Open

eingeloggt als
Ausloggen


An Redaktion schreiben

  • Erlaubte Dateiformate: Bilder (jpg, png, gif) Dokumente (pdf)

eingeloggt als
Ausloggen


Mein Kommentar

Registrierung

Mit Ihrem Benutzerkonto können Sie Ihr Abo verwalten, Artikel kommentieren und mit anderen Leserinnen und Lesern in Kontakt treten.

Das Benutzerkonto ist kostenlos und kann jederzeit wieder gelöscht werden.

Bitte geben Sie Ihre E-Mail Adresse ein. Wir werden diese unter keinen Umständen an Dritte weitergeben.

Fast fertig...

Wir haben Ihren eine E-Mail geschickt.

Bitte prüfen Sie Ihren Posteingang und aktivieren Sie Ihr Benutzerkonto, indem Sie auf den Link in der E-Mail klicken.

Sollten Sie die E-Mail innert 10 Minuten nicht erhalten haben, kontrollieren Sie, ob die E-Mail möglicherweise im Spam-Filter hängen geblieben ist. Ist die E-Mail auch dort nicht aufzufinden, schreiben Sie uns an anmelden@tageswoche.ch und wir kümmern uns darum.

Wir freuen uns, Sie in wenigen Minuten in unserer Community begrüssen zu dürfen.

Passwort wiederherstellen

TagesWoche

Tages Woche

Do, 17.05.2012

Kommentar 

12.12.2011, 20:43 Uhr

Kommentar: An der Nase herumgeführt

12.12.2011, 20:43 Uhr

Nachdem BaZ-Verleger Moritz Suter das Handtuch geworfen hat, ist endgültig klar, dass Christoph Blocher das Unternehmen kontrolliert. Der SVP-Stratege war allgemein als heimlicher Herrscher vermutet worden. Dennoch verschleierte er die Besitzverhältnisse ein Jahr lang. Von Remo Leupin

 

 Welche Ironie der Geschichte: Nur wenige Stunden, nachdem die Basler Regierung ein weiteres Mal eindringlich Transparenz über die Besitzverhältnisse bei der «Basler Zeitung» gefordert hatte, wurde diese am Montagabend auf einen Schlag geschaffen – von Moritz Suter höchstpersönlich. In einer E-Mail informierte Suter die BaZ-Redaktion, dass er als BaZ-Verleger das Handtuch geworfen habe, da er sich mit seinem «Darlehensgeber» nicht einig geworden sei, «wie die BaZ-Gruppe zu führen ist». Offensichtlich ist es Suter nicht gelungen, die Familie Blocher von einem Eignerwechsel zu überzeugen. Diese Lösung hätte zum einen die Herausgabe von Volksaktien «für 78’000 Abonnenten», zum anderen eine «substanzielle Kapitalerhöhung» durch Investoren vorgesehen, die bereit gewesen wären, einen Teil der bisher geleisteten Darlehen abzulösen.

Nun hat sich für viele BaZ-Leserinnen und -Leser, aber auch für die Angestellten der Zeitung bestätigt, was man angesichts des Katz-und-Maus-Spiels der BaZ-Verantwortlichen schon lange ahnen konnte: Christoph Blocher kontrolliert die BaZ – zusammen mit seiner Tochter Rahel. Ein Jahr lang wurden die Abonnenten und die BaZ-Mitarbeiter an der Nase herumgeführt: von Christoph Blocher, der in jedem Interview mantramässig dementierte, die BaZ zu besitzen oder Einfluss auf die Zeitung auszuüben – aber auch von Moritz Suter, der sich stets schützend vor seinen ominösen «Darlehensgeber» stellte.

Das stete Vertuschen der wahren Besitzverhältnisse hat nicht nur die Glaubwürdigkeit Blochers und Suters ramponiert, sie schadet auch den BaZ-Redaktorinnen und -Redaktoren, die nach bestem Wissen und Gewissen eine Zeitung machen und dabei Monate im Ungewissen gelassen wurden: Welcher Leser mag noch einer Zeitung vertrauen, deren Führung ein Jahr lang etwas zu verstecken hatte?

Noch unbestätigten Informationen zufolge soll nun FDP-Nationalrat Filippo Leutenegger als Verwaltungsratspräsident Moritz Suters gescheiterte Mission fortführen. Leutenegger ist in der Medienszene als knallharter Sanierer bekannt: Mit eisernem Besen machte er vor einigen Jahren für eine Investorengruppe rund um Tito Tettamanti die damalige Jean Frey AG («Beobachter», «Bilanz», «Weltwoche») für die Verheiratung mit dem deutschen Axel-Springer-Verlag fit. Kommt der Zürcher wirklich bei der BaZ ans Ruder, steht den Angestellten der Druckerei und den Redaktorinnen und Redaktoren ein weiterer harter Winter bevor.  

  1. Nur eine Mail zum Abschied!

    von Cornelis Bockemühl um 13.12.2011 um 08:09Uhr

    Irgendwie kann das schon berühren: Gemäss den berühmten "gut informierten Kreisen", diesmal beim Tagesanzeiger (http://www.tagesanzeiger.ch/schweiz/standard/Rahel-Blocher-bernimmt-die-BaZAktien/story/22217250), durfte Moritz Suter sich nicht einmal mehr persönlich von der Redaktion verabschieden; eine "unautorisierte" Mail war alles was noch drin lag - wie demütigend! Man kann zwar sicher zu Recht kritisieren dass Moritz Suter das Versteckspiel um die wahren Besitzverhältnisse so lange mitgespielt hat und damit schlicht die Bevölkerung belogen und betrogen. Er scheint aber irgendwie sich auch selber hereingelegt zu haben in der Annahme, er habe bei der BaZ eine wichtigere, vielleicht gar gestaltende Rolle, und nicht nur die des Hampelmanns von Blochers Gnaden. Dabei war es offenbar von Anfang an klar: Ihm war die Rolle des "Dreckarbeiters" zugedacht der sich unbeliebt macht, Leute rausschmeisst, die Firma filetiert und die Teile reif für Liquidation oder Verkauf macht. Bis auf den Kern, das ideologische Kampfblatt. In dieser Rolle hat er "versagt", und dafür wird er jetzt gedemütigt. Aber wenigstens dieses "Versagen" ist ihm mit Sicherheit positiv anzurechnen!
    Direktlink zum Kommentar

  2. Es gibt Alternativen

    von Sam Lowry um 13.12.2011 um 08:14Uhr

    Das Schöne an der Pressefreiheit ist doch, dass man sich die Presse nach eigenem Gusto auswählen kann. Als Anhänger von Demokratie und freier Wirtschaft kann ich nichts Negatives an der Übernahme der BaZ erkennen; sind Zeitungen doch in erster Linie ein Wirtschaftsgut. Politisch werden sie erst durch die Leserschaft, welche eine einseitige Berichterstattung akzeptieren. Wenn diese sich einer manipulativen Meinungsmache wiedersetzen, werden auch Monopolblätter sehr rasch wieder zu guten, lesbaren Zeitungen. Ich für meinen Teil kann mit einer Kombination aus TagesAnzeiger und der TagesWoche sehr gut leben. Kein Grund zum Jammern. Im Gegenteil!
    Direktlink zum Kommentar

  3. Zeitungen sind NICHT "in erster Linie Wirtschaftsgut"!

    von Cornelis Bockemühl um 13.12.2011 um 08:27Uhr

    @Sam Lowry: Klar sind Zeitungen AUCH ein Wirtschaftsgut das man kaufen kann - oder auch nicht! (Im Gegensatz zum Fernsehen in der nahen Zukunft, das man von Staats wegen bezahlen muss auch wenn man es nicht konsumiert!) Dennoch muss ich vehement widersprechen: Zeitungen und andere Medien sind in erster Linie Teil des öffentlichen Diskurses, der stattfindet bevor Entscheide gefällt werden auf welche Art auch immer. Also quasi Teile eines "öffentlichen Denkprozesses", und das ist viel mehr als nur Meinungen auszutauschen, zu diskutieren oder gar zu manipulieren. Das fängt vielmehr schon damit an, welche Ereignisse überhaupt öffentlich wahrgenommen werden und geht bis zur Prägung des Stils der Auseinandersetzungen, und vieles mehr. Und da HATTE die BaZ für Basel einmal eine ganz wichtige Rolle inne! Allerdings kann auch ich dem Besitzerwechsel Positives abgewinnen, indem eine gewisse Gewöhnung und Bequemlichkeit jetzt hinterfragt werden muss - und auch ich lebe inzwischen mit BZ und Tageswoche besser als vorher mit der Noch-Nicht-BloZ!
    Direktlink zum Kommentar

  4. Namenswechsel

    von Rudi Buchmann um 13.12.2011 um 08:49Uhr

    Wann kommt der Namenswechsel? Diese Zeitung wurde ja kaum von der Familie Blocher gekauft, damit sie ein regionales Provinzblatt bleibt?
    Direktlink zum Kommentar

  1. Blocher und Leutenegger ja dann Prosit

    von Michel Berthet um 12.12.2011 um 21:00Uhr

    Liebe Basler
    Phillipo war schon immer der bessere SVPler als Blocher. Nun kann er endlich Flagge zeigen. Ja liebe Basler jetzt ist fertig "Läckerli"essen, nun gibt Zürich die Vorgaben und das ist "Geschnetzeltes".
    Fragt sich ob der Basler Taig nun vielleicht doch noch ein paar Millionen auf den Tisch legt? nur um weiter gut schlafen zu können?
    Mit solidarischen Grüssen aus dem Mitteland dort macht sich jetzt ein Einheits- Radiobrei im Aether breit. Wanner lässt grüssen.
    Michel Berthet
    Direktlink zum Kommentar

  2. dunkelkammer

    von Paul Müller um 12.12.2011 um 21:09Uhr

    Nachdem Blocher kein Licht in die dunkelkammer staenderat bringen konnte, fiel nun das Licht in die dubiosen Finanzgeschaefte Blochers
    Direktlink zum Kommentar

  3. ..näbe Läckerli au no Zytig...s'git nomeh z'kaufe...

    von Basilea84 um 12.12.2011 um 21:54Uhr

    ...zum Glück ist CB nicht mehr BR! Sein Verhalten erinnert an einen Murdoch und eigentlich wissen es ja alle...mit Geld kann man die CH zukleistern, man kann Politikerkollegen kaufen und verkaufen, aber Demokratie und Meinungsvielfalt sind meist nicht durch Geld zu generieren...wenn schon die WW doch nicht das Leibblatt des Chefstrategen und der SVP ist...kann das jetzt die BaZ tun...
    Direktlink zum Kommentar

  4. BaZ-Verleger Moritz Suter gibt auf

    von Bernhard Küng um 12.12.2011 um 23:49Uhr

    Dass Ch. Blocher solche heimlichen Spiele macht um sich mehr Medienpräsenz und Macht zu kaufen ist ja klar. Aber dass Moritz Suter als Basler in diesem heimlichen Spiel mitmachte und die Basler damit hinters Licht führte ist umso trauriger. Warum wird er nicht auch kritisiert? Nun wird von der Familie Blocher wohl ein neuer Strohmann gesucht... (Leutenegger ..?) doch nun müsste es ja jeder wissen was da läuft, die BaZ ist zweite Weltwoche...
    Direktlink zum Kommentar

  5. Moritz Suter wechselt zur Tageswoche!

    von rodo um 13.12.2011 um 03:29Uhr

    Jetzt ist es gewiss, Remo Leupin gibt auf!
    Direktlink zum Kommentar

  6. Nur eine Mail zum Abschied!

    von Cornelis Bockemühl um 13.12.2011 um 08:09Uhr

    Irgendwie kann das schon berühren: Gemäss den berühmten "gut informierten Kreisen", diesmal beim Tagesanzeiger (http://www.tagesanzeiger.ch/schweiz/standard/Rahel-Blocher-bernimmt-die-BaZAktien/story/22217250), durfte Moritz Suter sich nicht einmal mehr persönlich von der Redaktion verabschieden; eine "unautorisierte" Mail war alles was noch drin lag - wie demütigend! Man kann zwar sicher zu Recht kritisieren dass Moritz Suter das Versteckspiel um die wahren Besitzverhältnisse so lange mitgespielt hat und damit schlicht die Bevölkerung belogen und betrogen. Er scheint aber irgendwie sich auch selber hereingelegt zu haben in der Annahme, er habe bei der BaZ eine wichtigere, vielleicht gar gestaltende Rolle, und nicht nur die des Hampelmanns von Blochers Gnaden. Dabei war es offenbar von Anfang an klar: Ihm war die Rolle des "Dreckarbeiters" zugedacht der sich unbeliebt macht, Leute rausschmeisst, die Firma filetiert und die Teile reif für Liquidation oder Verkauf macht. Bis auf den Kern, das ideologische Kampfblatt. In dieser Rolle hat er "versagt", und dafür wird er jetzt gedemütigt. Aber wenigstens dieses "Versagen" ist ihm mit Sicherheit positiv anzurechnen!
    Direktlink zum Kommentar

  7. Es gibt Alternativen

    von Sam Lowry um 13.12.2011 um 08:14Uhr

    Das Schöne an der Pressefreiheit ist doch, dass man sich die Presse nach eigenem Gusto auswählen kann. Als Anhänger von Demokratie und freier Wirtschaft kann ich nichts Negatives an der Übernahme der BaZ erkennen; sind Zeitungen doch in erster Linie ein Wirtschaftsgut. Politisch werden sie erst durch die Leserschaft, welche eine einseitige Berichterstattung akzeptieren. Wenn diese sich einer manipulativen Meinungsmache wiedersetzen, werden auch Monopolblätter sehr rasch wieder zu guten, lesbaren Zeitungen. Ich für meinen Teil kann mit einer Kombination aus TagesAnzeiger und der TagesWoche sehr gut leben. Kein Grund zum Jammern. Im Gegenteil!
    Direktlink zum Kommentar

  8. Christof Blocher

    von Henri Ginther um 13.12.2011 um 08:22Uhr

    iste jemanden in den Sinn gekommen einmal Blochers Vergangenheit zu durchleuchten und sich die Frage stellt woher sein Reichtum herkommt. Nur ein Fall , Ebner und Blocher in der Affäre Allusuisse.
    Direktlink zum Kommentar

  9. Das Ende der BaZ

    von Jan Fässler um 13.12.2011 um 08:25Uhr

    So wird diese Zeitung in Basel untergehen...
    Direktlink zum Kommentar

  10. Zeitungen sind NICHT "in erster Linie Wirtschaftsgut"!

    von Cornelis Bockemühl um 13.12.2011 um 08:27Uhr

    @Sam Lowry: Klar sind Zeitungen AUCH ein Wirtschaftsgut das man kaufen kann - oder auch nicht! (Im Gegensatz zum Fernsehen in der nahen Zukunft, das man von Staats wegen bezahlen muss auch wenn man es nicht konsumiert!) Dennoch muss ich vehement widersprechen: Zeitungen und andere Medien sind in erster Linie Teil des öffentlichen Diskurses, der stattfindet bevor Entscheide gefällt werden auf welche Art auch immer. Also quasi Teile eines "öffentlichen Denkprozesses", und das ist viel mehr als nur Meinungen auszutauschen, zu diskutieren oder gar zu manipulieren. Das fängt vielmehr schon damit an, welche Ereignisse überhaupt öffentlich wahrgenommen werden und geht bis zur Prägung des Stils der Auseinandersetzungen, und vieles mehr. Und da HATTE die BaZ für Basel einmal eine ganz wichtige Rolle inne! Allerdings kann auch ich dem Besitzerwechsel Positives abgewinnen, indem eine gewisse Gewöhnung und Bequemlichkeit jetzt hinterfragt werden muss - und auch ich lebe inzwischen mit BZ und Tageswoche besser als vorher mit der Noch-Nicht-BloZ!
    Direktlink zum Kommentar

Kommentieren

Informationen zum Artikel

12.12.2011, 20:43 Uhr

Kommentar: An der Nase herumgeführt

Text

Text: remo leupin

  • 17.05.2012 um 13:05
    Tageswoche vom 18.5.: Die Themen

    «Lärmstadt» Basel» – Veranstalter ärgern sich über die Verwaltung; FC Basel – alles über das Double; Baselbieter Sparpaket – warum man Nein stimmen sollte; Managed Care – die Vorlage wird am Widerstand der Ärzte scheitern; Autor Peter Bichsel im Gespräch; Stefan Meierhans – der Preisüberwacher spricht Klartext; Birsfelden – mehr als eine Zoffgemeinde… Dies und mehr am Freitag, 18. Mai, in der neuen TagesWoche – im Abo und am Kiosk.

  • 11.05.2012 um 00:01
    «Ein bisschen zündeln macht mir Spass»

    Der scheidende Operndirektor Dietmar Schwarz über seine Zeit in Basel, Gewalt an der Oper – und das harte Theaterpflaster Berlins.

  • 11.05.2012 um 00:01
    Muttertag? Vatertag? Besser wäre ein Elterntag

Weitere Texte im Autorenprofil

Aktuell

JEAN-CHRISTOPHE BOTT: Der wahre Held: Benjamin Huggel war an seinem Letzten eine Wucht - vor dem Tor und auf dem Balkon.

Basel 

Benis Letzter

Sie hatten die Wangen mit blauweissen Streifen bemalt, sie hatten lustige Hüte an, sie sangen selten, aber laut. Und sie verloren. Und wir? Wir feierten das fünfte Double in der Geschichte der FC Basel. Mit und dank dem Meister jeder Balkonfeier: Beni Huggel. Von Philipp Loser. Weiterlesen

:
7

Mittendrin 

Hurra, ein neues Design!

Ein neues Design für die Website, eine komplett neue mobile Site, eine verbesserte Suche, eine verbesserte Agenda, Login mit Facebook und eine Neuheit namens Omniticker. All das bringt der erste Relaunch der TagesWoche im Netz. Details gibt es nach dem Klick. Von David Bauer. Weiterlesen7 Kommentare

Tara Hill:
1

Basel 

Tageswoche vom 18.5.: Die Themen

«Lärmstadt» Basel» – Veranstalter ärgern sich über die Verwaltung; FC Basel – alles über das Double; Baselbieter Sparpaket – warum man Nein stimmen sollte; Managed Care – die Vorlage wird am Widerstand der Ärzte scheitern; Autor Peter Bichsel im Gespräch; Stefan Meierhans – der Preisüberwacher spricht Klartext; Birsfelden – mehr als eine Zoffgemeinde… Dies und mehr am Freitag, 18. Mai, in der neuen TagesWoche – im Abo und am Kiosk. Von Remo Leupin. Weiterlesen1 Kommentar