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TagesWoche

Tages Woche

Do, 17.05.2012

Anti-Blocher-BaZ-Kundgebung 

17.12.2011, 18:12 Uhr

Grosser Unmut wegen Strohmännern und einem «Chef-Ideologen»

17.12.2011, 18:12 Uhr

Die Gruppe «Rettet Basel!» rief zu einer Anti-BaZ-Kundgebung auf dem Theaterplatz auf – und rund Tausend Menschen kamen. Die Botschaft: «Wir wollen keine SVP-Zeitung!» Von Martina Rutschmann und Michael Würtenberg

Rund 1000 Menschen demonstrierten am Samstag gegen eine rechtskonservative BaZ.

Rund 1000 Menschen demonstrierten am Samstag gegen eine rechtskonservative BaZ.(Bild: Michael Würtenberg)

Rund 1000 Menschen demonstrierten am Samstag gegen die unklaren Besitzverhältnise bei der Basler Zeitung

Rund 1000 Menschen demonstrierten am Samstag gegen die unklaren Besitzverhältnise bei der Basler Zeitung(Bild: Michael Würtenberg)

«Wir hätten lieber eine BaZ, die einem Zürcher Verleger gehört, als eine BaZ, die Zürcher Politikern gehört»,  SP Nationalrat Beat Jans

«Wir hätten lieber eine BaZ, die einem Zürcher Verleger gehört, als eine BaZ, die Zürcher Politikern gehört», SP Nationalrat Beat Jans(Bild: Michael Würtenberg)

Ein aussergewöhnlicher Samstagnachmittag auf dem Theaterplatz. Wo sich sonst Jugendliche mit Skateboards herumtreiben, standen hunderte – vorwiegend – grauhaariger Menschen. Ausgestattet mit Transparenten («Die BaZ als Hydra: immer neue Köpfe!») klatschten sie denjenigen zu, die öffentlich aussprachen, was sie selber denken. «Wir hätten lieber eine BaZ, die einem Zürcher Verleger gehört, als eine BaZ, die Zürcher Politikern gehört», sagte SP-Nationalrat Beat Jans. «Wir wollen keine SVP-Zeitung!» «Hört auf, uns ständig anzulügen!» Die eigentliche Botschaft des Nachmittags aber drang mit diesem Satz aus dem Munde Beat Jans' durch: «Kein Unternehmen behält einen Chef, der permanent seine Kundschaft beleidigt.» 

Kurz: Solange «Blocher-Intimus», «Missionar» und «Chef-Ideologe» Markus Somm das Ruder in der Hand behält, bleibt die BaZ eine rechte Zeitung, so der Tenor, die Überzeugung – und die Angst der Redner und Demonstranten. Daran änderte auch sein Leitartikel mit dem Titel «Wohin steuert die BaZ?» nichts.

«Gruselkabinett» an der Spitze

BaZ-Chefredaktor Markus Somm schreibt in Ausgabe vom Samstag, die Zeitung werde alle Meinungen zulassen – egal, ob er diese teile oder nicht. Die Befürchtung vieler ehemaliger und (Noch-)Leser aber ist, dass das Gegenteil eintritt und die BaZ offiziell zum Sprachorgan der politischen Rechten wird – jetzt, da klar ist, wer dahinter steckt. Nämlich ein «Gruselkabinett», wie Historiker Georg Kreis den neuen BaZ-Verwaltungsrat bezeichnet.

Kreis war an der Anti-BaZ-Kundgebung der einzige Redner, der als FDP-Mitglied den Bürgerlichen zugeordnet werden kann. Was er zu sagen hatte, deckte sich mit dem, was all die anderen Menschen denken, die keine Blocher-BaZ wollen. Es sei einer Demokratie unwürdig und ein «Trauerstück», dass die BaZ so lange von «Dunkelmännern» beherrscht worden sei. Applaus. Viel Applaus.

Die Kritiker von Markus Somm nehmen sich das Recht heraus, die Frage «Wohin steuert die BaZ?» selber zu beantworten. Und zwar so: Basel sei ein zufälliges Opfer einer Gruppe von Menschen, die dabei sei, eine rechtskonservative Presse aufzubauen, sagte der ehemalige SP-Nationalrat Ruedi Rechsteiner. Bei der BaZ könne man sich nicht mehr auf eine faire Berichterstattung verlassen, sie sei ein politisches Projekt. Seine Konzequenz: «Ich habe vor wenigen Tagen mein BaZ-Abo gekündigt, weil ich nicht als Blochers Pausenclown dastehen will.» Ausserdem werde er nicht mehr für die Zeitung schreiben. Applaus, Viel Applaus.

«Niemand muss die BaZ lesen»

Soziologe Ueli Mäder zeigte in seiner Rede die Absurdität der Entwicklung rund um die BaZ auf: Es sei ein «seltsames Verständnis» von Medienvielfalt, einen Mann als «Garant» zu bezeichnen, der mit einer «Politik der Ausgrenzung» bekannt geworden sei. Aber genau so war es: Wieder-BaZ-Besitzer Tito Tettamanti sagte, Blocher würde für Defizite aus dem Druckereigeschäft einstehen.

Zur Erinnerung: Die Proteste gegen die BaZ fingen an, als bekannt wurde, dass Blochers Firma Robinvest ein Mandat bei der BaZ erhalten hat. Damals war noch unklar, ob der SVP-Stratege auch abgesehen von diesem Mandat Einfluss auf die Zeitung hat. Die Forderung nach Transparenz wurde laut. Inzwischen ist klar, dass Blocher involviert ist – und Somm bleibt. Damit haben sich die Forderungen vieler (unter anderem ehemaliger) BaZ-Leser konkretisiert: keine BaZ mit Blocher, keine BaZ mit Somm.

Wobei Georg Kreis in diesem Zusammenhang Tito Tettamanti zitierte: «Niemand muss die BaZ lesen.» Applaus. Noch einmal viel Applaus.

 

 

 

 

 

 

 

 

  1. TagesWoche Redaktion

    Kolumne

    von supra um 17.12.2011 um 18:49Uhr

    Wird Ex-Kolumnist Rudolf Rechsteiner jetzt durch Neu-Verwaltungsrat Karl Schweizer ersetzt? Ex-Kunsthalle-Wirt und neu Schützenhäusler Peter Wyss hatte seine ja bereits.
    Direktlink zum Kommentar

  2. Gute Kundgebung

    von Samuel Rüegger um 17.12.2011 um 19:53Uhr

    Es waren nicht nur grauhaarige und JUSO sondern auch andere Jugendliche dort. Das es auch einen klar bürgerlichen Redner gab, zeigt ganz klar, das nicht nur die linke in Basel keine solche BAZ möchte - sondern eine sehr breite Bevölkerungsschicht in Basel von jung bis alt und von links bis bürgerlich.
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  3. Anti-BaZ-Demo auf dem Theaterplatz

    von Thomas Lüthi um 17.12.2011 um 20:02Uhr

    Ich war als Zuschauer auch dabei. Aber es waren ganz sicher nicht 1000 Leute dort, vielleicht die Hälfte - wenns hoch kommt. Als BaZ-Redaktor glaubte ich, im falschen Film zu sitzen. Da wurden rote Säcklein verteilt, Kotz-Säcklein für jene, die sich ob der BaZ-Lektüre übergeben müssen. Die Inland-Redaktion wurde von SP-Nationalrat Jans als PR-Abteilung verspottet. Wenn ich es als Leiter dieser Abteilung nicht besser wüsste ... Ich habe Jans schon angeboten, einen Gastkommentar zu schreiben. Er lehnte ab. Jetzt geht auch ex-SP-Nationalrat Rechsteiner als Kolumnist von Bord. Wo bleibt die Toleranz dieser Politiker gegenüber anderen Meinungen? Jene Toleranz, die sie so lautstark von den anderen einfordern. Ausgerechnet sie werfen der BaZ eine antiliberale Haltung vor. Ausgerchnet sie, die zum Boykott einer Zeitung auffordern, die sich erlaubt, auch andere Meinungen gelten zu lassen. Blocher, Blocher und nochmals Blocher - bis zum Wahnsinn stilisierte die Demo den SVP-Chefideologen zum Totengräber der Traditionszeitung unserer Region. Sicher, Blocher hat Glaubwürdigkeit verspielt durch seine Intransparenz. Das war schlecht. Aber man muss doch jetzt zur Vernunft kommen, zur Besinnung. Wir machen eine Zeitung, eine Meinungs-Zeitung, eine Forums-Zeitung. Aber wir erlauben uns, auch die Gegenmeinung zu publizieren.
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  4. fragwürdig...

    von Chris00 um 18.12.2011 um 00:12Uhr

    Hat prinzipiell jede Schweizer Zeitung links zu sein? Wäre der Chefredaktor SP-Sympathisant würde dies als legitim betrachtet - wo also ist das Problem?
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  5. @ Lüthi

    von Phil Boesiger um 18.12.2011 um 09:13Uhr

    Ob es 1000 oder 500 DemonstrantInnen waren, ist doch völlig irrelevant. Ich war auch dort und ich war 27 Jahre lang Abonnent Ihres Blatts. Ich brauche keine ideologisch gefärbte Tageszeitung - weder von links noch von rechts - sondern ich will Informationen; die Meinung bilde ich mir dann gerne selber. Ich lese täglich auch die NZZ und die Basellandschaftliche Zeitung, manchmal den Tagi, wöchentlich den Spiegel - dies deckt ein weites politisches Spektrum ab. Sogar mit den unsäglichen Kommentaren eines Markus Somm könnte ich leben. Was mich aber massloss enttäuscht und zur Kündigung meines BaZ-Abos bewogen hat, ist der Verlust jeglicher Glaubwürdigkeit durch das Lügengespinst der heimlichen Eigentümerschaft des Blocher-Clans. Wenn eine Tageszeitung Ihre Glaubwürdigkeit verloren hat - was bleibt dann noch übrig? NZZ, BZ, Tagi, Basellandschaftliche Zeitung, Tageswoche, News.ch etc. - alle haben in den letzten zwei Wochen ausführlich über die BaZ / Blocher / Tettamanti - Verbandelung geschrieben - Tage vor der direktbetroffenen BaZ. Auch dies ist fern ab jeder journalistischen Sorgfalt und Verantwortung der Sommschen Postille. Sogar das online-Portal, welches sich BaZ, BZ und Tagi teilen, wurde zensuriert.
    Herr Lüthi - wie rechtfertigt sich eine Tageszeitung, die sich selbst zensuriert, Informationen unterdrückt und die LeserInnnen über ihre Eigentümerschaft bewusst falsch informiert oder sogar belügt?
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  6. Ungefähr 1000 korrekt

    von Stefan Heimers um 18.12.2011 um 11:01Uhr

    Ich habe Fotos gemacht, ich habe die Köpfe nicht einzeln gezählt, aber schätze etwa 800 gleichzeitig anwesende. Zudem herrschte ein reges Kommen und Gehen, also sind die geschätzten 1000 sicher nicht ganz falsch.
    Man darf sich nicht täuschen lassen, 1000 sehen nach weniger aus als man denkt, regelmässig aufgestellt wären es etwa 33 Reihen zu je 33 Personen. Hier ist noch ein Link zu meinen Fotos:
    www.heimers.ch/bilder/2011/demo_bloz/
    Zu sehen ist nicht die ganze Demo, es hatte nebenan um die Serraplastik noch ein paar kleinere Grüppchen.
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  7. @Thomas Lüthi

    von Picasso Herzog um 18.12.2011 um 11:18Uhr

    Dass Hr. Somm ideologisch den Blocherstil vertritt, ist Ihnen egal? Ist es Ihnen egal, wenn einer schreibt, das Land braucht mehr Patriarchen? Ist es Ihnen egal, wenn einer schreibt, dass ohne Blocher die BAZ nicht mehr existieren würde, einer der Chefredaktor dieser Zeitung ist? Wehe, Hr. Somm würde losgelassen, und nicht durch die empörte Meinung der Basler zurückgehalten. Er würde viel extremere Kommentare schreiben, und extremere Meinungen schüren... Wenn der Chefredaktor eine liberalerere Persönlichkeit wäre, wären die neuen Besitzverhältnisse kein Thema mehr, aber so hat man das Gefühl, dass genaus so wie bei der SVP Toni Brunner, bei der BAZ Hr. Somm die Blocherlinie fährt.
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  8. Das Problem ist ein Anderes

    von rejeanne um 18.12.2011 um 17:22Uhr

    Das Hauptproblem ist nicht die politische Ausrichtung der neuen BaZ - obwohl auch ich je länger desto mehr Mühe hatte mit diesen zum Teil wirklich unsäglichen Kolumnen des allseits bekannten Chefredaktors. Nein, das Hauptproblem ist das Wissen, dass die LeserInnen, MitarbeiterInnen und die Öffentlichkeit ein Jahr lang ohne Zögern angelogen worden sind. Als letztes Jahr bekannt wurde, dass Blochers Robinvest in die BaZ einsteigen sollte, habe ich das Abo gekündigt, nur um mit dem Einstieg von Moritz Suter das Abo wieder zu starten. Ich denke, auch andere haben es mir gleich getan. Ein Jahr später erfuhr man dann, dass man hinters Licht geführt worden ist. DAS ist das Problem. Die BaZ hat jegliche Glaubwürdigkeit verloren, das wäre so, ob sie nun zu einem rechten oder linken Kampfblatt umfunktioniert werden soll.
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  9. Wir wollen keine SVP-Zeitung!

    von Matthias Bertschinger um 19.12.2011 um 13:44Uhr

    Seit Moritz Suter seinen Rückzug von der Basler Zeitung bekannt gegeben hat, sind laut Medienberichten abermals 1200 Abokündigungen eingegangen. Die BaZ befindet sich in Schieflage. Geraten Staaten oder Unternehmen in Schieflage, müsse man noch mehr sparen, lautet das Glaubensdogma der Neoliberalen.
    Ich wünsche mir von der neuen alten Führungsriege Lernfähigkeit. Spart dieses Traditionsunternehmen nun nicht noch ganz kaputt, sondern zieht endlich die richtigen Konsequenzen aus diesem Trauerspiel! Man kann nicht eine ganze Region umerziehen – zumal nicht eine, in welcher der Liberalismus (und nicht das, was Ihr Euch darunter vorstellt!) so stark verankert ist.
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  1. einfach Abo kündigen

    von Fredy Born um 17.12.2011 um 18:37Uhr

    am besten und am nachhaltigsten ist ein Protest gegen die heutige BAZ, wenn sie nicht mehr gelesen resp. gekauft und abonniert wird. (wer liest denn schon freiwillig Somm??)
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  2. TagesWoche Redaktion

    Kolumne

    von supra um 17.12.2011 um 18:49Uhr

    Wird Ex-Kolumnist Rudolf Rechsteiner jetzt durch Neu-Verwaltungsrat Karl Schweizer ersetzt? Ex-Kunsthalle-Wirt und neu Schützenhäusler Peter Wyss hatte seine ja bereits.
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  3. Gute Kundgebung

    von Samuel Rüegger um 17.12.2011 um 19:53Uhr

    Es waren nicht nur grauhaarige und JUSO sondern auch andere Jugendliche dort. Das es auch einen klar bürgerlichen Redner gab, zeigt ganz klar, das nicht nur die linke in Basel keine solche BAZ möchte - sondern eine sehr breite Bevölkerungsschicht in Basel von jung bis alt und von links bis bürgerlich.
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  4. Anti-BaZ-Demo auf dem Theaterplatz

    von Thomas Lüthi um 17.12.2011 um 20:02Uhr

    Ich war als Zuschauer auch dabei. Aber es waren ganz sicher nicht 1000 Leute dort, vielleicht die Hälfte - wenns hoch kommt. Als BaZ-Redaktor glaubte ich, im falschen Film zu sitzen. Da wurden rote Säcklein verteilt, Kotz-Säcklein für jene, die sich ob der BaZ-Lektüre übergeben müssen. Die Inland-Redaktion wurde von SP-Nationalrat Jans als PR-Abteilung verspottet. Wenn ich es als Leiter dieser Abteilung nicht besser wüsste ... Ich habe Jans schon angeboten, einen Gastkommentar zu schreiben. Er lehnte ab. Jetzt geht auch ex-SP-Nationalrat Rechsteiner als Kolumnist von Bord. Wo bleibt die Toleranz dieser Politiker gegenüber anderen Meinungen? Jene Toleranz, die sie so lautstark von den anderen einfordern. Ausgerechnet sie werfen der BaZ eine antiliberale Haltung vor. Ausgerchnet sie, die zum Boykott einer Zeitung auffordern, die sich erlaubt, auch andere Meinungen gelten zu lassen. Blocher, Blocher und nochmals Blocher - bis zum Wahnsinn stilisierte die Demo den SVP-Chefideologen zum Totengräber der Traditionszeitung unserer Region. Sicher, Blocher hat Glaubwürdigkeit verspielt durch seine Intransparenz. Das war schlecht. Aber man muss doch jetzt zur Vernunft kommen, zur Besinnung. Wir machen eine Zeitung, eine Meinungs-Zeitung, eine Forums-Zeitung. Aber wir erlauben uns, auch die Gegenmeinung zu publizieren.
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  5. Kleine Korrektur wg den Skatern

    von Frank Wenzel um 17.12.2011 um 20:19Uhr

    Die Skateboarder trieben sich früher auf dem Theaterplatz herum. Dank den Skateblock-Linien ist der Platz mit kleineren Rädern unbefahrbar und somit uninteressant, die Blütezeit des Platzes als Skatertreffpunkt ist schon lange vorbei.
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  6. BAZ

    von Karl Riwar um 17.12.2011 um 20:21Uhr

    Ideologie ist ein Thesengebäude, das von Machthabern zur Verschleierung
    ihrer wahren Absichten eingesetzt wird. Es kommt Ohnmacht auf, angesichts
    der Tatsache, dass mit Geld nicht nur Medien gekauft, sondern diese zur Meinungsmache eingesetzt werden können. Die Hagemanns haben ihre 60 Jahre dem Profit geopfert: am Schluss wird abgerechnet! Es bleibt aber hartnäckiger Widerstand. Und die TagesWoche abonnieren und unterstützen.

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  7. Wer einmal lügt...

    von Hanspeter Fritschi um 17.12.2011 um 20:57Uhr

    Der Wert einer serösen Tageszeitung beruht auf dem Vertrauen, das ihr die treue Leserschaft entgegen bringt. Wer seine Leserschaft vorsätzlich belügt, der verspielt sein wertvollstes Gut. Da nützen auch halbherzige Beschwichtigungen der neuen Besitzer und ihres treuen Statthalters auf der Chefredaktion nichts!
    Schade. Ich habe eine Zeitung verloren, die mir während Jahrzehnten lieb und teuer war!
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  8. und sie ertragen es nicht...

    von Philip Morris um 17.12.2011 um 21:00Uhr

    Die SVP ist in einer Art Krieg. Aber sie haben ein Problem, wenn zurück geschossen wird und sie dabei getroffen werden und besiegt. Sie haben das Gefühl, dass andere nicht auch etwas von Strategie verstehen. Sie haben ihre Gegner unterschätzt und müssen jetzt bezahlen. Einfach Abo künden und nicht mehr lange diskutieren.
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  9. Thomas Lüthi

    von Samuel Rüegger um 17.12.2011 um 21:03Uhr

    Offensichtlich ist die BAZ aber nicht wirklich frei und an der Medienvielfalt interessiert. Diese Kundgebung in Basel zeigt es sehr klar. Die NZZ, der Blick, die TagesWoche, OnlineReports, das SF und 20min berichten von dieser Kundgebung (in ihren Online Ausgaben). Die Basler Zeitung die unsere Regionalzeitung sein soll schreibt kein Wort darüber, nichtmal eine Kopie vom Nachrichtenticker...

    Forumszeitung? Meinungszeitung? Gegenmeinungen publizieren? das einzige was wir heute bei Bazonline lesen durfte, ist irgendeine skurille selbstdarstellung von Markus Somm. Ich sehe da weder Forum noch Meinung noch Gegenmeinungen - sind wohl alles mehr Lippenbekenntnisse als sonst was!
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  10. käufliche Medieneinfalt

    von Regina Rahmen um 17.12.2011 um 21:14Uhr

    Vor dem Hintergrund, dass sich TeleBasel bereits seit längerem Sendungen (061live, Salon Bâle) von der BaZ sponsern lässt, ist auch die peinliche 7v7-VerZählung von "250 Demonstranten" erklärbar. Auch die von BaZ und TB perfekt orchestrierte Kampagne gegen amtierende Regierungsräte im vergangenen Oktober trugen nichts zur Entschärfung des Gerüchtes bei, dass bei Telebasel auch längst ein TeleBloZel-Geist weht...wer da wohl den Fuss in die Türe hält und mit dem Portemonnaie fuchtelt???
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Informationen zum Artikel

17.12.2011, 18:12 Uhr

Grosser Unmut wegen Strohmännern und einem «Chef-Ideologen»

Text

Text: martina rutschmann

  • 11.05.2012 um 00:01
    Das liberale Gewissen

    Der Einfluss der Liberalen in der Basler Politik schrumpft. Das hält Christine Wirz-von Planta nicht davon ab, weiter zu kämpfen – auch nach vierzig Jahren noch.

  • 30.04.2012 um 16:07
    Avanti Popolo – und mehr Gerechtigkeit!

    Rot, röter, am rötesten – und doch: Ausgerechnet in diesem knallroten Basel spricht am 1. Mai niemand zum Volk, der die Massen anziehen würde. Dafür reist SP-Nationalrätin Jacqueline Fehr nach Liestal und spricht über «mehr Lohn, Schutz, Rente».

  • 27.04.2012 um 00:01
    «Mit einer guten Crèmeschnitte lief der Laden»

    Ab 1. Mai gehört die Confiserie Frey zu Beschle. Auch sonst ändert sich viel in der Schoggi-Branche. Die Tradition aber bleibt.

  • 29.02.2012 um 13:37
    Gundeli-Clique-Vertreter
    Zum Artikel: «E Schwob» im Trommel-Taumel

    Flip567 hat natürlich recht, wenn er darauf hinweist, dass es sich bei der Gundeli-Clique um eine grosse Clique mit Tambouren UND Pfeifern handelt (was tatsächlich jeder Basler wissen sollte). Die Formulierung im Text war daher vielleicht nicht präzise...

  • 21.11.2011 um 12:32
    Ist doch schön!
    Zum Artikel: Weihnachtsbeleuchtung – zu viel, zu bunt, zu kitschig?

    Ein Dezember ohne Weihnachtsbeleuchtung wäre für mich eine deprimierende Sache. Ist doch schön, durch die Gassen zu gehen und vom Licht und Wärme umgeben zu sein. In dieser düsteren Jahreszeit sowieso. Klar, der hohe Stromverbrauch spricht gegen zu vie...

  • 10.11.2011 um 10:23
    Danke!
    Zum Artikel: Sollen in Basel mehr uniformierte Polizisten patrouillieren?

    Balthasar Glättli hat recht, ich habe im Fazit ein Durcheinander mit den (immer wieder anderen) Abstimmungsresultaten gemacht – und eben korrigiert. Und: Es ist geplant, die Anzahl der Abstimmenden anzugeben. Danke für den Hinweis.

Weitere Texte im Autorenprofil

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Bild: mwuertenberg

  • 11.05.2012 um 00:01
    «Ein bisschen zündeln macht mir Spass»

    Der scheidende Operndirektor Dietmar Schwarz über seine Zeit in Basel, Gewalt an der Oper – und das harte Theaterpflaster Berlins.

  • 13.04.2012 um 00:01
    Wetteifern um Geld und Anerkennung

    Das Basler Kulturleitbild wird bald veröffentlicht, es wird die Diskussion über Förderung anregen. Bereits jetzt fragen wir uns: Wie steht es um die drei grossen Basler Orchester und ihre Zukunftsaussichten?

  • 30.03.2012 um 00:01
    Keine Freunde

    Baschi Dürr, Kandidat der FDP für die Basler Regierung, und SP-Präsident Martin Lüchinger tun, was sie am besten können: Sie streiten.

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