Open

eingeloggt als
Ausloggen


An Redaktion schreiben

  • Erlaubte Dateiformate: Bilder (jpg, png, gif) Dokumente (pdf)

eingeloggt als
Ausloggen


Mein Kommentar

Registrierung

Mit Ihrem Benutzerkonto können Sie Ihr Abo verwalten, Artikel kommentieren und mit anderen Leserinnen und Lesern in Kontakt treten.

Das Benutzerkonto ist kostenlos und kann jederzeit wieder gelöscht werden.

Bitte geben Sie Ihre E-Mail Adresse ein. Wir werden diese unter keinen Umständen an Dritte weitergeben.

Fast fertig...

Wir haben Ihnen eine E-Mail geschickt.

Bitte prüfen Sie Ihren Posteingang und aktivieren Sie Ihr Benutzerkonto, indem Sie auf den Link in der E-Mail klicken.

Sollten Sie die E-Mail innert 10 Minuten nicht erhalten haben, kontrollieren Sie, ob die E-Mail möglicherweise im Spam-Filter hängen geblieben ist. Ist die E-Mail auch dort nicht aufzufinden, schreiben Sie uns an anmelden@tageswoche.ch und wir kümmern uns darum.

Wir freuen uns, Sie in wenigen Minuten in unserer Community begrüssen zu dürfen.

Passwort wiederherstellen

TagesWoche

Tages Woche

Do, 23.05.2013

Baloise Kunstpreis 

18.11.2011, 09:09 Uhr

Eine griechische Trägodie im Mumok Wien

18.11.2011, 09:09 Uhr

Eigentlich ist man es sich bei der Baloise langsam gewohnt, Preise zu übergeben: Seit nunmehr zwölf Jahren vergibt die Versicherungsgesellschaft ihren Kunstpreis. Trotzdem ist das Erlebnis immer wieder speziell, was an den anwesenden Leuten liegt, an den Künstlern bisweilen. Am Donnerstag Abend, im Museum moderner Kunst (Mumok) in Wien, wo ein Werk der britischen Künstlerin Claire Hooper übergeben wurde, ging es sehr emotional zu. Von Karen N. Gerig

«Eris» in einer Zeichnung von Claire Hooper. (c) Hollybush Gardens

«Eris» in einer Zeichnung von Claire Hooper. (c) Hollybush Gardens

Die Preisübergabe, mit einer Laudatio von Baloise VR-Ehrenpräsident Rolf Schäuble, daneben Mumok-Direktorin Karola Kraus, Kuratorin Eva Badura, Danielle (Eris) und Künstlerin Claire Hooper.

Die Preisübergabe, mit einer Laudatio von Baloise VR-Ehrenpräsident Rolf Schäuble, daneben Mumok-Direktorin Karola Kraus, Kuratorin Eva Badura, Danielle (Eris) und Künstlerin Claire Hooper.(Bild: Karen N. Gerig)

Der Baloise Kunst-Preis wird alljährlich seit 1999 an den Art Basel Statements an zwei vielversprechende Kunstschaffende verliehen. Er ist mit 30’000 Franken dotiert und beinhaltet ausserdem den Erwerb von einem oder mehreren Werken. Diese Kunstwerke schenkt die Baloise jeweils zwei bedeutenden europäischen Kunsthäusern, dem Mumok und der Hamburger Kunsthalle. Während die Hamburger Kunsthalle seit Anbeginn in den Genuss der Schenkungen kommt, ist Wien erst seit fünf Jahren dabei – und würde es gerne noch etwas bleiben, wie Direktorin Karola Kraus versichert.

Dabei gibt es gerade innerhalb der Baloise einige Wechsel zu verzeichnen, die auch Unsicherheit bedeuten könnten. Andreas Burckhardt hat im Mai Rolf Schäuble als Verwaltungsratspräsident abgelöst, und schon vor einem Jahr hat Dominik Müller die Stelle des Konzernsprechers von Philipp Senn übernommen, der am Auf- und Ausbau des Kunstsponsorings des Unternehmens massgeblich beteiligt war. Senn, der sein Kunstpreis-Amt auf Mandatsbasis noch auf unbestimmte Zeit weiterführt, ist aber zuversichtlich, dass die Baloise ihr Engagement auch nach diesen Wechseln weiterführen wird. Auch Schäuble, seit Mai Ehrenpräsident des Verwaltungsrats, betonte dies in seiner Rede.

Karola Kraus, seit einem Jahr erst Direktorin des Mumok, konnte mit der Preisübernahme am Donnerstag gleich noch eine Eröffnung feiern: Im untersten Geschoss des siebenstöckigen Hauses, das sie seit ihrem Amtsantritt hat renovieren und leicht umgestalten lassen, liess sie ein Kino einrichten für die immer zahlreicher werdenden Videoarbeiten, die ihren Weg in die Sammlung finden. Hier sitzt man nun also nicht auf schnöden Holzbänken, sondern in Kinosesseln, und guckt die Kunstwerke auf einer Leinwand an.

Claire Hooper durfte diesen Saal mit einer Uraufführung ihres Filmes «Eris» einweihen. Und wäre all dies nicht schon Grund genug für Emotionen, so brachte die Engländerin gleich noch ihre Hauptdarstellerin mit, was manchen Zuschauern die Tränen in die Augen trieb. Wieso denn?, mag sich manch einer nun fragen. Nun, «Eris» ist die Geschichte einer Frau, die in einem Waisenhaus von einem Waisenhauskind geboren wurde. Nach einer unruhigen Kindheit wird auch sie mit 15 Jahren schwanger und kämpft im Film gegen die Sozialbehörden, die ihr das Kind wegnehmen wollen. Es ist die Geschichte von Danielle, die im Film sich selbst verkörpert; eine hübsche, afrikanischstämmige Frau, die inzwischen um das Sorgerecht für zwei Kinder kämpft.

Danielles Anwesenheit verlieh Hoopers Film eine zusätzliche, verstärkende Note. «Eris» ist in seinen Grundzügen wie alle Filme der Engländerin an die griechische Mythologie angelehnt und erinnert phasenweise stark an eine ins Zeitgenössische übersetzte griechische Tragödie. Ein starkes Werk, das unter die Haut geht.

Drei Filme hat Hooper ins Mumok mitgebracht, zwei davon wird die Baloise dem Museum schenken. Welche, das war am Donnerstag noch nicht klar – zu frisch war der Eindruck der neuen Werke noch bei den Verantwortlichen. Es wird keine grosse Rolle spielen, denn eindrücklich sind die Filme allesamt.

Bisher wurden keine Kommentare zu diesem Artikel von der Redaktion hervorgehoben.

Kommentieren

Informationen zum Artikel

18.11.2011, 09:09 Uhr

Eine griechische Trägodie im Mumok Wien

Text

Text:

  • 17.05.2013 um 14:06
    Bilder gehen wohl doch auf Wanderschaft

    Teile der Sammlung sollen während der Schliessung des Kunstmuseums nun eventuell doch im Ausland zu sehen sein. An einer Medienkonferenz wurde am Freitag sonst vor allem erklärt, aber wenig Neues bekannt gegeben.

  • 08.05.2013 um 16:57
    Immer noch voller Pläne

    Seit 20 Jahren führt Tony Wuethrich seine Galerie an der Vogesenstrasse. Ein Grund zum Feiern.

  • 08.05.2013 um 10:44
    Das Kunstmuseum macht ein Jahr Pause

    Das Kunstmuseum Basel muss wegen Sanierungsarbeiten ab Februar 2015 für ein Jahr seine Türen schliessen. Gemeinsam mit dem Erweiterungsbau soll der aufgefrischte Altbau im März 2016 wiedereröffnet werden.

  • 07.05.2013 um 16:08
    Comixshop
    Zum Artikel: Basler Kult.kino Atelier will expandieren

    Liebe Frau Suess, wie mir gerade offiziell bestätigt wurde: Der Comixshop wird sicher in der Thaterpassage verbleiben – dies auf ausdrücklichen Wunsch der kult.kino-Leute, die dessen Nachbarschaft sehr schätzen, wie Suzanne Schweizer mir soeben versich...

  • 26.01.2013 um 20:14
    Fotostrecke
    Zum Artikel: Ein Auftakt nach Mass

    Lieber Kulturbetrachter, tatsächlich haben wir ansonsten noch keine Klagen erhalten, und bei uns funktionieren die Fotostrecken auch von ausserhalb. Ich leite das Problem aber gerne trotzdem mal an unsere Techniker weiter. Schönen Wochenendrest, Karen ...

  • 23.12.2012 um 14:06
    Heieiei....
    Zum Artikel: 7 Weihnachtsfilme für Stubenhocker

    Lieber Herr Wilhelm, Sie haben recht. Zwar haben wir Edward gefunden, als wir anfingen, die Liste zu erstellen - doch jetzt kommt der Film im Programm tatsächlich nicht mehr vor. Äusserst schade, finde ich. Wir haben den Tipp nun ausgetauscht gegen ein...

Aktuell

sda: Barbara Frey, Intendantin des Schauspielhauses Zürich

Theater 

Viel Klassik am Schauspielhaus Zürich

Klassische Stoffe, darunter ein fünfteiliger Schwerpunkt Schweiz, dominieren den Spielplan 2013/2014 am Schauspielhaus Zürich. Daneben gibt es aber auch aktualitätsbezogene zeitgenössische Projekte - für Erwachsene wie für Jugendliche.Von sda. Weiterlesen

Valentin Kimstedt: Gevorg Gharabekyan hat die Hände voll zu tun: Er ist Konzertmeister beim Collegium Musicum Basel und dirigiert am 22. Mai das erste Konzert mit «I Tempi».

Kammerorchester 

«Dirigieren ist mein Traum»

Die Basler Orchesterlandschaft bekommt Zuwachs. Ist da noch Platz? Der junge Dirigent Gevorg Gharabekyan erzählt, warum er «I Tempi» gegründet hat.Von Valentin Kimstedt. Weiterlesen

: Er hat der Orgel mit seinem Spiel die Türen zum Psychedelikrock geöffnet: Ray Manzarek.
7

Listomania 

Örgeli-Rock für die Ewigkeit

Mit Ray Manzarek (The Doors) ist ein weiterer grosser Rock-Orgler gestorben – was uns dazu veranlasst, an sieben unverwüstliche Klassiker zu erinnern, in denen die Orgel eine dominante Rolle spielte: Von «Light My Fire» bis «A Whiter Shade Of Pale».Von Marc Krebs. Weiterlesen7 Kommentare

1