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Stücki 

16.12.2011, 00:01 Uhr

«Wir sind auf die Hilfe der Polizei angewiesen»

16.12.2011, 00:01 Uhr

Lange Staus vor dem Kleinhüninger Einkaufszentrum haben für eine  heftige Kontroverse  gesorgt. Stücki und Regierungsrat schieben sich gegen­seitig die Schuld für das Verkehrs­chaos zu, das sich diesen Samstag und Sonntag wiederholen dürfte. Jan Tanner, Center Manager des Stücki, über ein schwieriges Wochenende. Von

Jan Tanner, rechnen Sie am Wochenende wieder mit Staus rund um das Stücki?

Ich denke schon. Das Wetter soll schlecht werden, das zieht zusätzliche Kunden an. Wir sind auf die Hilfe der Polizei angewiesen, um eine kritische Situation zu verhindern.

Sie erwarten, dass der Checkpoint der Messe, ein zusätzlicher Parkplatz neben dem Shoppingcenter, geöffnet wird?

Heute Freitag treffe ich Regierungsrat Wessels, da wird das sicher zur Sprache kommen. Der Weihnachtsverkauf ist eine spezielle Situation. Wenn der FCB spielt, werden auch zusätzliche Parkplätze geschaffen – und keiner stösst sich daran. Ich werde aber auch die Fehlinformationen ansprechen, die der Regierungsrat verbreitet hat. Es stimmt nicht, dass wir das Fahrtenmodell nicht einhalten und eigenmächtig den Checkpoint nutzten.

Sie haben nach dem letzten Wochenende ausgerufen und an die Regierung schwere Vorwürfe gerichtet. Haben Sie überreagiert?

Nein. Die Leute haben uns unprofes­sionelles Verhalten vorgeworfen, weil wir nichts unternommen haben. Aber daran schuld war das Baudepartement, das der Polizei den Auftrag gegeben hat, uns nicht mehr zu helfen, sondern zu kontrollieren, dass wir den Checkpoint nicht benutzen.

Warum fordern Sie die Kunden nicht auf, mit dem ÖV anzureisen?

Das tue ich ja. Aber wenn es Stau gibt, bleibt auch der Bus stecken. Ausserdem will ich die Leute nicht erziehen. Wer einen Fernseher kaufen will, kommt vielleicht lieber mit dem Auto. Wenn das im Stücki nicht geht, kauft er sein Gerät in Lörrach. Ist das im Interesse der Regierung?

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Politik, Lokales, Regierungsrat BS, Hans-Peter Wessels, Hanspeter Gass, Interview

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Bisher wurden keine Kommentare zu diesem Artikel von der Redaktion hervorgehoben.

  1. das Stücki regiert Basel nicht!

    von Sarah WyssVon der TagesWoche verifiziertes Profil am 17.12.2011 um 09:29Uhr

    Unglaublich mit welcher Arroganz der Stückichef meint, er könne über Basel bestimmen. Selbstverständlich braucht es Lösungen für das Verkehrschaos - doch dass der Verkehr stark zunimmt hätte man sich im Voraus denken können und im Vorhinein Lösungen suchen sollen!
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  2. komischer Auftrag

    von Fredy Born am 17.12.2011 um 19:01Uhr

    Wenn das Baudepartement tatsächlich einen solchen Auftrag an die Polizei erteilt, mutet das doch etwas sonderbar an. Es sollte doch möglich sein, eine einvernehmliche Lösung zu finden. Oder ist es besser, die Kunden fahren dann einfach weiter und kaufen in Deutschland ein???
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  3. Politisches Versagen auf der ganzen Linie

    von Adrian Schaub am 18.12.2011 um 11:37Uhr

    Auf allen Kanälen rufen derzeit Schweizer (auch Basler) Politiker die Konsumenten auf, in der Schweiz einzukaufen, um Arbeitsplätze zu sichern. Gleichzeitig ist die Basler Regierung nicht willens VORHANDENE Parkplätze für diese Kunden zu öffnen und vergrault das Einkauferlebnis "Stücki". Da sollte man sich aber dann nicht wundern, wenn der Kunde an der Schlange vorbei auf der Autobahn nach Weil fährt, wo er vor dem Laden parkieren und die Sachen erst noch günstiger einkaufen kann.
    Der Hinweis auf die Baubewilligung und das Fahrtenmodell scheint in mehrfacher Hinsicht daneben: Zunächst wurden diese ja zum Schutz der Umwelt und der Anwohner erlassen: wenn nun der Kunde den weiteren Weg nach Weil fährt respektive der ganze Tag der Stau vor dem Wohnzimmer steht, so scheint dies wohl weder im Interesse der Umwelt noch der Anwohner zu sein... Allerdings muss man RR Wessels in einem Punkt recht geben, nämlich, dass der "Fehler" vor Jahren gemacht wurde, als das missglückte Parkingkonzept von links-grüner Seite verordnet wurde. Vielleicht wäre es auch mal an der Zeit, dass die Herren Wüthrich und Konsorten erkennen, dass für den Grossteil der Bevölkerung solche Parkplatzschikanen nicht zu einem Wechsel aufs OeV führen, sondern dazu, dass sie mit dem Auto dorthin fahren, wo diese Schikanen nicht bestehen. Ob dies im Interesse der Umwelt ist?

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  4. Schuldzuweisungen bringen nichts

    von Alain Roth am 18.12.2011 um 13:58Uhr

    Anstelle nun zusammenzusitzen und eine Lösung oder einen Work-around für die Feiertage zu finden, zeigt man sich gegenseitig mit dem Finger auf die Brust und trägt den Konflikt öffentlich aus. Für mich unprofessionell von beiden Parteien.
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  5. Schade...

    von Inaktiver Nutzer am 19.12.2011 um 00:29Uhr

    Der Anwohnerschaft des Stücki - gerade im Zuge der Volksabstimmung - wurde so viel versprochen und fast nichts gehalten. Kann man da einem Herr J.Tanner noch trauen? Sorry, dieser Hochpreis-Konsumtempel mit seinen überlangen, schikanös wirkenden Umwegen (schräge Rollbänder ins O.G.) ist eine absolute Missgeburt. Ein gewisses Einkaufserlebnis wird durch die Schlauchform völlig verunmöglicht. Alleine schon nur der Foodberreich ist total falsch platziert... Ein solcher gehört ins Zentrum eines Shopping Centers. Aber das Stücki und ein Zentrum? Na ja... Da kann sich das Marketing noch so viel Mühe geben. Schade um das so wertvolle Land. Hoffentlich macht man nicht die gleichen Fehler nochmal beim Erlenmatten Areal.
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  6. Stücki so daneben??

    von Fredy Born am 19.12.2011 um 14:01Uhr

    Also so schlecht und "missraten" wie das Herr Gautschi sieht, finde ich jetzt das Einkaufszentrum nicht. Im Gegenteil, es hat viel Platz, die Gänge sind breit und hell, die Läden gut angeordnet und übersichtlich. Das einzige was mir fehlt.... das sind mehr Kunden, vor allem an Wochentagen. Da komme ich mir manchmal schon einsam vor, wenn ich durch das Zentrum schlendere.
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  7. Hochpreis mag stimmen aber nicht der zugang zum 1. stock

    von Wahrsager am 19.12.2011 um 16:54Uhr

    es hat lifte, nicht zu klein.
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  8. Ein Anwohner meldet sich wiedermal

    von michaelperini am 19.12.2011 um 23:20Uhr

    Sollen sie sich stauen. In ein paar Jahren werden Einkäufe mit dem Auto auch in der Schweiz so teuer sein, dass es sich eine Familie zweimal überlegen muss. Ausserdem: Wer leidet denn wirklich darunter? Der Stau befindet sich in einem fast unbewohnten Gebiet. Die Busbenützer finden sich damit ab, ein, zweimal im Monat den Kurs zu erwischen, der sich vorzeitig terminiert. Die Autofahrer behindern sich - wieder einmal -selber.

    Was aber hier keiner sieht: Diese beiden EKZ liegen gleich nebeneinander. Das erklärte Ziel der (Finanz)Eliten ist die sichere Verarmung grosser Massen. Im Detailhandel findet man willige Sklaven. Diese Eliten wollten uns am liebsten alle in diese künstliche Tempel einsperren, damit wir ja nicht aufmucken und der Reichtum noch weiter und unaufhaltsam nach "oben" wandert.

    Aber dass man von Einkaufszentren und bunten Bildchen am Bildschirm nicht leben kann, wird auch unsere Generation nicht checken. Wirklicher Reichtum sind Gerechtigkeit, gute Infrastruktur und das materiell verbriefte Recht, in Ruhe gelassen zu werden. 24/7 Schreikrämpfe am TV für irgendwelchen Mist ist geistige wie materielle Armut.
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  9. Aarmes Stücki

    von Frau Frosch am 20.12.2011 um 09:24Uhr

    Irgendwie tut mir Herr Tanner ja schon leid. Jetzt hat er sich so dran gewöhnt zu jammern und tagein, tagaus eine ruhige Kugel zu schieben und schon kommen die kaufwilligen Menschenmassen und bedrängen ihn.
    Leider leitet er keinen Fussballtempel, so kann er auch nicht von den nötigen und wichtigen Massnahmen für die FcB-Spiele profitieren.

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Informationen zum Artikel

16.12.2011, 00:01 Uhr

«Wir sind auf die Hilfe der Polizei angewiesen»

Text

Text:

  • 24.04.2014 um 14:04
    Jung, zahm, zielorientiert

    Rechts der Mitte gibt es für Basler Nachwuchspolitiker keinen Dichtestress: Die Jungparteien haben kaum Mitglieder und ihre Themen verschwinden im Schatten der Mutterparteien.

  • 21.04.2014 um 10:20
    Der höchste Mindestlohn der Welt

    Die Kritikpunkte an einer gesetzlich verankerten Lohnuntergrenze sind immer dieselben. Bewahrheitet haben sie sich kaum einmal, wie ein Blick ins Ausland zeigt.

  • 16.04.2014 um 17:07
    Warum Guy Morin dieser Stadt gut tut

    Lange wurde der Grüne Guy Morin als politischer Totalausfall bewertet. Nun ist er auf bestem Weg, jener integrative Regierungspräsident zu werden, den Basel so dringend braucht.

  • 22.04.2014 um 11:25
    @paul joachim
    Zum Artikel: Der höchste Mindestlohn der Welt

    Die Löhne sind kaufkraftbereinigt, ausgehend vom Schweizer Franken. Nur so ist ein einigermassen, wenn auch nicht abschliessend aussagekräftiger, da man in den verschiedenen Ländern mit dem jeweiligen Mindestlohn einen verschieden grossen Warenkorb pos...

  • 09.04.2014 um 15:36
    @Leuthold
    Zum Artikel: Luzide Morgenlektüre oder: die traurige Geschichte eines FCB-Fans

    Wie soll ich das jetzt sagen, ohne Sie so grausam zu enttäuschen...das Zitat ist im Original schon recht gut, ich habs allerdings Blogggerecht aufgearbeitet und verdichtet. Sie sollten das Original auf der verlinkten BaZ-Seite finden.

  • 08.04.2014 um 16:13
    @boesiger
    Zum Artikel: Luzide Morgenlektüre oder: die traurige Geschichte eines FCB-Fans

    Gute Frage, ich werde sofort ein Drogenscreening veranlassen.

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