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Zoo Basel 

18.1.2012, 16:50 Uhr

Gigolo, der Superhengst

18.1.2012, 16:50 Uhr

Im Zolli zeichnet sich eine neue Paarbeziehung ab. Mit leidenschaftlichen Tanz umwirbt derzeit der junge Hengst Gigolo seine Lieblingsstute Yogala. Von

Der Somali-Wildesel macht seinem Namen alle Ehre.

Der Somali-Wildesel macht seinem Namen alle Ehre.(Bild: zVg)

Die Stute lässt den Werber ordentlich scharren.

Die Stute lässt den Werber ordentlich scharren.(Bild: zVg)

Was sich liebt, das necket sich.

Was sich liebt, das necket sich.(Bild: zVg)

Beim Werben zieht Wildesel Gigolo eine ziemliche Show ab.

Beim Werben zieht Wildesel Gigolo eine ziemliche Show ab.(Bild: zVg)

Bis zum Necking hat er sich schon vorgearbeitet.

Bis zum Necking hat er sich schon vorgearbeitet.(Bild: zVg)

Das Parkett ist von den Hufen der beiden schon ganz zertreten.

Das Parkett ist von den Hufen der beiden schon ganz zertreten.(Bild: zVg)

Yogala scheint dem Werben ihres Gigolos zu erliegen.

Yogala scheint dem Werben ihres Gigolos zu erliegen.(Bild: zVg)

Auch den Synchrontanz muss der Bräutigam beherrschen.

Auch den Synchrontanz muss der Bräutigam beherrschen.(Bild: zVg)

Nach dem Tanz ziehen die beiden erschöpft von dannen.

Nach dem Tanz ziehen die beiden erschöpft von dannen.(Bild: zVg)

Mit dem dreijährigen Somali-Wildeselhengst, der am 15. November aus dem südfranzösischen Montpellier nach Basel kam, um im Gehege der Wildeselinnen für Nachwuchs zu sorgen, scheint man eine gute Wahl getroffen zu haben. Der ungestüme Jüngling sei bei allen drei Wildesel-Damen sofort gut angekommen, schreibt der Zolli in seiner Medienmitteilung. Und wohl nicht zufällig erhielt er den Namen «Gigolo». Aber wie das halt so ist im Leben – ein Gigolo muss irgendwann entscheiden, mit welcher Dame er tanzen will. Auch wenn er ein Esel ist.

Gigolos Auserwählte heisst Yogala und ist elf Jahre älter als er. Mit ihr tanzt der junge Hengst derzeit derart so leidenschaftlich durch die Anlage, dass die Fachleute im Zolli von einem baldigen Zeugungserfolg ausgehen.

Offenbar haben die Richtigen zusammen gefunden. So berichtet der Zolli weiter: Das Verhalten der beiden Wildesel sei ungewöhnlich, bisher habe man so etwas nur bei Fohlen beobachtet. Dabei hatte Gigolo anfangs noch gezögert, ob er sich auf die schon etwas angejahrte, aber sehr «rossige» Eselin einlassen soll. Er habe sogar Reissaus genommen, als sie ihm zu aufdringlich wurde.

Bald hat die Tollerei ein Ende

Bis der junge Kerl nach einigem Hin und Her endlich merkte, um was für eine Superstute es sich bei Yogala handelt. Und nun ist er nicht mehr zu halten; vielleicht weiss er aber auch einfach, dass die Tollerei vorbei ist, sobald es bei Yogala eingeschlagen hat. Dann ist Schluss mit lustig, respektive «rossig». Auch wenn es noch eine ganze Weile dauert, bis der Nachwuchs da ist – die Tragzeit einer Stute beträgt 377 bis 389 Tage – Yogala wird ihn nicht mehr an sich ranlassen. Aber es hat ja noch zwei andere Stuten, die Gigolo beglücken kann.

Seit 1970 hält der Zolli Somali-Wildesel, die zu den seltensten Säugetieren gehören und vom Aussterben bedroht sind. Weltweit würden etwa 200 dieser Wildesel-Art in Zoos leben, schreibt der Zolli. In der Natur gebe es nur noch wenige hundert Tiere in Äthiopien, in Eritrea und eventuell noch in Somalia. Kriege, Konkurrenz mit den Nutztieren der Bevölkerung sowie die kargen Nahrungs- und Wasserreserven hätten den Bestand in den letzten Jahren extrem dezimiert.

 

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Reaktionen

Bisher wurden noch keine Beiträge von der Redaktion hervorgehoben.

  1. Brigitte Sahin

    am 18.01.2012, 21:17

    Mir ist das Paar letzte Woche aufgefallen: ausser wiederholtem einander in den Hals "Beissen" stellt sich die Dame - im offensichtlich besten Alter - jeweils vor ihren Verehrer hin und knallt ihm zack die Hinterbeine in den Brustkorb. Das "klöpft" jedes Mal laut und ich war erst sehr erschrocken, ob etwas gebrochen sei. Aber anscheinend hat sich der junge Herr (noch) nicht von der Volksseuche Osteoporose einnehmen lassen ;-)

  2. rejeanne

    am 19.01.2012, 07:37

    Es wird immer wieder über Sinn und Unsinn von Zoos berichtet, über das Dafür und Dawider im Sinne des Tierschutzes. Im Fall der Somali Wildesel hätte diese Art wohl keine Chance und es ist schön, dass wir hier in Basel einen kleinen Beitrag dafür leisten können, dass es diese interessanten und schönen Tiere auch in Zukunft noch gibt.

    Natürlich wäre es schöner, ihnen in freier Wildbahn das Überleben sichern zu können, aber das scheint fast aussichtslos zu sein. Durch die Klimaveränderung... mehrEs wird immer wieder über Sinn und Unsinn von Zoos berichtet, über das Dafür und Dawider im Sinne des Tierschutzes. Im Fall der Somali Wildesel hätte diese Art wohl keine Chance und es ist schön, dass wir hier in Basel einen kleinen Beitrag dafür leisten können, dass es diese interessanten und schönen Tiere auch in Zukunft noch gibt.

    Natürlich wäre es schöner, ihnen in freier Wildbahn das Überleben sichern zu können, aber das scheint fast aussichtslos zu sein. Durch die Klimaveränderung werden sich die Wetterextreme und Dürren in der Heimat der Wildesel wohl noch verstärken und der Druck durch die dort ansässigen Menschen noch erhöhen.

Informationen zum Artikel

18.1.2012, 16:50 Uhr

Gigolo, der Superhengst

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  • 09.08.2013 um 09:21
    Falsch
    Zum Artikel: Nur nackt sind die Drämmli grün

    @dome2808: Leider ist der betreffende Tagi-Artikel, in dem berichtet wird, dass der Zürcher Stadtrat die dreijährige Versuchsphase mit den Werbetrams bewilligt hat, nicht online. Sonst hätte ich ihn selbstverständlich verlinkt. Als Zürcherin kann ich I...

  • 13.07.2013 um 10:22
    Happyend
    Zum Artikel: «Ich möchte die ganze Schweiz umarmen»

    @eldorado: Sie haben Recht, diese Information fehlt. Man möge mir verzeihen, ich liefere sie hiermit gerne nach: Gemäss Hakim Lahbati reichte seine Frau die Scheidung ein, als er so krank war. Die Situation, die Ungewissheit über die Zukunft, sei für s...

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