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Skandälchen 

18.11.2011, 16:53 Uhr

Die böse Zunge

18.11.2011, 16:53 Uhr

Ein Regierungsrat streckt im Fernsehen die Zunge raus. Uiuiui. Von

Die Zunge des Anstosses

Die Zunge des Anstosses(Bild: Screenshot Telebasel)

Wie es so steht, um diesen Kanton und diese Stadt, das konnte man am Mittwoch im lokalen Fernsehen erleben. Hauptperson der Ungeheuerlichkeit, was sage ich, des Skandals!, war Baudirektor Hans-Peter Wessels. Es war nach dem geschätzten zehnten ernsten U-Abo-Interview des Tages, als Baudirektor Wessels mit einem Redaktor von «Telebasel» herumalberte, in einem gelösten (und vermeintlich unbeobachteten) Moment die Backen fahren liess und seine Zunge mit einem gleichzeitigen «Böh» nach draussen streckte.

Erwischt! Anscheinend, so versicherte sein Sprecher André Frauchiger dem Regionaljournal in der am Freitag entstandenen Aufregung, habe Wessels nicht gewusst, dass die Kamera noch am Laufen gewesen sei. Auch Wessels selber musste sich in einer journalistischen Aufarbeitung von «Onlinereports» äussern: «Die Sequenz wurde total aus dem Zusammenhang gerissen.»

Das war sie in der Tat – aber wenigstens halb originell. «Telebasel»-Redaktor Frank Linhart liess sich zur launigen (und inzwischen entschuldigten) Schlusspointe verleiten, der Baudirektor sehe den kommenden Diskussionen rund ums U-Abo gelassen entgegen. Schnitt, die Zunge, «böh».

Der heilige Zorn

Uiuiui, damit ging es los. Die Zungen-Sekunde reichte, um den heiligen Zorn der Basler Zeitung heraufzubeschwören. Unter dem Titel «Ein grosser Junge spielt Regierungsrat» hiess es in einem halbseitigen Leitartikel: «Erklärbar ist dieser Fauxpas in Wessels’ gegenwärtiger Situation, entschuldbar ist er für einen Magistraten nicht.» Damit definierte der Text eine ganz neue Kategorie von «unentschuldbarem Verhalten». Das Budget frisieren? Den unqualifizierten Kollegen einstellen? Der Sekretärin an den Allerwertesten fassen? Alles halb so wild. Aber im Fernsehen die Zunge rausstrecken? Gott bewahre!

Die Zunge ist dabei im Text nur die Spitze des Übels. In einer Art metaphysischer Gleichung geht es von der Zunge zu Solarpanels und Volta-Randalen und zurück zur Zunge, die eigentlich nur von kleinen Buben und Clowns herausgestreckt würde. Abgesehen davon, dass das nicht stimmt (sehen Sie hier, hier, hier und hier), ist es auch, naja, wie soll man sagen.

Etwas spiessig.

Und etwas peinlich auch. Das politische Versagen eines Politikers mit einer herausgestreckten Zunge belegen zu wollen, wird dem gleichzeitig eingeforderten Ernst nicht gerecht.

In diesem Sinne: Regierungsrat Wessels hat im Fernsehen die Zunge rausgestreckt.

Na und.

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Reaktionen

  1. Christoph Rytz

    am 18.11.2011, 19:36

    Danke für diesen pointierten Artikel. Und damit ist dieser vermeintliche "Skandal" hoffentlich rasch und endgültig wieder in die richtige Dimension gerückt.

  2. Esther

    am 19.11.2011, 07:50

    ...ist nicht Wessels Zungenrausstrecker, sondern das "Gschtürm", das daraus gemacht wird. Meine Güte, ist sachliche Kritik denn so schwierig? Danke für den guten Artikel!

  3. Fredy Born

    am 19.11.2011, 21:10

    Bin zwar mit Herr Wessels ganz und gar nicht einverstanden und in Sache U-Abo habe ich schon gar nicht das Heu auf der gleiche Bühne, aber diesen "Zungenstrecker" soll man als das nehmen als das er wahrscheinlich gedacht war, als einen Jux.

  1. Brigitte Sahin

    am 18.11.2011, 17:44

    Es ist unübersehbar, dass die BAZ nur darauf wartet, ihr ungenehme Politiker zu zerpflücken, sie wartet nachgerade darauf, dass sich jemand mal etwas (allzu) menschlich zeigt. Ebenso wurde heute Eveline Widmer Schlumpf nach Strich und Faden zerrissen, da nach Somm's Interpretation nun klar feststehe, dass die Frau gelogen habe anlässlich ihrer Wahl zur Bunderätin. Gott sei Dank geht es in der SVP wenigstens immer ganz und gar korrekt wie auch kongruent zur Parteileitung zu und her! Wo käme... mehrEs ist unübersehbar, dass die BAZ nur darauf wartet, ihr ungenehme Politiker zu zerpflücken, sie wartet nachgerade darauf, dass sich jemand mal etwas (allzu) menschlich zeigt. Ebenso wurde heute Eveline Widmer Schlumpf nach Strich und Faden zerrissen, da nach Somm's Interpretation nun klar feststehe, dass die Frau gelogen habe anlässlich ihrer Wahl zur Bunderätin. Gott sei Dank geht es in der SVP wenigstens immer ganz und gar korrekt wie auch kongruent zur Parteileitung zu und her! Wo käme die Schweiz denn sonst auch hin?

  2. Verifiziert

    Markus Christen

    am 18.11.2011, 18:24

    Viel gibt's dazu ja nicht wirklich nicht zu sagen. Gratulation an Philipp Loser, der solches genau so einordnet wie es sein muss. "Na und."

  3. Christoph Rytz

    am 18.11.2011, 19:36

    Danke für diesen pointierten Artikel. Und damit ist dieser vermeintliche "Skandal" hoffentlich rasch und endgültig wieder in die richtige Dimension gerückt.

  4. Christoph Meury

    am 18.11.2011, 20:51

    Liebe Journalisten und Journalisten von Hüben & Drüben, macht's doch wie euer Kollege Peter Knechtli auf Onlinereports: Er recherchiert, fragt nach und stellt fest, dass TeleBasel mit der Bild-Sequenz eine unfaire Geschichte lanciert, welche so vor der Kamera gar nicht stattgefunden hat, die BaZ, völlig unreflektiert und blöd nach hechelt und meint sie könne jetzt Stimmung gegen RR Hans-Peter Wessels machen. Mein Gott: Wie weit will man das Niveau noch absenken?

  5. gidze3000

    am 18.11.2011, 21:33

    Hier, hier, hier und hier - diese traumhaften Bild-Beispiele setzen den "Skandal" ins rechte Licht. Danke

  6. Esther

    am 19.11.2011, 07:50

    ...ist nicht Wessels Zungenrausstrecker, sondern das "Gschtürm", das daraus gemacht wird. Meine Güte, ist sachliche Kritik denn so schwierig? Danke für den guten Artikel!

  7. Marbaum

    am 19.11.2011, 17:30

    Schiessen gegen die BaZ scheint bei der Tageswoche Programm. So wird sie schnell entbehrlich.

  8. Thomas Hochwald

    am 19.11.2011, 18:40

    Danke für den guten Artikel. Wenn wir uns schon auf Äusserlichkeiten einschiessen wollen: Mir ist die Zunge von Wessels lieber als das Schamhaar-Bärtli eines gewissen BaZ-Redaktors.

  9. Marbaum

    am 19.11.2011, 21:03
  10. Fredy Born

    am 19.11.2011, 21:10

    Bin zwar mit Herr Wessels ganz und gar nicht einverstanden und in Sache U-Abo habe ich schon gar nicht das Heu auf der gleiche Bühne, aber diesen "Zungenstrecker" soll man als das nehmen als das er wahrscheinlich gedacht war, als einen Jux.

Informationen zum Artikel

18.11.2011, 16:53 Uhr

Die böse Zunge

Text

Text:

  • 20.08.2013 um 12:04
    Zu schön
    Zum Artikel: Im Reservat der Lokalchauvinisten

    Soeben erreicht mich eine Mail von Matthias Müller, dem Gründer des «Club de Bâle». Er schreibt, dass seinen Informationen zufolge niemand der Involvierten des Club de Bâle hinter dem gleichnamigen Pseudonym in unseren Kommentaren steht. Wir sind im...

  • 19.08.2013 um 21:08
    Vorurteile
    Zum Artikel: Im Reservat der Lokalchauvinisten

    Sehr geehrte Damen und Herren des Club de Bâle, Ich kann mich nur wiederholen: Es ist Ihr gutes Recht, einen exklusiven Club zu gründen. Sie dürfen auch gerne Spässe über meinen Nachnamen machen – da wären Sie nicht die Ersten. Wo ich hingegen Mühe hab...

  • 12.08.2013 um 22:10
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