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Di, 21.05.2013

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Rotblaulive.ch: Alles zur Saison des FC Basel: Berichte, Tabellen, Tweets, Videos, Statistiken und Spielszenenanalyse.

Fussball, FC Basel 

5.1.2012, 12:35 Uhr

Der HSV will Xhaka spätestens im Sommer

5.1.2012, 12:35 Uhr (aktualisiert: 16:23)

Dank neuem Investorengeld will sich der Hamburger SV Granit Xhaka leisten. Spätestens im Sommer, so HSV-Sportdirektor Frank Arnesen, soll der 19-Jährige in die Hansestadt wechseln. Die Hamburger sind allerdings nicht alleinige Interessenten. Von Christoph Kieslich

Wiedersehen in Hamburg? Thorsten Fink und Granit Xhaka im September 2011 beim Training des FC Basel.

Wiedersehen in Hamburg? Thorsten Fink und Granit Xhaka im September 2011 beim Training des FC Basel.(Bild: Keystone)

Der Hamburger SV ist wild entschlossen, Granit Xhaka dem FC Basel abzukaufen.

Der Hamburger SV ist wild entschlossen, Granit Xhaka dem FC Basel abzukaufen.(Bild: Freshfocus)

Die Xhaka-Brüder im Trikot des FCB: Links Taulant, rechts Granit am 17. September 2011 im Cupspiel in Eschenbach.

Die Xhaka-Brüder im Trikot des FCB: Links Taulant, rechts Granit am 17. September 2011 im Cupspiel in Eschenbach.(Bild: Keystone)

Ehrung an der Seite der Kollegen Yann Sommer und Fabian Frei mit der U21-Nationalmannschaft als Team des Jahres: Granit Xhaka (hinten, Mitte).

Ehrung an der Seite der Kollegen Yann Sommer und Fabian Frei mit der U21-Nationalmannschaft als Team des Jahres: Granit Xhaka (hinten, Mitte).(Bild: Reuters)

20 Grad und Sonnenschein herrschen im Marbella Football Center, wo der HSV sein Wintertrainingslager aufgeschlagen hat – und wo von nächsten Montag an auch der FC Basel gastieren wird. Dann könnte man an der spanischen Küste gleich einen Austausch vornehmen: Granit Xhaka gegen ein ordentliche Ablöse. Am Donnerstag bestätigte HSV-Sportdirektor Frank Arnesen, dass die Hamburger dem FC Basel ein konkretes Angebot unterbreitet haben. Von sieben Millionen Euro – rund 8,5 Millionen Franken – ist die Rede.

Allerdings lassen die Hamburger bereits durchblicken, dass es mit einem Wechsel noch in dieser Wintertransferperiode wohl nichts werden wird. Daran hat auch der FC Basel, der im Februar/März vor den Achtelfinals in der Champions Leage gegen Bayern München steht, kein Interesse. Die Fühler zum FC Basel ausgestreckt haben die Hamburger bereits vor einigen Wochen, die konkrete Offerte wurde nun in den letzten Tagen noch einmal bestätigt, aber den FCB lässt sie kalt. «Wir haben dem HSV mitgeteilt, dass sein Angebot nicht interessant sei», sagt FCB-Vizepräsident Bernhard Heusler, «wir sehen keine Basis für Gespräche.»

Mindestens zehn Millionen

Was bedeutet: Der FCB will für sein Mittelfeldjuwel, das mit einem Vertrag bis 2015 ausgestattet ist, mehr Geld sehen. In Hamburg geht man aber dennoch davon aus, dass spätestens auf die neue Saison hin Nägel mit Köpfen gemacht werden. Heusler betont aber: «Es gibt nicht zwei unterschiedliche Preisschilder für den Spieler, eines für den Winter und eines für den Sommer.» Man darf davon ausgehen, dass der FCB mindestens zehn Millionen Franken verlangt.

«Ich habe zwar noch nicht mit Granit Xhaka gesprochen, aber mit seinem Berater», schildert Arnesen den Verhandlungsstand. Seit seiner Zeit beim FC Chelsea hat Arnesen Granit Xhaka im Auge, der spätestens mit dem Gewinn der U17-Weltmeisterschaft vor zwei Jahren auf den internationalen Radar geriet. Beim FC Basel ist Granit Xhaka unter Trainer Thorsten Fink in die erste Mannschaft gekommen und Nationalspieler geworden. Und seit Fink im Oktober zum HSV entschwand, hat er mehrfach betont, dass er von Xhaka sehr viel hält.

Finks Versprechen

Eigentlich hatte Fink auch mehrfach unterstrichen, dass er nicht vorhabe, an Spieler des FC Basel heranzutreten. Das spielte jedoch offenbar schon ein paar Wochen später keine grosse Rolle mehr. «Wenn ich nach ihm gefragt werde, kann ich ja schlecht sagen, dass ich ihn nicht für einen guten Spieler halte», schrieb Thorsten Fink unlängst in einem Gastkommentar für die TagesWoche. Zwischen Heusler und Fink gab es beim Abschied jedenfalls keinen Gentlemen-Handschlag: «Ich habe seine Aussage zur Kenntnis genommen, aber man kennt ja das Geschäft.»

Und dieses Geschäft ist so, dass bis zum 31. Januar und dem Ende dieser Transferperiode noch viel passieren kann. Denn der HSV ist keineswegs der einzige ausländische Club, der wegen Xhaka auf der Pirsch ist. In englischen Medien werden Manchester United, Bayern München und die AC Milan genannt. Der FCB kommentiert die Namen der Clubs nicht, bestätigt aber, dass es neben dem HSV auch noch andere Interessenten gibt.

Die Frage, die sich beim HSV stellt und die Fink auch in der TagesWoche aufgeworfen hatte: Woher soll der HSV das Geld für Xhaka nehmen? «Die neun Millionen Euro, oder was immer er kosten soll, haben wir nicht», so Fink. Das könnte sich allerdings schlagartig ändern, nachdem beim HSV ein altes Investorenmodell mit neuem Leben erfüllt wird. Klaus-Michael Kühne, ein in der Schweiz domizilierter deutscher Unternehmer, der seine Milliarden in der Logistikbranche gemacht hat, scheint bereit zu sein, in seine Fussballliebe HSV weiteres Geld zu stecken. Im November traf er sich auch mit Thorsten Fink zu einem Gespräch.

Angebot für Alex Frei

In Basel bemerkt Heusler ganz allgemein, dass sich die Qualifikation für die Achtelfinals der Champions League auch auf das Verhalten der abwerbenden Clubs ausgewirkt hat. Dem FCB wird mit einem gewissen Respekt begegnet. Und die ausländischen Vereine wissen, dass FCB-Profis nur mit wirklich ernsthaften Offerten zu locken sind: «Es kommen kaum mehr Anfragen aufs Geratewohl.»

Trotzdem sind die Basler weiterhin gefragt. Vor allem über Agenten, die mit einer Vollmacht eines Clubs ausgestattet sind, erreichen den FCB immer wieder Interessensbekundungen. Zuletzt etwa wurde aus England für Alex Frei wieder eine Anfrage deponiert, auch für Fabian Frei gab es Interessenten. «Eigentlich gibt es nicht einen einzigen Spieler in unserem Kader, für den wir nicht eine Anfrage bekommen haben», sagt Heusler, «aber in neunzig Prozent der Fälle verpuffen diese Dinge ins Nichts.»

  1. Fink - Heusler, Gabs eine Vereinbarung?

    von Karl Linder am 5.01.2012 um 13:21Uhr

    Vorab: Ich gönne es einem jungen Spieler wie Xhaka, sich bei einem grossen Verein zu entwickeln im Ausland. Aber: Hat es eine Vereinbarung gegeben, wonach Thorsten Fink keine Spieler vom FCB zum HSV lotsen soll oder nicht? Wenn es eine solche gegeben haben soll, dann finde ich ein solches Gebaren unmoralisch von Seiten von Fink, Business hin oder her.
    Direktlink zum Kommentar

  2. TagesWoche Redaktion

    Keine Vereinbarung

    von Florian Raz am 5.01.2012 um 14:17Uhr

    Nein, es hat keine Vereinbarung gegeben. Die wäre auch ziemlich schwierig durchzusetzen. Wie sollte Fink dem HSV-Sportchef Arnesen erklären, warum der HSV Xhaka nicht verpflichten darf?
    Direktlink zum Kommentar

  3. Finks leere Worte

    von Noma Ambühl am 5.01.2012 um 15:43Uhr

    Auch wenn nichts vereibart wurde. Herr Fink, "wollte sich nie beim FCB bedienen". Ich finde bei solchen Aussagen ist vorsicht geboten. Dann sagt man(n) besser nichts. Wie leider in den Schlagzeilen der letzten Woche spürbar wurde, hat Fussball nichts mehr mir Sport(lichkeit) zu tun. Sondern meistens mit leeren Worten und viel heisser Luft um nichts...Schade, Herr Fink schiesst sich gerade selbst ein Eigentor und das bei den Basler Fans, bei welchen er bei weitem nicht unbeliebt war.
    Direktlink zum Kommentar

  1. Fink - Heusler, Gabs eine Vereinbarung?

    von Karl Linder um 5.01.2012 um 13:21Uhr

    Vorab: Ich gönne es einem jungen Spieler wie Xhaka, sich bei einem grossen Verein zu entwickeln im Ausland. Aber: Hat es eine Vereinbarung gegeben, wonach Thorsten Fink keine Spieler vom FCB zum HSV lotsen soll oder nicht? Wenn es eine solche gegeben haben soll, dann finde ich ein solches Gebaren unmoralisch von Seiten von Fink, Business hin oder her.
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  2. TagesWoche Redaktion

    Keine Vereinbarung

    von Florian Raz um 5.01.2012 um 14:17Uhr

    Nein, es hat keine Vereinbarung gegeben. Die wäre auch ziemlich schwierig durchzusetzen. Wie sollte Fink dem HSV-Sportchef Arnesen erklären, warum der HSV Xhaka nicht verpflichten darf?
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  3. Finks leere Worte

    von Noma Ambühl um 5.01.2012 um 15:43Uhr

    Auch wenn nichts vereibart wurde. Herr Fink, "wollte sich nie beim FCB bedienen". Ich finde bei solchen Aussagen ist vorsicht geboten. Dann sagt man(n) besser nichts. Wie leider in den Schlagzeilen der letzten Woche spürbar wurde, hat Fussball nichts mehr mir Sport(lichkeit) zu tun. Sondern meistens mit leeren Worten und viel heisser Luft um nichts...Schade, Herr Fink schiesst sich gerade selbst ein Eigentor und das bei den Basler Fans, bei welchen er bei weitem nicht unbeliebt war.
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  4. Xhaka zu ManU?

    von Karl Linder um 6.01.2012 um 15:29Uhr

    Wie schätzt ihr von der Redaktion das Gerücht ein, ManU hätte für Xhaka bei Basel ein Angebot eingegeben?
    unter: liveticker.11freunde.de/
    +++Freitag, 06. Januar, 11:05 Uhr+++
    Gerüchte der Bild-»Zeitung« werden wir dagegen auch zukünftig unkritisch verbreiten. Diese berichtet, dass Manchester United ebenso wie der HSV ein Angebot für Basels Mittelfeldspieler Granit Xhaka abgegen hat. Und bei »Bild« »weiß« man noch viel mehr: »Und vielleicht zieht sogar ManU im Duell mit dem HSV den Kürzeren. Intern glauben die Engländer, dass die besondere Beziehung von Fink zu seinem »Lieblingsspieler« den Ausschlag geben könnte.«

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Informationen zum Artikel

5.1.2012, 12:35 Uhr

Der HSV will Xhaka spätestens im Sommer

Text

Text:

  • 20.05.2013 um 07:05
    Der vergessene Cup-Sieg

    Cup, Cupfinal, Cupsieg – der Pfingstmontag naht, wenn der Rekord-Titelhalter GC und der elfmalige Cupgewinner FC Basel aufeinandertreffen. 100 Jahre nachdem der FCB seinen ersten Cup gewonnen hat, ein Erfolg den heute niemand mehr auf der Rechnung hat.

  • 20.05.2013 um 07:00
    Es ist Erntezeit

    Der Cupfinal vom Pfingstmontag (16.00 Uhr) ist der Auftakt der Woche der Entscheidung für den FC Basel und die Grasshoppers: Die beiden dominierenden Mannschaften dieser Saison machen die Titelträger untereinander aus.

  • 19.05.2013 um 08:53
    Mit voller Kraft in den Cupfinal

    André Dosé, Wirtschaftsführer und Präsident der Grasshoppers, hofft auf den Cupsieg der Mannschaft am Pfingstmontag gegen den FC Basel. Ein Gespräch über Fussball und mehr.

  • 17.04.2013 um 17:47
    Josef Zindel
    Zum Artikel: Sion gegen FCB – mehr Kompetenz im Cup geht fast nicht

    Wir werden unser Möglichstes tun. Versprochen.

  • 15.04.2013 um 12:20
    Die englischen Wochen, die auch an der TagesWoche nicht spurlos vorbeigehen
    Zum Artikel: Eine bemerkenswerte Assistquote – die FCB-Einzelkritik

    In der Tat, so ist, da muss man gar nicht lange drum herum reden. Danke der aufmerksamen Leserschaft. Der Einwechselkuddelmuddel ist korrigiert – das ist halt schon eine feine Sache an diesem Internet.

  • 11.04.2013 um 12:22
    Basel geht in M unten
    Zum Artikel: Wie ich mich in Middlesbrough mitschuldig gemacht habe

    Ich möchte meinen geschätzten Wegbegleiter und damaligen BaZ-Kollegen Raz daran erinnern, dass in dunkler Vorahnung schon nach dem 3:1 für M. der Titel angepasst wurde in «Basel geht in Middlesbrough unter». Sollte ich dabei tatsächlich etwas Unflätige...

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