmingen BL.

Das Netz würde so um 19 auf 93 Kilomter Länge wachsen – um 25 Prozent. Umgesetzt werden könnte das Konzept in vier Etappen, wobei jede für sich ein «in sich stimmiges Tramnetz» ergäbe, wie es heisst. Entscheidend seien vor allem Margarethenstich, Claragraben und eine neue Kurve bei der Markthalle.

Die Anknüpfung ans Regio-S-Bahnnetz war eine Vorgabe. Laut den Experten würde das Konzept aber «mit oder ohne» das geplante S-Bahn-Herzstück funktionieren. Erstellt wurde es von einer Expertengruppe auf Basis von fünf Netz-Design-Studien von Planerteams aus München, Zürich, und Karlsruhe sowie von BVB ud BLT.

Jährlich etwa 50 Millionen

Investiert werden müssten gemäss einer Grobkostenschätzung etwa 500 Millionen Franken für die schon in Planung stehenden Teile und 265 Mio. Fr. für den Rest. Bei einer Bauzeit von 15 Jahren würde dies für die beiden Basel zusammen jährlich etwa 50 Mio. Fr. ausmachen, sagte Wessels. Im Betrieb wäre etwa 10 Prozent mehr Fahrleistung nötig.

Einen wesentlichen Beitrag an die Kosten erwarten die Kantone vom Bund. Im Juni muss eine neue Projektliste eingereicht werden als Gesuch für eine Aufnahme in das nächste Agglomerationsprogramm des Bundes. Bislang übernahm Bern für Infrastrukturprojekte bis zu 40 Prozent der anfallenden Kosten. Wie hoch dieser Anteil in Zukunft ist, muss das Parlament bestimmen. Der Entscheid wird für 2014 erwartet.

Nicht im Konzept ist ein Tram über die Johanniterbrücke in Basel, wie es von einer Volksinitiative verlangt wird. Wessels wies darauf hin, dass die Grossratskommission, bei der das Begehren derzeit liegt, zunächst das Konzept «Tram 2020» abwarten wollte. Auch dieses muss noch den politischen Entschiedsprozess durchlaufen.

  • Einen Streckenplan sowie detaillierte Informationen zu den Ausbauplänen erhalten Sie auf der Rückseite dieses Artikels.
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Lokales, Grosser Rat BS, Verkehr, BVB, Sabine Pegoraro, BLT, Regierungsrat BS, Regierungsrat BL, Hans-Peter Wessels, Stadtentwicklung

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  1. Enttäuschend, wenn das das Argument zur Wiederwahl sein soll

    von Chaim Howald am 8.02.2012 um 23:52Uhr

    Liebes BD, lieber H.P. Wessels,

    Als Genosse und keineswegs-Fachmann, aber interessierter Laie betrachte ich das neue Konzept - und muss sagen: ich bin massiv enttäuscht!

    -Die Erschliessung der Erlenematt - die im Zuge einer Standortförderung nicht nur für den Wirtschafts-, sondern auch für den Bildungsstandort - sinniger Weise auch den neuen Campus Life Sciences mit dem Schällenmätteli und dem bestehenden Bio- / Pharmazentrum - da waren sie doch mal chef? - (neben dem Klybeckareal von Huntsman und dem Novartis Campus) bedenken sollte, ist auf eine unansehnliche Minimalvariante geschrumpft - der Eindruck liegt nahe, dass wer zahlt einen Anschluss kriegt - wer dafür das Personal ausbildet, nicht.
    -Für das selbe Gebiet wäre - im Sinne der angestrebten hohen Wertigkeit des geplanten Wohnraums - eine direkte Vernetzung mit dem bevölkerungsreichen Nordwesten der Grossbasler Innenstadt wünschenswert gewesen - fehlt leider komplett.
    -Für die selbe Strecke ergibt sich ein zweites Problem: zu den Pendler-Zeiten gibt es wohl keine Bus Linie der BVB die dermassen überlastet ist, wie der 30er - oft hält der Bus trotz tacktverdichtung nicht einmal, wenn jemand zwischen Musical Theater und Kinderspital bzw zwischen Bhf SBB und Spalentor einsteigen möchte. Eine Tramverbindung mit ihrer deutlich höheren Kapazität beim selben Takt würde hier endlich Abhilfe verschaffen - leider ist schon lange bekannt, dass Herr Wessels hier persönliche Vorbehalte hat.
    -Die Entlastung der - leider immer noch - Kantonsstrassen-Achse Feldbergstrasse-Cityring bzw der Nordost-Südwest Achse im Westen Basels - wie sie der Bevölkerung im Kontext des Bau der Nordtangente versprochen wurde - findet nicht statt. Dabei würde die Abscheidung einer Trammtrassee zwingend eine Veränderung des Status dieser Strasse führen.
    -Die Erschliessung der "Entwicklungsgebiete Siedlungsraum" im Osten ist nicht vorhanden und die im Nordwesten hat den Namen kaum verdient (zumindest nicht die Neuerungen - Netzwerkqualität fehlt hier komplett).
    - Die Erschliessung des Claragrabens bzw des Wettsteinquartiers über diesen Weg ist "nett" allerdings ist hier die zu Grunde liegende Absicht wohl am durchsichtigsten: der höchstwertige künftige Wohnraum auf dem KiSpi Areal soll halbwegs erschlossen werden, beim Roche Turm hat man sich (und Roche) dazu verpflichtet den Publikumsverkehr auf den ÖV zu verlagern.

    Natürlich hat das ganze auch positive Aspekte! Leider scheinen davon aber die wenigsten auf die Bevölkerungslasten, sondern mehr auf die Interessen der wirtschaftlich relevantesten Player abgestimmt
    - exemplarisch dafür steht der Ausbau Petersgraben (befriedigt ein echtes Bedürfnis der Uni und der Studierenden - für die ich als Vorstand der studentischen Körperschaft der Uni Basel verantwortlich zeichne), die direkt verknüpft ist mit der Verlagerung des Verkehrs aus der St. Johanns Vorstadt hin zum Spital. Und dieser dürfte wohl primär die Immobilieneiner_innen an dieser ohnehin äusserst privilegierten Lage freuen...

    Alles in Allem habe ich mir von H.P Wessels in diesem Rahmen DEUTLICH mehr erwartet - Wahlkampf für Interessierte schaut anders aus, das hier mag taugen um jene zu überzeugen, die Streckenkilometer hören und jubeln - den realen Wert erachte ich aber leider als ziemlich mager.

    Bleibt nur zu hoffen, dass wenigstens die Tram Initiative, die immerhin drei der genannten Punkte entschärfen könnte, ENDLICH der Basler Stimmbevölkerung vorgelegt wird (ev mit einem vernünftigen Gegenvorschlag)
    Direktlink zum Kommentar

  2. Massiver Ausbau des Tramnetzes

    von Rolf KellerVon der TagesWoche verifiziertes Profil am 9.02.2012 um 15:51Uhr

    Als Gesamtes beeindruckt das Paket, und es führt nach vielen Jahren Genügsamkeit in die richtige Richtung. Leider ist jedoch die Entlastung der Innenstadt nicht konsequent durchgedacht. Das untere Kleinbasel wird wie bisher klar benachteiligt. Es soll sich weiterhin in die bereits heute überlasteten Busse der Linie 30 drängen, während mit drei Linien auf der Wettstein-Achse Überkapazitäten entstehen sollen.
    Die Verhinderung der in der Traminitiative geforderten Tramverbindung über die Johanniterbrücke kann ich nur als Angst der Regierung davor verstehen, die Abstimmung über das künftige «Herzstück» der S-Bahn zu verlieren. Doch selbst wenn das «Herzstück» gebaut wird, braucht es eine leistungsfähige Tramlinie zwischen Bahnhof SBB, Uni, Spitälern, unterem Kleinbasel, Erlenmatt und Bad. Bahnhof - via die Johanniterbrücke. Denn die künftige S-Bahnstation wird ja nicht an der Feldbergstrasse, sondern irgendwo beim Claraplatz liegen, wo weiterhin drei oder gar vier Tramlinien und diverse Buslinien durchführen werden.
    Das den ÖV nutzende und (via Steuern und Abos) finanzierende Volk soll nun entscheiden können. Die Traminitiative muss ohne Verzug und ohne verwässernden «Gegenvorschlag» zur Entscheidung gebracht werden. Das neue Tramnetz ist kein Gegenvorschlag zur Traminitiative, sondern eine gute Ausgangslage, die aber um das in der Traminitiative geforderte «Johanniter-Tram» ergänzt werden muss!
    Direktlink zum Kommentar

  1. Enttäuschend, wenn das das Argument zur Wiederwahl sein soll

    von Chaim Howald am 8.02.2012 um 23:52Uhr

    Liebes BD, lieber H.P. Wessels,

    Als Genosse und keineswegs-Fachmann, aber interessierter Laie betrachte ich das neue Konzept - und muss sagen: ich bin massiv enttäuscht!

    -Die Erschliessung der Erlenematt - die im Zuge einer Standortförderung nicht nur für den Wirtschafts-, sondern auch für den Bildungsstandort - sinniger Weise auch den neuen Campus Life Sciences mit dem Schällenmätteli und dem bestehenden Bio- / Pharmazentrum - da waren sie doch mal chef? - (neben dem Klybeckareal von Huntsman und dem Novartis Campus) bedenken sollte, ist auf eine unansehnliche Minimalvariante geschrumpft - der Eindruck liegt nahe, dass wer zahlt einen Anschluss kriegt - wer dafür das Personal ausbildet, nicht.
    -Für das selbe Gebiet wäre - im Sinne der angestrebten hohen Wertigkeit des geplanten Wohnraums - eine direkte Vernetzung mit dem bevölkerungsreichen Nordwesten der Grossbasler Innenstadt wünschenswert gewesen - fehlt leider komplett.
    -Für die selbe Strecke ergibt sich ein zweites Problem: zu den Pendler-Zeiten gibt es wohl keine Bus Linie der BVB die dermassen überlastet ist, wie der 30er - oft hält der Bus trotz tacktverdichtung nicht einmal, wenn jemand zwischen Musical Theater und Kinderspital bzw zwischen Bhf SBB und Spalentor einsteigen möchte. Eine Tramverbindung mit ihrer deutlich höheren Kapazität beim selben Takt würde hier endlich Abhilfe verschaffen - leider ist schon lange bekannt, dass Herr Wessels hier persönliche Vorbehalte hat.
    -Die Entlastung der - leider immer noch - Kantonsstrassen-Achse Feldbergstrasse-Cityring bzw der Nordost-Südwest Achse im Westen Basels - wie sie der Bevölkerung im Kontext des Bau der Nordtangente versprochen wurde - findet nicht statt. Dabei würde die Abscheidung einer Trammtrassee zwingend eine Veränderung des Status dieser Strasse führen.
    -Die Erschliessung der "Entwicklungsgebiete Siedlungsraum" im Osten ist nicht vorhanden und die im Nordwesten hat den Namen kaum verdient (zumindest nicht die Neuerungen - Netzwerkqualität fehlt hier komplett).
    - Die Erschliessung des Claragrabens bzw des Wettsteinquartiers über diesen Weg ist "nett" allerdings ist hier die zu Grunde liegende Absicht wohl am durchsichtigsten: der höchstwertige künftige Wohnraum auf dem KiSpi Areal soll halbwegs erschlossen werden, beim Roche Turm hat man sich (und Roche) dazu verpflichtet den Publikumsverkehr auf den ÖV zu verlagern.

    Natürlich hat das ganze auch positive Aspekte! Leider scheinen davon aber die wenigsten auf die Bevölkerungslasten, sondern mehr auf die Interessen der wirtschaftlich relevantesten Player abgestimmt
    - exemplarisch dafür steht der Ausbau Petersgraben (befriedigt ein echtes Bedürfnis der Uni und der Studierenden - für die ich als Vorstand der studentischen Körperschaft der Uni Basel verantwortlich zeichne), die direkt verknüpft ist mit der Verlagerung des Verkehrs aus der St. Johanns Vorstadt hin zum Spital. Und dieser dürfte wohl primär die Immobilieneiner_innen an dieser ohnehin äusserst privilegierten Lage freuen...

    Alles in Allem habe ich mir von H.P Wessels in diesem Rahmen DEUTLICH mehr erwartet - Wahlkampf für Interessierte schaut anders aus, das hier mag taugen um jene zu überzeugen, die Streckenkilometer hören und jubeln - den realen Wert erachte ich aber leider als ziemlich mager.

    Bleibt nur zu hoffen, dass wenigstens die Tram Initiative, die immerhin drei der genannten Punkte entschärfen könnte, ENDLICH der Basler Stimmbevölkerung vorgelegt wird (ev mit einem vernünftigen Gegenvorschlag)
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  2. Massiver Ausbau des Tramnetzes

    von Rolf KellerVon der TagesWoche verifiziertes Profil am 9.02.2012 um 15:51Uhr

    Als Gesamtes beeindruckt das Paket, und es führt nach vielen Jahren Genügsamkeit in die richtige Richtung. Leider ist jedoch die Entlastung der Innenstadt nicht konsequent durchgedacht. Das untere Kleinbasel wird wie bisher klar benachteiligt. Es soll sich weiterhin in die bereits heute überlasteten Busse der Linie 30 drängen, während mit drei Linien auf der Wettstein-Achse Überkapazitäten entstehen sollen.
    Die Verhinderung der in der Traminitiative geforderten Tramverbindung über die Johanniterbrücke kann ich nur als Angst der Regierung davor verstehen, die Abstimmung über das künftige «Herzstück» der S-Bahn zu verlieren. Doch selbst wenn das «Herzstück» gebaut wird, braucht es eine leistungsfähige Tramlinie zwischen Bahnhof SBB, Uni, Spitälern, unterem Kleinbasel, Erlenmatt und Bad. Bahnhof - via die Johanniterbrücke. Denn die künftige S-Bahnstation wird ja nicht an der Feldbergstrasse, sondern irgendwo beim Claraplatz liegen, wo weiterhin drei oder gar vier Tramlinien und diverse Buslinien durchführen werden.
    Das den ÖV nutzende und (via Steuern und Abos) finanzierende Volk soll nun entscheiden können. Die Traminitiative muss ohne Verzug und ohne verwässernden «Gegenvorschlag» zur Entscheidung gebracht werden. Das neue Tramnetz ist kein Gegenvorschlag zur Traminitiative, sondern eine gute Ausgangslage, die aber um das in der Traminitiative geforderte «Johanniter-Tram» ergänzt werden muss!
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  3. coole sache

    von pin am 9.02.2012 um 22:52Uhr

    da freue ich mich sehr!
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  4. Busse statt Tram !!

    von Abdul R Furrer am 11.02.2012 um 12:07Uhr

    Petersgraben, Claragraben, Stücki, Erlenmatt, Hafen, St.Jakob-Dreispitz, Grenzacherstrasse Spitalstrasse, Austrasse-Schützenhaus, Margrethenstich, usw. usw.
    Geben die Tramnostalgiker eigentlich nicht eher Ruhe bis die hinterste und letzte Gasse mit dem Tram "erschlossen", bzw. verbaut und versperrt ist ?!

    - Das Stücki ist mit dem Bus direkt vor dem Haus (!) und der Linie 8 in 150m Entfernung bestens erschlossen.
    - Für die Erlenmatt genügt es, wenn die Leute zu faul sind ein paar Meter zum Musicaltheater zu gehen, den Bus 30 eine Schlaufe durch das Areal fahren zu lassen. Gegen die angebliche Überlastung des 30ers hilft ein verdichteter Takt.
    - Eine "Bergbahn" über den Petersgraben oder die Brüglingerstrasse ist sowas von hirnrissig.
    - Die Claragrabenverbindung ist total überflüssig.
    - Die Grenzacherstrasse als Hauptverbindungsstrasse mit einem Tramtrassee zu kastrieren entbehrt jeder Vernunft.
    Die Liste liesse sich beliebig fortsetzen.

    Ein Schienen gebundener ÖV hat in einer kleinräumigen, engen Stadt schlicht und ergreifend grundsätzlich nichts zu suchen. Ausser bei Betriebs eigenen Störungen und Pannen steht insbesondere bei Sperrungen durch Polizei, Feuerwehr oder Sanität alles still, weil ein Ausweichen nicht möglich ist.

    Fazit : Das Tramnetz ist nicht auszubauen sondern zu minimieren. Back to basics. Einzig die Durchmesserlinien 1/14, 3, 6, 8, 10 und 11 sind - wenn überhaupt - beizubehalten. Das übrige Netz ist - endlich ! - auf den flexiblen Busbetrieb umzustellen.

    Die Stadt Luzern macht es vor, wie vorbildlich, pünktlich und reibungslos ein ÖV mit Bussen und ohne einen einzigen Meter Tram funktioniert.
    Da sollten Wessels und seine Getreuen mal einen Lokalaugenschein nehmen und sich inspirieren lassen !


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8.2.2012, 18:00 Uhr

Massiver Ausbau des Tramnetzes geplant

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Text: sda

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