LOGIN

Registrierung

  • Mit Ihrem Benutzerkonto können Sie Ihr Abo verwalten, Artikel kommentieren und mit anderen Leserinnen und Lesern in Kontakt treten.

    Das Benutzerkonto ist kostenlos und kann jederzeit wieder gelöscht werden.

    Bitte geben Sie Ihre E-Mail Adresse ein. Wir werden diese unter keinen Umständen an Dritte weitergeben.

Registrierung

Fast fertig...

Wir haben Ihnen eine E-Mail geschickt. Bitte prüfen Sie Ihren Posteingang und aktivieren Sie Ihr Benutzerkonto, indem Sie auf den Link in der E-Mail klicken.

Kultur

Open

eingeloggt als
Ausloggen


An Redaktion schreiben

  • Erlaubte Dateiformate: Bilder (jpg, png, gif) Dokumente (pdf)

Registrierung

Mit Ihrem Benutzerkonto können Sie Ihr Abo verwalten, Artikel kommentieren und mit anderen Leserinnen und Lesern in Kontakt treten.

Das Benutzerkonto ist kostenlos und kann jederzeit wieder gelöscht werden.

Bitte geben Sie Ihre E-Mail Adresse ein. Wir werden diese unter keinen Umständen an Dritte weitergeben.

Fast fertig...

Wir haben Ihnen eine E-Mail geschickt.

Bitte prüfen Sie Ihren Posteingang und aktivieren Sie Ihr Benutzerkonto, indem Sie auf den Link in der E-Mail klicken.

Sollten Sie die E-Mail innert 10 Minuten nicht erhalten haben, kontrollieren Sie, ob die E-Mail möglicherweise im Spam-Filter hängen geblieben ist. Ist die E-Mail auch dort nicht aufzufinden, schreiben Sie uns an anmelden@tageswoche.ch und wir kümmern uns darum.

Wir freuen uns, Sie in wenigen Minuten in unserer Community begrüssen zu dürfen.

Passwort wiederherstellen

Historisches Museum 

2.2.2012, 11:03 Uhr

Neue Direktorin fürs Historische Museum

2.2.2012, 11:03 Uhr

Marie-Paule Jungblut wird Nachfolgerin von Burkhard von Roda als Direktorin des Historischen Museums Basel. Sie tritt ihre Stelle im August an. Von

Marie-Paule Jungblut wird neue Direktorin des Historischen Museums Basel.

Marie-Paule Jungblut wird neue Direktorin des Historischen Museums Basel.(Bild: Michael Würtenberg)

Das Präsidialdepartement des Kantons Basel-Stadt hat am Donnerstagmorgen die neue Leitung des Historischen Museums bekannt gegeben: Marie-Paule Jungblut wird auf Burkhard von Roda folgen, der Ende Juni in Pension geht. Die 48-Jährige wurde in Fribourg geboren, verbrachte aber ihr ganzes Leben in Luxemburg, wo sie im Moment als stellvertretende Direktorin und Kuratorin am Historischen Museum Luxemburg arbeitet.

Für Guy Morin war eines klar: Der Regierungspräsident wollte für den frei werdenden Posten am Historischen Museum einen Historiker oder eine Historikerin als Ersatz für den Kunsthistoriker von Roda. Zu oft waren dessen auf Ästhetik bedachte Ausstellungen auch kritisch beäugt, der fehlende Einbezug der Zeitgeschichte bemängelt worden. Mit Marie-Paule Jungblut hat die Museumskommission Morin einstimmig die auf den ersten Blick ideale Kandidatin vorgeschlagen: Sie ist Historikerin und ihr Curriculum zeichnet sich durch zeit- und sozialgeschichtliche Ausstellungen aus. Dass sie im Nebenfach auch noch Kunstgeschichte studiert hat, mag aber auch die andere Seite versöhnen, die nun befürchtet, die Schätze des Museums würden künftig im Keller eingelagert.

Kulturerbe vs. Publikumswirksamkeit

Jungblut zerstreute an der Medienkonferenz diese Zweifel auch sofort, indem sie die Wichtigkeit des Kulturerbes betonte. Die neu eingerichtete Dauerausstellung zähle zu den schönsten, die sie je gesehen habe, erklärte sie. Gleichzeitig aber bekräftigte sie auch ihre Absicht, die Sprache der Zeit sprechen zu wollen. Es sei durchaus möglich, in eine reiche Tradition auch Innovation hereinzubringen, meinte sie, und populär sei für sie kein negativ konnotiertes Wort. «Ein Stadtmuseum soll ein Ort der Begegnung und Auseinandersetzung sein», erläuterte sie ihre Absichten, mit ihren künftigen Ausstellungen die gesamte Bevölkerung ansprechen zu wollen. Und weiter: «Eine Ausstellung ist für mich dann ein Erfolg, wenn man damit Menschen ins Museum bringt, die sonst nicht kommen.»

Jungblut hat schon einige Ausstellungen kuratiert, die unter das Label «populär» eingeordnet werden könnten. Das jüngste Beispiel ist die Ausstellung «Mord und Totschlag. Eine Ausstellung über das Leben», die aktuell im Historischen Museum Bern zu sehen ist. «Eine Ausstellung sollte manchmal auch etwas provokativ sein, um interessante Konfrontationen zu schaffen», so Jungblut. Damit liegt sie offenbar genau auf der Linie von Morin und auch Philippe Bischof, dem Leiter Ressort Kultur Basel-Stadt.

Neupositionierung des Hauses

Jungblut wird sich ab August durch ihre Ausstellungen beweisen müssen – vorher ist eine Bewertung ihrer Arbeit nicht möglich. Doch nicht nur in diesem Bereich kommt eine Herausforderung auf sie zu. Mit der Renovation des Hauses zum Kirschgarten muss auch über die Ausrichtung des Hauses neu entschieden werden. Jungblut wird dies gemeinsam mit Morin und dem Kulturressort in Angriff nehmen. Spruchreif ist hier aber noch gar nichts.

Ausschlaggebend für Jungbluts Wahl auf den Posten war laut Morin unter anderem auch deswegen ihre Erfahrung im administrativen Museumsbereich. Eine rein kuratorisch bewanderte Person anzustellen, sei eigentlich keine Option gewesen, sagte er. Jungblut wird ihren Posten im August antreten – einen Monat, nachdem Burkhard von Roda seinen Schreibtisch geräumt hat. Das Historische Museum wird dann von einer vierköpfigen, rein weiblichen Geschäftsleitung geführt. Auch das klingt schon nach ziemlich viel frischem Wind.

Fakten zur Person:

Marie-Paule Jungblut ist Historikerin, Kuratorin und Ausstellungsmacherin und seit rund 20 Jahren im Museumsbereich tätig. Seit 2007 arbeitete sie als stellvertretende Direktorin am Musée d’Histoire de la Ville de Luxembourg. Seit 2010 ist sie auch für das neu eröffnete Kunstmuseum der Stadt Luxemburg, die Villa Vauban, zuständig. Mehrere von ihr kuratierte Sonderausstellungen sind in grossen europäischen Museen gezeigt worden, zuletzt im Historischen Museum Bern «Mord und Totschlag. Eine Ausstellung über das Leben.» Ein Auswahl Ihrer Publikationen findet sich bei Wikipedia.

Zudem bekleidete sie zahlreiche internationale Ämter: Unter anderem war sie von 2004 bis 2010 Präsidentin der Association Internationale des Musées d’Histoire (AIMH) und des ICOM-Komitees für Archäologie- und Geschichtsmuseen (ICMAH). Marie-Paule Jungblut hat zahlreiche Ausstellungskataloge herausgegeben und wissenschaftliche Beiträge zu historischen und museologischen Themen publiziert. Neben ihrer Muttersprache Luxemburgisch spricht sie fliessend Deutsch, Französisch und Englisch. Sie ist Mutter einer 17-jährigen Tochter und eines 12-jährigen Sohnes.

Werbung

Mehr zum Thema

Mehr zum Thema

Museen

Die Geschichten des Tages

Abonnieren Sie unseren Newsletter. Die Geschichten des Tages, jeweils um 17 Uhr bequem und kostenlos per Mail geliefert.

Verwandte Artikel

Profil eines Museumsdirektor Weiterlesen

Veränderungen in der Museenlandschaft Weiterlesen

Reaktionen

  1. Peter Braun

    am 4.02.2012, 08:50

    Es ist ja schon mal wunderbar, dass die Frau Historikerin ist und dazu noch (mindestens) 3 Sprachen spricht.

  1. Peter Braun

    am 4.02.2012, 08:50

    Es ist ja schon mal wunderbar, dass die Frau Historikerin ist und dazu noch (mindestens) 3 Sprachen spricht.

Informationen zum Artikel

2.2.2012, 11:03 Uhr

Neue Direktorin fürs Historische Museum

Text

Text:

  • 17.07.2016 um 14:44
    Noch keinen Plan für heute? Wir empfehlen: «Maggie's Plan»

    Maggie möchte in Rebecca Millers neuem Film ihr Schicksal gerne selbst bestimmen. Das ist gar nicht mal so einfach – aber dafür äusserst unterhaltsam.

  • 12.07.2016 um 04:50
    Dieser Film ist eine Katastrophe

    Wer zwei Stunden Lebenszeit zu verschwenden hat, kann das im Kino tun: «Independence Day: Resurgence» bietet sich dafür an.

  • 08.07.2016 um 14:06
    Dieses Kunstwerk verrückt keiner mehr

    Die alte St. Jakobshalle wird von Grund auf saniert. Am Freitag war Grundsteinlegung – für einmal eine spezielle Angelegenheit, denn der Grundstein ist gleichzeitig ein Kunstwerk. Künstler Eric Hattan hat uns sein Projekt erklärt.

  • 08.07.2016 um 16:10
    Zum Artikel: Dieses Kunstwerk verrückt keiner mehr

    Sorry, da hat sich im Lead durch ein Missverständnis ein Fehler eingeschlichen. Im Text aber stimmts.

  • 04.07.2016 um 10:17
    Zum Artikel: Ritter, Hexer und Gaukler – das Mittelalter ist da!

    Ups, das war wohl keine Absicht mit den 200 Euro, sondern ein Vertipper – denke ich zumindet, da Antonia Brand den Preis als «vernünftig» beschreibt. Der Fehler ist nun korrigiert. Freundliche Grüsse, Karen N. Gerig

  • 20.06.2016 um 19:14
    Zum Artikel: Eine kleine Trendwende bei der Art Basel ist spürbar

    Lieber Herr Kurz, ich muss gestehen: Mir gefällt das Wort auch nicht. Aber mir fiel nix Passenderes ein, leider :) Schönen Abend, Karen N. Gerig

Aktuell

Andreas Schwald: Sissach, Metropole des Oberbaselbiets: Wer hier lebt, glaubt, es fehle ihm an wenig.

Wochenendlich 

Trip in die Baselbieter Heimat

Sissach, Durchfahrtsort für Reisende, die es durch den Hauenstein nach Süden zieht. Aber wieso nicht einfach mal aussteigen und die bebende Seele des Baselbieters von oben betrachten? Das geht nirgends besser als hier.Von Andreas Schwald. Weiterlesen