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Nationalbank-Affäre 

10.1.2012, 17:18 Uhr

All die Lügen

10.1.2012, 17:18 Uhr

Es ist keine Neuigkeit, dass uns Politiker und Wirtschaftsführer anlügen. Neu ist, dass sie sich dabei keine Mühe mehr geben. Ein Kommentar von

Roger Schawinski im Talk mit Roger Köppel.

Roger Schawinski im Talk mit Roger Köppel.(Bild: Screenshot SF)

Philipp Loser Philipp Loser

Es sah apart aus, wie Roger Köppel, Chefredaktor der «Weltwoche», in seinem Skipullunder entspannt in einer Art Chalet sass und folgenden Satz in die Kamera sprach: «Wir haben verschiedene, voneinander unabhängige Quellen.» In der ersten Woche des Jahres war das, Köppel war in den Ferien irgendwo in den schönen Schweizer Alpen und seine Zeitung hatte eben den Präsidenten der Nationalbank zum Abschuss freigegeben. Der «geschniegelte Gauner» habe direkt und selber den Auftrag zur Dollartransaktion gegeben, verraten habe ihn nicht ein IT-Mitarbeiter alleine, sondern auch sein Kundenberater.

So stand es in der «Weltwoche» und so war es falsch. Urs Paul Engeler, frisch gewählter Journalist des Jahres, und Autor der grossen Geschichte, gab im Nachhinein zu, sich auf das Wort des Anwalts Hermann Lei verlassen zu haben. Einen direkten Kontakt zwischen dem Datendieb und der «Weltwoche» gab es nicht (nachzulesen in der NZZ, Aargauer Zeitung und in der BaZ).

In der zweiten Januarwoche sass Roger Köppel in der Talkshow von Roger Schawinski und schaute seinem früheren Ich im Ski-Chalet dabei zu, wie es von «mehreren unabhängigen Quellen» sprach und dabei süffisant lächelte. Darauf angesprochen antwortete Köppel nicht und sagte stattdessen zum etwa dreissigsten Mal, dass es die «Weltwoche» gewesen sei, die die grosse Enthüllung … und so weiter (siehe dazu unsere kurze Video-Zusammenfassung unten).

Als der seltsam hilflos wirkende Schawinski dazwischen ging und die Rolle von Christoph Blocher bei der Entstehung der Geschichte in der «Weltwoche» ansprach und darauf hinwies, dass Urs Paul Engeler selber zugegeben hatte, mit Blocher in Kontakt gewesen zu sein (wie gesagt, in der NZZ, Aargauer Zeitung und in der BaZ) da sagte Köppel: «Das hat er sicher nicht gesagt.»

In der selben Sendung wurde auch Blocher selber eingespielt, jener Blocher, der zuerst gar nichts wusste (das war am Montag), dann «keine Dokumente» besass (am Donnerstag) und dann plötzlich keine «Originaldokumente» mehr (am Freitag). Seine Aussage zu den fehlenden Dokumenten wurde gegengeschnitten mit einem Ausschnitt aus der «Arena», in der Eveline Widmer-Schlumpf genau das Gegenteil sagte (und zwar nicht als einzige; Bundesratssprecher André Simonazzi hatte schon früher bestätigt, dass Blocher dem Bundesrat Dokumente übergeben hatte).

Es war der gleiche Blocher, der die Öffentlichkeit ein Jahr lang über das Engagement seiner Familie in der BaZ täuschte.

Ja, Philipp Hildebrands Devisenhandel war nicht schlau; ja, er hat moralisch falsch gehandelt; ja, das bankinterne Reglement hätte sofort an die Öffentlichkeit gehört und ja, dieses Reglement war viel zu large. Stimmt ja alles.

Und dennoch: Müssen wir uns alle so frech und offensichtlich ins Gesicht lügen lassen? Stört das denn niemanden?

Es ist ja beileibe nicht so, dass die Geschichte der Politik frei von Lüge wäre. Neu ist aber, dass man anscheinend akzeptieren muss, dass es die Lügner einen Dreck kümmert, wenn sie der Unwahrheit überführt werden. Das offenbart eine Geringschätzung der Bevölkerung, die schaudern lässt.

 

Martin Schaffner hat den Schawinski-Talk für die TagesWoche auf seine Essenz reduziert (Direktlink auf Youtube). Siehe dazu auch Vorbilder 1 und 2.

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Weltwoche, Christoph Blocher, Kommentar

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Reaktionen

  1. Malaika

    am 10.01.2012, 17:45

    Der Artikel trifft meine Empfindungen genau. Aber, was kann man als "einfache" Bürgerin tun? Keinen Blocher bzw. andere SVP-Strategen wählen? Sowieso noch nie SVP gewählt. Keine Weltwoche kaufen? Seit Köppel keine Abonnentin mehr. Also wie kann man seiner Empörung überhaupt eingiermassen wirksamen Raum geben?

  2. rejeanne

    am 10.01.2012, 17:57

    Jetzt müssen die Fakten auf den Tisch kommen und zwar nicht nur jene, die die Transaktionen und den Emailverkehr der Hildebrands betreffen. Sondern nun geht es darum, zu recherchieren, wie es denn wirklich zu dieser Affäre kommen konnte. Welche Rolle Blocher und Co gespielt haben. Wie es mit deren Aussagen und Interessen steht. Und daraus für sich selber die Konsequenzen zu ziehen. Die nächsten Wahlen kommen bestimmt, wir haben es in unserer Hand, ob wir solchen Kräften weiterhin die Macht... ... mehrJetzt müssen die Fakten auf den Tisch kommen und zwar nicht nur jene, die die Transaktionen und den Emailverkehr der Hildebrands betreffen. Sondern nun geht es darum, zu recherchieren, wie es denn wirklich zu dieser Affäre kommen konnte. Welche Rolle Blocher und Co gespielt haben. Wie es mit deren Aussagen und Interessen steht. Und daraus für sich selber die Konsequenzen zu ziehen. Die nächsten Wahlen kommen bestimmt, wir haben es in unserer Hand, ob wir solchen Kräften weiterhin die Macht geben, die sie jetzt haben oder ob wir uns endlich wieder auf Konsens und Demokratie zurückbesinnen.

  3. Inaktiver Nutzer

    am 10.01.2012, 17:58

    Verwaltungen und Redaktionen rauchen die Köpfe! Wie kann man die gefallene Lichtgestalt noch retten, ohne das eigene scheinheilige Gesicht zu verlieren? Die Lösung: nur noch über Ch. Blocher und H. Lei berichten, möglichst negativ wie bisher.
    Bringt zwar nichts, aber beruhigt das eigene schlechte Gewissen doch ungemein.

  4. Paul Gass

    am 10.01.2012, 22:28

    Genau wegen solchen Artikeln habe ich die Tageswoche abonniert. Bravo, Herr Loser, weiter so!

  5. Thomas Lüthi

    am 10.01.2012, 22:30

    Alles dreht sich um Blocher und Köppel. Nun noch etwas Schawinski. Hei ist das ein Fressen. Hat sich mal jemand etwas intensiver mit den Dokumenten von Hildebrand zu seinen Börsengeschäften befasst? Der Mann wollte sein Portefeuille keinem unabhängigen Vermögensverwalter anvertrauen. Warum wohl? Und warum war es für ihn ok, dass seine Frau über sein Konto mit Devisen spekulierte? Und warum war der Kontoauszug von PriceWaterhouse mit lauter schwarzen Balken übersäht? Die Antwot ist einfach:... ... mehrAlles dreht sich um Blocher und Köppel. Nun noch etwas Schawinski. Hei ist das ein Fressen. Hat sich mal jemand etwas intensiver mit den Dokumenten von Hildebrand zu seinen Börsengeschäften befasst? Der Mann wollte sein Portefeuille keinem unabhängigen Vermögensverwalter anvertrauen. Warum wohl? Und warum war es für ihn ok, dass seine Frau über sein Konto mit Devisen spekulierte? Und warum war der Kontoauszug von PriceWaterhouse mit lauter schwarzen Balken übersäht? Die Antwot ist einfach: Hildebrand ist ein Börsenspekulant. Wie Zehntausende in diesem Land. Das ist nichts Verwerfliches. Überhaupt nicht. Nur darf ein Spekulant nicht gleichzeitig oberster Währungshüter dieses Landes sein. Leuchtet das nicht ein? Warum beschäftigt sich kaum jemand mit dieser Frage?

  6. AutorIn des Artikels

    Philipp Loser

    am 10.01.2012, 22:36

    Lieber Thomas, natürlich muss man sich mit den Fragen rund um Herrn Hildebrand beschäftigen. In der Berichterstattung der vergangenen Tage haben wir das auch ausführlich getan. Auch in meinem Kommentar habe ich einen Absatz zu Herrn Hildebrand. Nur, und das ist der Punkt, ist das eben nicht alles. Wenn jemand so offensichtlich lügt, wie das Blocher und Köppel getan haben, gehört das meiner Meinung nach genau so thematisiert wie die Verfehlungen von Philipp Hildebrand.
    Liebe Grüsse,
    Philipp... mehrLieber Thomas, natürlich muss man sich mit den Fragen rund um Herrn Hildebrand beschäftigen. In der Berichterstattung der vergangenen Tage haben wir das auch ausführlich getan. Auch in meinem Kommentar habe ich einen Absatz zu Herrn Hildebrand. Nur, und das ist der Punkt, ist das eben nicht alles. Wenn jemand so offensichtlich lügt, wie das Blocher und Köppel getan haben, gehört das meiner Meinung nach genau so thematisiert wie die Verfehlungen von Philipp Hildebrand.
    Liebe Grüsse,
    Philipp

  7. jacques thurneysen

    am 11.01.2012, 10:38

    Dass auch unsere sogenannte Elite sehr korupt ist, ist keine Neuigkeit. Mich würde aber interessieren warum sich die Schakale an die Gurgel gehen.

  8. W Zumbrunn

    am 11.01.2012, 12:26

    Alle Beiträge von heute zum Artikel von Herrn Loser, inklusive weite Teile des Artikels selbst, sind seit der Veröffentlichung der neuesten Hildebrand-Dokumente Schnee von gestern. Ich bin gespannt, wie lange es noch dauern wird, bis die Redaktion der Tageswoche auf diese Veröffentlichungen reagieren wird. Die Konkurrenz von der BaZ ist der Tageswoche jedenfalls weit voraus.

  9. AutorIn des Artikels

    Philipp Loser

    am 11.01.2012, 12:29

    Lieber Herr Zumbrunn, die von Ihnen erwähnten Dokumente sind nicht neu – sondern bereits seit Montag auf der Internetseite der SNB erhältlich. Unser Mitarbeiter Niklaus Ramseyer hat diese Mails in seine Berichterstattung vom Montag eingebaut www.tageswoche.ch/de/2012_01/schweiz/273001/Das-Finale-im-Bundeshaus.htm

    Herzliche Grüsse,
    Philipp Loser

  10. W Zumbrunn

    am 11.01.2012, 16:17

    Lieber Herr Loser,
    vor zwei Stunden bestätigte nun auch die Tageswoche, dass die Bundespräsidentin die entscheidende E-Mail im Fall Hildebrand schon vor der Sendung "Arena" am Freitagabend gekannt hatte. Trotzdem verteidigte sie Herrn Hildebrand in dieser Sendung durch alle Böden hindurch.
    Es wäre deshalb an der Zeit, sehr geehrter Herr Loser, dass Sie Ihren Artikel "All die Lügen" nun ergänzen.
    Herzliche Grüsse
    W. Zumbrunn

  11. AutorIn des Artikels

    Philipp Loser

    am 11.01.2012, 16:27

    Lieber Herr Zumbrunn, Eveline Widmer-Schlumpf hatte heute in der Tat keinen guten Auftritt. Der Unterschied zu den oben genannten Lügen ist meiner Meinung nach aber folgender: Sie hat an der Pressekonferenz eingeräumt, vom Mail gewusst zu haben und danach argumentiert, sie habe zuerst den Bundesrat informieren wollen, bevor sie eine neue Haltung des Kollegiums kommunizierte. Man kann das gutheissen oder ablehnen – im Gegensatz zu Blocher oder Köppel nimmt Widmer-Schlumpf aber Stellung zu... ... mehrLieber Herr Zumbrunn, Eveline Widmer-Schlumpf hatte heute in der Tat keinen guten Auftritt. Der Unterschied zu den oben genannten Lügen ist meiner Meinung nach aber folgender: Sie hat an der Pressekonferenz eingeräumt, vom Mail gewusst zu haben und danach argumentiert, sie habe zuerst den Bundesrat informieren wollen, bevor sie eine neue Haltung des Kollegiums kommunizierte. Man kann das gutheissen oder ablehnen – im Gegensatz zu Blocher oder Köppel nimmt Widmer-Schlumpf aber Stellung zu ihren früheren Aussagen und gibt die entstandenen Widersprüche zu.

  12. Heinz Müller1

    am 11.01.2012, 16:53

    Es herrscht Übereinstimmung, dass Herr Hildebrand juristisch unschuldig ist. Er wird vielleicht mit Recht auf moralischer Ebene kritisiert. Ob Herr Blocher und seine journalistische Kampftruppe in der Weltwoche und der Basler Zeitung legitimiert sind moralische Urteile zu fällen, kann in Anbetracht all der Lügen und selektiven Wahrnehmungen bezweifelt werden. Vor einiger Zeit wurde in der Weltwoche die fachliche Qualifikation Herr Hildebrands bestritten. Seine Doktorarbeit wurde als... ... mehrEs herrscht Übereinstimmung, dass Herr Hildebrand juristisch unschuldig ist. Er wird vielleicht mit Recht auf moralischer Ebene kritisiert. Ob Herr Blocher und seine journalistische Kampftruppe in der Weltwoche und der Basler Zeitung legitimiert sind moralische Urteile zu fällen, kann in Anbetracht all der Lügen und selektiven Wahrnehmungen bezweifelt werden. Vor einiger Zeit wurde in der Weltwoche die fachliche Qualifikation Herr Hildebrands bestritten. Seine Doktorarbeit wurde als unbedeutend taxiert. Dies ist ein weiterer Hinweis, dass es bei der Hildebrand-Kampagne um ganz Anderes geht als um die 70'000.-Fr Währungsgewinn.

  13. Jürg Schmid

    am 11.01.2012, 18:07

    Bundespräsidentin Widmer-Schlumpf bekam das fragliche Mail 15 Minuten vor der Arena-Sendung zu sehen. Sie sollte dort den Standpunkt des Bundesrates vertreten. Sie wäre bescheuert gewesen nun plötzlich ohneRücksprache eine Kehrwendung zu machen. Nur wer ihr Übles will versucht, ihr daraus einen Strick zu drehen. Hätte sie es getan würden ihre Gegner ihr jetzt vorwerfen eigentmächtig gehandelt zu haben.

  14. Paul Müller

    am 11.01.2012, 21:07

    Schon lange war ich nicht mehr so nachdenklich wie nach diesem Artikel. Und dem Video. Heiligt der Zweck diese Mittel? Wer hat den Informatiker verheizt, der die Dokumente rausbrachte? Wieviel darf man lügen, um einen fehlerhaften Feind abzuschiessen? Hildebrand ist gegangen, von den Lügner habe ich zu ihren Lügen wie im Video nur Pause gehört.

  1. Malaika

    am 10.01.2012, 17:45

    Der Artikel trifft meine Empfindungen genau. Aber, was kann man als "einfache" Bürgerin tun? Keinen Blocher bzw. andere SVP-Strategen wählen? Sowieso noch nie SVP gewählt. Keine Weltwoche kaufen? Seit Köppel keine Abonnentin mehr. Also wie kann man seiner Empörung überhaupt eingiermassen wirksamen Raum geben?

  2. stoepsomat

    am 10.01.2012, 17:52

    Es ist schon unglaublich was sich der Herr Blocher, seine Schergen und sein inoffizielles Organ - die Weltwoche - alles leisten können! Ehrlich gesagt, mich packt die Angst! Ausgerechnet die Partei, die sich als die Schweizerischste aller Parteien ausgibt, zerstört die Grundwerte der Schweiz und des schweizerischen Rechtsstaates. Die Missachtung der Unschuldsvermutung - bis zum Gegenbeweis - ist da noch das kleinste Übel! Ich hoffe inständig, dass nun auch die letzten Wähler erkennen, was... mehrEs ist schon unglaublich was sich der Herr Blocher, seine Schergen und sein inoffizielles Organ - die Weltwoche - alles leisten können! Ehrlich gesagt, mich packt die Angst! Ausgerechnet die Partei, die sich als die Schweizerischste aller Parteien ausgibt, zerstört die Grundwerte der Schweiz und des schweizerischen Rechtsstaates. Die Missachtung der Unschuldsvermutung - bis zum Gegenbeweis - ist da noch das kleinste Übel! Ich hoffe inständig, dass nun auch die letzten Wähler erkennen, was wirklich hinter der SVP steckt. Nichts hat der Schweiz, den Schweizer Bürgern und dem Ansehen der Schweiz im Ausland in den letzten Jahre so nachhaltig geschadet, wie die Handlungen dieses Clubs der reichen Machtmenschen! Schweizer, wacht endlich auf!

  3. rejeanne

    am 10.01.2012, 17:57

    Jetzt müssen die Fakten auf den Tisch kommen und zwar nicht nur jene, die die Transaktionen und den Emailverkehr der Hildebrands betreffen. Sondern nun geht es darum, zu recherchieren, wie es denn wirklich zu dieser Affäre kommen konnte. Welche Rolle Blocher und Co gespielt haben. Wie es mit deren Aussagen und Interessen steht. Und daraus für sich selber die Konsequenzen zu ziehen. Die nächsten Wahlen kommen bestimmt, wir haben es in unserer Hand, ob wir solchen Kräften weiterhin die Macht... mehrJetzt müssen die Fakten auf den Tisch kommen und zwar nicht nur jene, die die Transaktionen und den Emailverkehr der Hildebrands betreffen. Sondern nun geht es darum, zu recherchieren, wie es denn wirklich zu dieser Affäre kommen konnte. Welche Rolle Blocher und Co gespielt haben. Wie es mit deren Aussagen und Interessen steht. Und daraus für sich selber die Konsequenzen zu ziehen. Die nächsten Wahlen kommen bestimmt, wir haben es in unserer Hand, ob wir solchen Kräften weiterhin die Macht geben, die sie jetzt haben oder ob wir uns endlich wieder auf Konsens und Demokratie zurückbesinnen.

  4. Inaktiver Nutzer

    am 10.01.2012, 17:58

    Verwaltungen und Redaktionen rauchen die Köpfe! Wie kann man die gefallene Lichtgestalt noch retten, ohne das eigene scheinheilige Gesicht zu verlieren? Die Lösung: nur noch über Ch. Blocher und H. Lei berichten, möglichst negativ wie bisher.
    Bringt zwar nichts, aber beruhigt das eigene schlechte Gewissen doch ungemein.

  5. Adil Koller

    am 10.01.2012, 17:58

    Hildebrand muss gehen, weil er seine Unschuld nicht beweisen kann. Blocher erzählt nachweislich Chabis und bleibt in allen Ämtern. Da stimmt doch etwas nicht ganz!

  6. rejeanne

    am 10.01.2012, 17:59

    Gibt es eigentlich die Möglichkeit, dass das Volk jemanden anklagt, weil er offensichtlich gegen die Interessen des Landes verstossen hat?

  7. Willy Dingeldein

    am 10.01.2012, 18:06

    Doch Herr Loser das stört mich sogar ganz gewaltig! Ich denke, dass ich (hoffentlich) nicht der Einzige bin. Für Dr. B. und seine gesamte Entourage ist kein Mittel zu schade, um "Erfolg" zu haben. Wenn sich alle die "Mannen und Frouen", welche das "Volk" bilden das immer wieder gefallen lassen wollen, dann ist es ihre Sache. Für mich sind diese "Herren" ab sofort "gestorben". Mein Abo bei der BaZ auch! Die WW war und ist schon gar kein Thema! Was sich diese Leute erlauben ist, gelinde... mehrDoch Herr Loser das stört mich sogar ganz gewaltig! Ich denke, dass ich (hoffentlich) nicht der Einzige bin. Für Dr. B. und seine gesamte Entourage ist kein Mittel zu schade, um "Erfolg" zu haben. Wenn sich alle die "Mannen und Frouen", welche das "Volk" bilden das immer wieder gefallen lassen wollen, dann ist es ihre Sache. Für mich sind diese "Herren" ab sofort "gestorben". Mein Abo bei der BaZ auch! Die WW war und ist schon gar kein Thema! Was sich diese Leute erlauben ist, gelinde gesagt, eine bodenlose Frechheit (Punkt)

  8. Markus Diem

    am 10.01.2012, 18:09

    Es ist zu hoffen, dass einmal ein Hacker den Email-Verkehr der Herren Köppel und Blocher knackt, es würden uns wahrscheinlich die Haare zu Berge stehen, was da alles zum Vorschein käme. Eigentlich stehen wir vor einem Paradox. Das Internet vergisst nichts und jeder Satz, der geschrieben wird, jede Handlung die dokumentiert wird ist nicht mehr löschbar, während das menschliche Hirn vergessen kann und paradoxerweise die Menschen das Web für vergesslicher oder unverbindlicher halten als das... mehrEs ist zu hoffen, dass einmal ein Hacker den Email-Verkehr der Herren Köppel und Blocher knackt, es würden uns wahrscheinlich die Haare zu Berge stehen, was da alles zum Vorschein käme. Eigentlich stehen wir vor einem Paradox. Das Internet vergisst nichts und jeder Satz, der geschrieben wird, jede Handlung die dokumentiert wird ist nicht mehr löschbar, während das menschliche Hirn vergessen kann und paradoxerweise die Menschen das Web für vergesslicher oder unverbindlicher halten als das menschliche Hirn. Es werden deshalb wohl noch viele anrüchige Machenschaften an den Tag kommen, gerade auch von denen, die jetzt grad am Lügen sind, es sei dem Lügen wird zum Standard.

  9. Werner A Sutter

    am 10.01.2012, 18:17

    "Gut gebrüllt, Löwe" möchte man sagen. Uebrigens: wem gehört die Weltwoche denn nun wirklich ? Gibt's da vielleicht auch wieder Töchter, die ohne Wissen ihrer Väter Mehrheiten halten, wie bei der BaZ .... ?!
    Aber fragen bringt ja auch hier wohl nichts, es kommen doch wieder Lügen zurück ...

  10. Borislav

    am 10.01.2012, 18:20

    ....dann wird sie geglaubt. Das immerwährende Wiederholen von Herrn Köppel hat offensichtlich System. Der Auftritt bei Schawinski war von der Taktik geprägt, sein Gegenüber möglichst nicht reden zu lassen und immer dasselbe zu wiederholen. Ich habe die Hoffnung immer noch nicht aufgegeben, dass dies die Mehrheit durchschaut und bei Herrn Blocher insbesondere den Schaden und auch die Beschaffung im Fokus stehen. Und... “Man ging sehr korrekt von der Annahme aus, dass in der größten Lüge immer... mehr....dann wird sie geglaubt. Das immerwährende Wiederholen von Herrn Köppel hat offensichtlich System. Der Auftritt bei Schawinski war von der Taktik geprägt, sein Gegenüber möglichst nicht reden zu lassen und immer dasselbe zu wiederholen. Ich habe die Hoffnung immer noch nicht aufgegeben, dass dies die Mehrheit durchschaut und bei Herrn Blocher insbesondere den Schaden und auch die Beschaffung im Fokus stehen. Und... “Man ging sehr korrekt von der Annahme aus, dass in der größten Lüge immer ein Körnchen Wahrheit vorhanden wäre, denn die große Masse der Leute fällt eher auf eine große Lüge herein als auf eine kleine." - wen ich da zitiert habe, behalte ich besser für mich :/ Und entschuldige mich artig für die Zitate zweier widerwärtigen Figuren.

Informationen zum Artikel

10.1.2012, 17:18 Uhr

All die Lügen

Text

Text:

  • 20.08.2013 um 12:04
    Zu schön
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  • 19.08.2013 um 21:08
    Vorurteile
    Zum Artikel: Im Reservat der Lokalchauvinisten

    Sehr geehrte Damen und Herren des Club de Bâle, Ich kann mich nur wiederholen: Es ist Ihr gutes Recht, einen exklusiven Club zu gründen. Sie dürfen auch gerne Spässe über meinen Nachnamen machen – da wären Sie nicht die Ersten. Wo ich hingegen Mühe hab...

  • 12.08.2013 um 22:10
    Wägen, wägen
    Zum Artikel: Die BVB schaffen Raum für Spekulationen

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