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TagesWoche

Tages Woche

Do, 17.05.2012

Parkplätze 

4.1.2012, 16:45 Uhr

In Basel verschwinden Autoparkplätze

4.1.2012, 16:45 Uhr

In Basel-Stadt werden jährlich Parkplätze auf Allmend aufgehoben und umgenutzt. Das passt dem TCS beider Basel gar nicht. Von Yen Duong

Jährlich werden gemäss Schätzungen des Bau- und Verkehrsdepartements 20 bis 30 Autoparkplätze für andere Zwecke umgenutzt.

Jährlich werden gemäss Schätzungen des Bau- und Verkehrsdepartements 20 bis 30 Autoparkplätze für andere Zwecke umgenutzt.(Bild: Yen Duong)

Und plötzlich waren sie weg, die drei Autoparkplätze an der Reichensteinerstrasse im Gundeli. Überraschend wurden sie entfernt – und zu Veloabstellplätzen umfunktioniert. Eigentlich nicht schlimm, wenn es in dieser Strasse bzw. in diesem Quartier genügend Parkiermöglichkeiten gäbe und die Velofahrer diese neuen Abstellplätze auch tatsächlich rege nutzen würden. Letzteres ist aber nicht der Fall. Und Ersteres schon gar nicht: Parkplätze sind in dichtbesiedelten Gundeli eine Mangelware, so bekommen es die Autofahrer zu spüren, wenn welche fehlen.

Und nicht nur dort: Viel mühsamer ist die Parkplatzsuche an der Kleinbasler Erlenstrasse geworden. Wegen der Verlegung der Buslinie 30 von der Schönaustrasse in die Erlenstrasse wurden sämtliche Parkplätze zwischen Jäger- und Mattenstrasse aufgehoben. Es sind schätzungsweise 20 – für die autofahrenden Anwohner ein schmerzhafter Verlust.

«Gehört zur Strategie»

Dass Parkplätze verschwinden, kommt in der Stadt Basel regelmässig vor: «Jährlich werden 20 bis 30 Parkfelder auf Allmend für andere Zwecke aufgehoben», sagt Jasmin Fürstenberger, Mediensprecherin des Bau- und Verkehrsdepartements. Bei dieser Zahl handelt es sich allerdings um «eine grobe Schätzung». Das Amt für Mobiliät führt keine Statistik darüber. Deshalb kann Fürstenberger auch nicht sagen, wo dies vergangenes Jahr überall geschah und wie viele Parkplätze es vor fünf Jahren oder zehn Jahren noch gab.

20 bis 30 entfernte Parkfelder im Jahr hört sich nicht nach viel an. Schon gar nicht, wenn es in der Stadt 31‘000 Parkplätze auf Allmend gibt. Das findet sogar auch Christophe Haller, TCS-Präsident beider Basel und FDP-Grossrat. «Aber», und dabei wird er etwas lauter, «es verschwinden seit Ewigkeiten jährlich und ersatzlos so viele Parkplätze – das kumuliert sich. Und zählt man die Parkplätze hinzu, die durch Baustellen provisorisch wegfallen, wird es anstrengend.»

Er habe ohnehin das Gefühl, dass das Entfernen von Parkplätzen zur Strategie des Bau- und Verkehrsdepartements gehöre. Unschön sei dies, einfach unschön. «Fakt ist, dass der Kanton mit allen Mitteln versucht, das Autofahren zu vermiesen», sagt Haller.

Der VCS beider Basel ist derzeit nicht für eine Stellungnahme erreichbar.

  1. Die armen Autofahrer

    von rejeanne um 5.01.2012 um 10:00Uhr

    Wieder einmal ist Jammern auf hohem Niveau angesagt. Ich bin überzeugte Velofahrerin und auch ich kämpfe mit Parkplatzproblemen. Sehr viele Mietshäuser bieten keinen oder einen viel zu kleinen Veloraum an, so dass man sein Gefährt bei Wind und Wetter draussen stehen lassen muss. Zum Teil wehren sich die Hausbesitzer sogar, wenigstens einen überdachten Velostandplatz vor dem Haus einzurichten. Und da jammern die Autofahrer über zu wenig Parkplätze? Sorry, aber da fehlt mir ein bisschen das Verständnis. Das eigene Auto sollte in Anbetracht der damit verursachten Umweltprobleme eigentlich ein Luxus sein, es gibt viele andere Möglichkeiten, gerade in der Schweiz: ÖV, Mobility, Velo...
    Direktlink zum Kommentar

  2. irreführendes Bild

    von Hannes Rau um 5.01.2012 um 13:09Uhr

    Das Bild zeigt nur ein Drittel der neuen Velostellplätze in der Reichensteinerstrasse. Die anderen zwei Drittel sind praktisch immer gut belegt. Die Velostellplätze befinden sich vor einer Liegenschaft mit 10 neu erstellten Familienwohnungen in der ausserdem noch die Spitex ihre Räumlchkeiten hat. Die Bildauswahl ist irreführend und die Behauptung, die neuen Velostellplätze werden nicht genutzt ist falsch.
    Wem gehört die Allmend, denn nichts andres sind ja Parkplätze? Niemand hat mit dem Kauf eines Autos ein Anrecht auf einen Stellplatz auf Allmend. Deswegen bin ich sehr froh, dass es in Basel möglich ist, Parkplätze für Autos in Stellplätze für Velos umzuwandeln. Damit haben haben sehr viel mehr Verkehrsteilnehmer etwas von den paar Quadratmeter vor ihrem Haus. Auf einen Autoparkplatz passen locker mal 8 Velos. Soll in einer weiter vedichtet gebauten Stadt die jetzige Lebensqualität aufrechterhaltenwerden, werden noch viele Autoparkplätze aufgehoben und einer sinnvolleren Nutzung zugeführt werden müssen!
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  3. scheinheilig....

    von Fredy Born um 8.01.2012 um 08:31Uhr

    Es ist schon etwas scheinheilig, die Aufhebung von Autoparkplätzen zu Gunsten von Veloabstellplätzen zu "feiern". Es ist nun mal eine Tatsache, dass es Autos gibt, auch in der Stadt. Tatsache ist auch, dass nur wenige auf den Luxus Auto verzichten wollen, nur weil es keine Parkplätze gibt. Das Resultat ist dann ein Parkplatz suchen in dem man 30 mal ums Quartier fahren muss. Eine andere Konsequenz wäre der Auszug aus der Stadt aufs Land. Das Auto gehört heute schon fast zur üblichen Lebensqualität. Dies wegzureden ist scheinheilig.
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  1. Armee Parkplätze!

    von Philipp Schuler um 4.01.2012 um 18:52Uhr

    Wir sollten dringend die Parkplätze auf die Rote Liste unter "vom Aussterben bedroht" setzen und für sie ein Schutzgebiet errichten ;)
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  2. Fragen zum Artikel

    von Paul Müller um 5.01.2012 um 09:28Uhr

    Was mich noch wunder nimmt: 1. wollten wir mal einen Zweiradparkplatz vor dem Haus. Dafür brauchte es eine Petition, das war noch ganz schwierig, einen solchen zu erhalten. 2. was meinen andere Organisationen, z.B. die IG Velo dazu? Es gibt ja nicht nur den TCS. 3. Wie viele Parkplätze wurden auf privatem Grund in den letzten Jahren geschaffen? Entscheidend ist ja wohl die Gesamtzahl vorhandener Parkplätze. 4. In Basel wurde die Stadtinitiative zur Beschränkung des privaten Motorfahrzeugverkehrs und zur Förderung des Langsamverkehrs angenommen. Welchen Zusammenhang besteht da zur Aufhebung von einigen Parkplätzen?
    Im übrigen scheint es mir doch so, dass im Winter natürlich weniger Zweiradfahrzeuge unterwegs sind. Also ist vielleicht das Foto leicht polemisch?
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  3. Die armen Autofahrer

    von rejeanne um 5.01.2012 um 10:00Uhr

    Wieder einmal ist Jammern auf hohem Niveau angesagt. Ich bin überzeugte Velofahrerin und auch ich kämpfe mit Parkplatzproblemen. Sehr viele Mietshäuser bieten keinen oder einen viel zu kleinen Veloraum an, so dass man sein Gefährt bei Wind und Wetter draussen stehen lassen muss. Zum Teil wehren sich die Hausbesitzer sogar, wenigstens einen überdachten Velostandplatz vor dem Haus einzurichten. Und da jammern die Autofahrer über zu wenig Parkplätze? Sorry, aber da fehlt mir ein bisschen das Verständnis. Das eigene Auto sollte in Anbetracht der damit verursachten Umweltprobleme eigentlich ein Luxus sein, es gibt viele andere Möglichkeiten, gerade in der Schweiz: ÖV, Mobility, Velo...
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  4. Zur Aussage von Herrn Haller...

    von Ronald Sigrist um 5.01.2012 um 11:59Uhr

    Autofahren als menschliches Grundbedürfnis, eine interessante Sichtweise Herr Haller!
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  5. irreführendes Bild

    von Hannes Rau um 5.01.2012 um 13:09Uhr

    Das Bild zeigt nur ein Drittel der neuen Velostellplätze in der Reichensteinerstrasse. Die anderen zwei Drittel sind praktisch immer gut belegt. Die Velostellplätze befinden sich vor einer Liegenschaft mit 10 neu erstellten Familienwohnungen in der ausserdem noch die Spitex ihre Räumlchkeiten hat. Die Bildauswahl ist irreführend und die Behauptung, die neuen Velostellplätze werden nicht genutzt ist falsch.
    Wem gehört die Allmend, denn nichts andres sind ja Parkplätze? Niemand hat mit dem Kauf eines Autos ein Anrecht auf einen Stellplatz auf Allmend. Deswegen bin ich sehr froh, dass es in Basel möglich ist, Parkplätze für Autos in Stellplätze für Velos umzuwandeln. Damit haben haben sehr viel mehr Verkehrsteilnehmer etwas von den paar Quadratmeter vor ihrem Haus. Auf einen Autoparkplatz passen locker mal 8 Velos. Soll in einer weiter vedichtet gebauten Stadt die jetzige Lebensqualität aufrechterhaltenwerden, werden noch viele Autoparkplätze aufgehoben und einer sinnvolleren Nutzung zugeführt werden müssen!
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  6. Wo sind die öffentlichen Velo-Pumpstationen?

    von willi11 um 5.01.2012 um 17:23Uhr

    Dies wäre mal einen Artikel wert! Autos gehören nicht mehr in eine moderne Stadt! Die täglichen Autopark-Situationen zeigen es, einfach nur schecklich diese Verparkungs-Chaos! Die Stadt-Basel sollte jetzt endlich eine richtige Velo-Stadt werden mit öffentlichen Velo-Pumpstationen! Aber eben die TCS-Autolobbyisten werden das zu verhindern wissen.
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  7. In Basel verschwinden Autoparkplätze

    von Dietrich Jäger um 6.01.2012 um 09:57Uhr

    "Seit Ewigkeiten" gibt es vielleicht das Universum, Herr Haller, Parkplätze in der Stadt sicher nicht. Es ist insgesamt wünschenswert und entspricht auch dem angenommenen Gegenvorschlag zur Städteinitiative vom November 2010, wenn die markante Priorität des individuellen Autoverkehrs zurückgenommen wird.
    Zur Umsetzung dieses Gegenvorschlages gibt es bereits ein Konzept (http://www.mobilitaet.bs.ch/themenundprojekte/motorisierterverkehr/staedteinitiative.htm), das ausdrücklich die Reduktion von Parkplätzen vorsieht. Das Gefühl von Herrn Haller, dass die Entfernung von Parkplätzen zur Strategie des Bau- und Verkehrsdepartments gehöre, täuscht ihn also nicht. Das Department tut dies im Auftrag des Volkes. Den wird Herr Haller ja wohl nicht in Frage stellen, oder?
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  8. Aufhebung von Auto-Parkier-Flächen

    von wg um 7.01.2012 um 20:19Uhr

    Es fehlt der Hinweis, dass Parkplätze nicht einfach verschwinden, sondern erst nach Verkündung im Kantonsblatt, mit Einsprache-Möglichkeit dagegen. Umgekehrt ist richtig übel : Mir wurden einmal Parkflächen, 2 m vor Fenstern, Auspuffe auf Nasen-Höhe, aufgemalt - dagegen liess sich nichts machen. Aber eben, "das Volk" hat beschlossen und der TCS rekurriert nicht.
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  9. scheinheilig....

    von Fredy Born um 8.01.2012 um 08:31Uhr

    Es ist schon etwas scheinheilig, die Aufhebung von Autoparkplätzen zu Gunsten von Veloabstellplätzen zu "feiern". Es ist nun mal eine Tatsache, dass es Autos gibt, auch in der Stadt. Tatsache ist auch, dass nur wenige auf den Luxus Auto verzichten wollen, nur weil es keine Parkplätze gibt. Das Resultat ist dann ein Parkplatz suchen in dem man 30 mal ums Quartier fahren muss. Eine andere Konsequenz wäre der Auszug aus der Stadt aufs Land. Das Auto gehört heute schon fast zur üblichen Lebensqualität. Dies wegzureden ist scheinheilig.
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Informationen zum Artikel

4.1.2012, 16:45 Uhr

In Basel verschwinden Autoparkplätze

Text

Text: Yen Duong

  • 11.05.2012 um 00:01
    Das liberale Gewissen

    Der Einfluss der Liberalen in der Basler Politik schrumpft. Das hält Christine Wirz-von Planta nicht davon ab, weiter zu kämpfen – auch nach vierzig Jahren noch.

  • 07.05.2012 um 10:48
    Thalia macht im Stücki dicht

    In Herbst 2012 schliesst die Buchhandlung Thalia ihre 720 Quadratmeter grosse Filiale im Stücki-Shopping. Die Besucherfrequenz sei zu niedrig.

  • 04.05.2012 um 00:01
    Das Lachen ist ihm ein bisschen vergangen

    Vielversprechend startete Hans-Peter Wessels in seine erste Amtszeit. Nun wirkt er etwas müde.

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