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Die Wochendebatte Soll in Basel das Rauchen in kleinen Beizen erlaubt sein?

Fazit

Portrait Monika Zech

Monika Zech

Redaktorin TagesWoche, leidenschaftliche Raucherin

Kaum ein Thema vermag derzeit eine Diskussion so anzuheizen wie das Rauchen. Das zeigte sich auch in dieser Debatte um die Wirteinitiative, die zwar das generelle Rauchverbot in Gastronomiebetrieben nicht in Frage stellt, Ausnahmen aber zulassen möchte. Über 60 Kommentare gingen ein: die meisten von Gegnern der Initiative. Dementsprechend ist auch das Resultat der Abstimmung – 60 Prozent Nein-, 40 Prozent Ja-Stimmen – keine Überraschung. Ebenfalls typisch für dieses Thema ist, dass die Diskussion zwar oft sachlich, teilweise aber auch gehässig geführt wurde. Den Argumenten einiger Befürworter, die auf  «Leben und leben lassen» setzten, hielten manche Gegner entgegen, dass sie damit «Sterben und Töten» befürworten würden. Im Grossen und Ganzen führten beide Seiten die bereits bekannten Gründe für ein Ja oder ein Nein ins Feld: Gute Kompromisslösung von der einen, Gesundheitsschutz für Gastro-Angestellte auf der anderen Seite. Das Basler Stimmvolk stimmt am 27. November über die Initiative ab.

Reaktionen

  1. bgomes

    am 11.11.2011, 11:49

    Das Thema Raucherbeizen hängt mir mittlerweile zum Hals raus. Mit missionarischem Eifer hetzen die Subventionsbezüger von der Lungenliga gegen eine Minderheit. Wo bleibt die Toleranz, wo das gesunde Augenmass? Wer nicht in eine Raucherbeiz will soll draussen bleiben. Basta. Ich habe Ja gestimmt. Hoffentlich gehen die Raucher diesmal abstimmen.

  2. Markus Diem

    am 11.11.2011, 12:06

    Ich selber würde in keinem Lokal essen wollen, in dem geraucht wird, aber dafür gibt es ja genug Angebote. Was mich zunehmend und immer mehr stört ist, dass wir dauernd über Dinge im Bereich des persönlichen Lebens abstimmen und so ein Diktat der Mehrheit errichten, die immer mehr in alle Lebensbereiche eingreift. Mit der 50 Prozentquote lässt sich letztlich fast alles verbieten, weil immer 50 Prozent oder mehr der Leute sich an irgendetwas stören. Man stelle sich mal vor, man beginnt... ... mehrIch selber würde in keinem Lokal essen wollen, in dem geraucht wird, aber dafür gibt es ja genug Angebote. Was mich zunehmend und immer mehr stört ist, dass wir dauernd über Dinge im Bereich des persönlichen Lebens abstimmen und so ein Diktat der Mehrheit errichten, die immer mehr in alle Lebensbereiche eingreift. Mit der 50 Prozentquote lässt sich letztlich fast alles verbieten, weil immer 50 Prozent oder mehr der Leute sich an irgendetwas stören. Man stelle sich mal vor, man beginnt Kulturpolitik mit dem Mehrheitsdiktat zu betreiben, dann ist in öffentlichen Räumen nur noch Grandprix der Volksmusik erlaubt, weil bei jeder anderen Stilrichtung werden sich 50 Prozent find, die die entsprechende störend finden. Ich habe schon einmal vor 2 Jahren ironischerweise mit dem Hinweis auf Verbot von häuslicher Gewalt ein Santiklausverbot gefordert, weil Schutz vor Prügel ist doch nicht verhandelbar…. oder nicht?

  3. willi11

    am 11.11.2011, 13:25

    Natürlich ist es schön, wenn Basel ab und zu "ANDERS TICKT",doch in Fragen der Gesundheit,finde ich es äusserst Fragwürdig, ob man das machen sollte, daher bin ich eher dagegen, das in Basler Beizen geraucht werden darf, trotz des nationalen Rauchverbots! Andere Länder machen es ja vor, dass man trotz Rauchverbot gute Geschäfte machen kann, es braucht nur etwas Phantasie und Willen bei den Beizen, die meinen die Leute bleiben dann weg!

  4. Roger Borer

    am 11.11.2011, 13:35

    Wir brauchen in Basel Treffpunkte für Raucher! Diese unsägliche Ausgrenzung ist doch lächerlich. Klar sollten die Speiserestaurants rauchfrei sein, einverstanden! Unsere Luft ist im Winter mit Feinstaub belastet, die Flugis lassen ihr Kerosin über Basel ab. Lastwagen lassen den Motor während des Abladens laufen etc...! Da müssten wir doch Alle zuhause bleiben! Die Raucher zahlen hohe Steuern, welche der AHV zugute kommt! Das Personal sollte selber entscheiden können, es gibt genug... ... mehrWir brauchen in Basel Treffpunkte für Raucher! Diese unsägliche Ausgrenzung ist doch lächerlich. Klar sollten die Speiserestaurants rauchfrei sein, einverstanden! Unsere Luft ist im Winter mit Feinstaub belastet, die Flugis lassen ihr Kerosin über Basel ab. Lastwagen lassen den Motor während des Abladens laufen etc...! Da müssten wir doch Alle zuhause bleiben! Die Raucher zahlen hohe Steuern, welche der AHV zugute kommt! Das Personal sollte selber entscheiden können, es gibt genug Servicestellen in Basel! Heute sind die Raucher am Pranger, Morgen die Dicken und Uebermorgen? Bald wimmelt es von depressiven Menschen, weil alles verboten wird!

  5. Angelo Rizzi

    am 11.11.2011, 14:44

    Ausgerechnet Raucher reden von Toleranz, dabei ist es eine unglaubliche Zwängerei – fast wie wenn man dem Kind die Puppe nimmt. Doch es ist schlimmer, es sind süchtige Menschen, die nicht akzeptieren wollen aber vor allem nicht akzeptieren können, dass zumindest in GESCHLOSSENEN Räumen nicht mehr geraucht wird. Die Raucher tun auch so, als möchte man ihnen das Rauchen verbieten. Sie ziehen alle Register. Sie scheuen auch keine Vergleiche. Autoabgase, Kerosin von Flugzeugen, Feinstaub, etc.... ... mehrAusgerechnet Raucher reden von Toleranz, dabei ist es eine unglaubliche Zwängerei – fast wie wenn man dem Kind die Puppe nimmt. Doch es ist schlimmer, es sind süchtige Menschen, die nicht akzeptieren wollen aber vor allem nicht akzeptieren können, dass zumindest in GESCHLOSSENEN Räumen nicht mehr geraucht wird. Die Raucher tun auch so, als möchte man ihnen das Rauchen verbieten. Sie ziehen alle Register. Sie scheuen auch keine Vergleiche. Autoabgase, Kerosin von Flugzeugen, Feinstaub, etc. Und schreiben sogar von den vielen Steuern, die sie dem Staat abliefern würden. Von amputierten Raucherbeinen, implantierten Kehlkopfmikrofonen und von transplantierten Lungen, Millionenschäden verursacht durch das Rauchen – davon kein Wort. Das darf dann die Allgemeinheit berappen. Es ist noch nicht lange her, da wurde in der Bahn, dem Tram, in allen Restaurants, allen öffentlichen Räumen, Schulen ja sogar in Spitälern wurde geraucht. Jetzt geht es um die letzte Bastion – ein paar Beizlein, damit man ja nicht das Gesicht verliert. Dabei haben die Raucher schon längst das Gesicht verloren. Die Strassen sind übersät mit Zigarettenstummeln. Rauchenden AutofahrerInnen kann man zusehen, wie sie ihren noch brennenden Glimmstengel aus dem Autofenster schmeissen - rücksichtslos eben. Raucher – wenn ihr euch unbedingt umbringen wollt durch eure Sucht, dann könnt ihr dies weiterhin tun. Aber nicht in GESCHLOSSENEN Räumen. Da gilt ab 27. November die Nulltoleranz!

  6. Jose Xavier Girau

    am 11.11.2011, 15:13

    Die meisten von uns wollen wahrscheinlich keine Rückkehr zu den Zeiten, in denen die Luft der Beizen und Restaurants zum Schneiden dick war und Familien sowie gesundheitsbewusste Baslerinnen und Basler auf der Türschwelle zum verrauchten Gastronomiebetrieb kehrt machten. Aber die Angestellten der Fumoirs können das heute noch nicht, denn sie sind Lohnabhängige. Jahr für Jahr, Tag ein Tag aus, jeweils mehrere Stunden pro Tag in cancerogener Umgebung. Arbeiter in der chemischen oder... ... mehrDie meisten von uns wollen wahrscheinlich keine Rückkehr zu den Zeiten, in denen die Luft der Beizen und Restaurants zum Schneiden dick war und Familien sowie gesundheitsbewusste Baslerinnen und Basler auf der Türschwelle zum verrauchten Gastronomiebetrieb kehrt machten. Aber die Angestellten der Fumoirs können das heute noch nicht, denn sie sind Lohnabhängige. Jahr für Jahr, Tag ein Tag aus, jeweils mehrere Stunden pro Tag in cancerogener Umgebung. Arbeiter in der chemischen oder pharmazeutischen Industrie sind da wohl um einiges besser geschützt. Die Mehrheit des Basler Stimmvolkes und eine Mehrheit der Angestellten des Gastronomie Gewerbes haben sich bereits vor Jahren Glasklar gegen das Rauchen in Beizen ausgesprochen und die gute Basler Lösung angenommen. Ich persönlich denke, ein jeder hat das Recht auf körperliche Unversehrtheit und Schutz der Gesundheit am Arbeitsort. Die Gefahr, die vom Passivrauchen ausgeht ist absolut unumstritten. Einfach zu sagen ... "ja ja das wissen wir doch alle und jetzt bitte nicht mehr von der Gesundheitsgefährdung reden"... ist gelinde gesagt ignorant. Schutz vor dem Passivrauchen und Schutz der Unversehrtheit hat Vorrang vor der Freiheit des Rauchens in den Gastronomiebetrieben. Die Freiheit des Einen hört eben da auf, wo invasiv andere gefährdet und genötigt werden. Und die Angestellten der Gastronomie können sich ja gerade nicht dieser Gefahr entziehen. Deshalb nochmals ein deutliches NEIN zur Wirteinitiative mit ihrer perfiden „Ja zum Nichtraucherschutz“ Parole.

    Vor einigen Jahrzehnten gab es auch einen grossen Aufschrei als die Gurtpflicht im Strassenverkehr eingeführt wurde, manch einer sah die Freiheit des Einzelnen gefährdet und der Weltuntergang war zum Greifen nahe. Doch: Seit der Einführung des Gurtenobligatorium vor 30 Jahren wurden Abertausende von Leben gerettet und Schwerstverletzte verhindert -Dank der gesetzlichen Verankerung.
    Auch der starke Schutz vor dem Passivrauchen soll uns schon längst zur Selbstverständlichkeit geworden sein wie jede Art von Schutz vor unfreiwilliger, invasiver Gefährdung von Leib und Leben ....

  7. Thomas Hochwald

    am 11.11.2011, 16:41

    Was genau hat Rauchen eigentlich mit Freiheit zu tun? Erstaunlich, wie viele Leute hier die Sprüche der Werbung ungefiltert übernommen haben. Die meisten RaucherInnen kennen diesen inneren Drang, sich eine anzuzünden, dem man fast nicht widerstehen kann. Ist das Freiheit? Oder doch Sucht? Privatsache ist es jedenfalls nicht mehr, sobald irgendwer gezwungen ist mitzurauchen - und das ist in einem Restaurant immer der Fall. Man denke an die Arbeitnehmenden. Danke für ein klares Nein zur... ... mehrWas genau hat Rauchen eigentlich mit Freiheit zu tun? Erstaunlich, wie viele Leute hier die Sprüche der Werbung ungefiltert übernommen haben. Die meisten RaucherInnen kennen diesen inneren Drang, sich eine anzuzünden, dem man fast nicht widerstehen kann. Ist das Freiheit? Oder doch Sucht? Privatsache ist es jedenfalls nicht mehr, sobald irgendwer gezwungen ist mitzurauchen - und das ist in einem Restaurant immer der Fall. Man denke an die Arbeitnehmenden. Danke für ein klares Nein zur Zwängerei des Wirteverbands.

  8. Verifiziert

    Rolf Stürm

    am 11.11.2011, 21:51

    Ich stimme Sarah Weiss in drei Anliegen zu:
    1. „Doch die jetzig angewandte und rechtlich umstrittene Fümoar-Vereinsstruktur bietet keinerlei Schutz für die Angestellten“.
    2. „Es ist schlicht unsinnig, zu so einer Frage in jedem Kanton ein anderes Gesetz zu haben. Die Kantonsgrenzen sind eng beieinander, da braucht es nicht nochmals 26 kantonale Regelungen“.
    3. „Es braucht eine Regelung, die für alle gilt, die akzeptiert und klar durchgesetzt wird.“
    Ich ziehe daraus aber völlig gegensätzliche... ... mehrIch stimme Sarah Weiss in drei Anliegen zu:
    1. „Doch die jetzig angewandte und rechtlich umstrittene Fümoar-Vereinsstruktur bietet keinerlei Schutz für die Angestellten“.
    2. „Es ist schlicht unsinnig, zu so einer Frage in jedem Kanton ein anderes Gesetz zu haben. Die Kantonsgrenzen sind eng beieinander, da braucht es nicht nochmals 26 kantonale Regelungen“.
    3. „Es braucht eine Regelung, die für alle gilt, die akzeptiert und klar durchgesetzt wird.“
    Ich ziehe daraus aber völlig gegensätzliche Schlussfolgerungen.
    Zu 1) Der Abstimmungsausgang hat möglicherweise keinen sofortigen Einfluss auf den Fümoar-Verein. Aber bei einem NEIN ist es wahrscheinlicher, dass die Regierung diese gesetzeswidrigen Schlupflöcher stopft.
    Zu 2) Die grosse Mehrheit der Bevölkerung lebt in Kantonen, die weitergehende Regelungen als das Bundesgesetz haben. Mit einem Basler NEIN kommen wir dem Ziel einer einheitlichen Lösung in der Schweiz näher als mit einem Ausscheren aus dieser Mehrheit.
    Zu 3) Klar durchsetzbar ist nur das bestehende Basler Gesetz, sofern die Regierung will. Das Bundesgesetz jedoch ist voller Schlupflöcher, über die noch lange vor den Gerichten gestritten werden kann. Deshalb NEIN zur Wirte-Initiative.
    Das Argument von der „vielfältige Beizenkultur in Basel“ überzeugt mich genau so wenig wie der „Duft der grossen weiten Welt“ und andere Tabakwerbesprüche (siehe www.youtube.com/watch?v=2UFAmxOT2vg&feature=related). Ist es nicht erstaunlich, dass der Wirteverband mit seinen Mitgliederbeiträgen eine Werbekampagne alten Stils für die Tabakindustrie fährt? Eigentlich sollte es umgekehrt sein: Die Tabakindustrie müsste dem Basler Wirteverband und Gastrosuisse Millionen nachwerfen aus Dank für diese plumpe Schleichwerbung.
    Zusammenfassung: Trotz Übereinstimmung mit den Anliegen von Sarah Weiss komme ich zu einem überzeugten NEIN gegen die Wirte-Initiative.

  9. Verifiziert

    Stephan Luethi Brüderlin

    am 12.11.2011, 01:05

    Ich stehe ja dazu: ich mag den Rauch nicht. Wenn ich aus einem Raum komme, in dem geraucht wird, stinkt alles an mir. Deshalb habe ich auch viele Jahre Orte, an denen geraucht wird, gemieden. Wenn es sich nicht vermeiden liess, weil an den betreffenden Orten etwas geschah, was mir eigentlich gefiel, nahm ich es mit zunehmender Unlust in Kauf. Mit der Zeit jedoch immer weniger. Dann kam langsam eine allgemeine Sensibilisierung in Gang. Das Thema Rauch in öffentlichen Räumen wurde diskutiert.... ... mehrIch stehe ja dazu: ich mag den Rauch nicht. Wenn ich aus einem Raum komme, in dem geraucht wird, stinkt alles an mir. Deshalb habe ich auch viele Jahre Orte, an denen geraucht wird, gemieden. Wenn es sich nicht vermeiden liess, weil an den betreffenden Orten etwas geschah, was mir eigentlich gefiel, nahm ich es mit zunehmender Unlust in Kauf. Mit der Zeit jedoch immer weniger. Dann kam langsam eine allgemeine Sensibilisierung in Gang. Das Thema Rauch in öffentlichen Räumen wurde diskutiert. Bald auch gehandelt. Meist unter dem Aspekt der Gesundheit. Es wurde geregelt. Es wurde untersagt. Meine gewonnene Freiheit, mich in unvernebelten Gebieten zu bewegen, sagte mir zu. Gleichzeitig ist mir der Zwang zum gesunden Leben eigentlich zuwider. Für mich selbst kann ich entscheiden. Will es auch. Aber dies anderen verordnen? Dilemma. Eigentlich schätze ich es, mich nicht, wie Jahre zuvor, dem Diktat der rauchenden ZeitgenossInnen ausliefern zu müssen. Wenn ich das restriktive Basler Modell unterstütze, geschieht dies aus Eigennutz. Es passt mir so besser. Das dies passionierten RaucherInnen nicht passt, leuchtet mir ein. Aber manchmal dürfen die eigenen Befindlichkeiten vorgehen. Oder?

  10. Sundak Klaastrik

    am 12.11.2011, 19:11

    Ich habe jetzt eine Weile zugehört. Obwohl ich Sie zwei nicht kenne muss ich Herrn Ndoglu sagen, dass Sie sich doch durch diesen wirren Carolus nicht zu einem Stil verleiten lassen sollten, der nicht Ihrem bisherigen Niveau entspricht. Lassen Sie den Herrn Carolus doch seine bizarren Gedankengänge spinnen und Verschwörungen wittern wo und wann er das gerne möchte. Wichtig bleibt doch, dass man in diesem Forum nüchtern über die dargelegten Themen diskutieren kann.

  11. Daniel Wiener

    am 13.11.2011, 19:02

    Hier sind weitere 50 Kommentare zu diesem Thema. Der Blog erscheint allerdings auf der BaZ-Plattform ;). Interessant, dass sich je länger je mehr Gegner der Wirte-Initiative melden. Hauptargumente: Zwängerei und der Ärger über die Fümoars, welche das Gesetz unterlaufen.

  12. Maya Eldorado

    am 16.11.2011, 00:29

    Um sich wirklich sachlich über die Bedeutung des Rauchens auseinandersetzen zu können, ist es wichtig, etwas über die ursprüngliche Bedeutung des Rauchens zu wissen. Das Rauchen hat seinen Ursprung bei den Indianern genommen. Bei Ihren rituellen Handlungen, um die Götter zu verehren, war das rituelle Rauchen ein wichtiger Bestandteil. Ein Nachklang ist heute noch vorhanden. Die Meisten lernen doch das Rauchen im Kreise Ihrer Kollegen kennen, in einer Gemeinschaft. Nun komme ich zum zweiten... ... mehrUm sich wirklich sachlich über die Bedeutung des Rauchens auseinandersetzen zu können, ist es wichtig, etwas über die ursprüngliche Bedeutung des Rauchens zu wissen. Das Rauchen hat seinen Ursprung bei den Indianern genommen. Bei Ihren rituellen Handlungen, um die Götter zu verehren, war das rituelle Rauchen ein wichtiger Bestandteil. Ein Nachklang ist heute noch vorhanden. Die Meisten lernen doch das Rauchen im Kreise Ihrer Kollegen kennen, in einer Gemeinschaft. Nun komme ich zum zweiten Punkt. Etwas befremdet mich immer mehr und nicht nur hier, wo wir über das Rauchen schreiben. Wenn man etwas verteidigen will und begründen will, warum das andere nicht gut ist, findet man immer Fakten auf beiden Seiten, die man auch belegen kann. Hier beim Rauchen ist das jetzt ganz speziell heikel, weil das unsere Gesundheit und Unversehrtheit betrifft, das der grössere Teil mit allen Mitteln bewahren will. Das ist legitim und sehr wichtig. Auf der anderen Seite sind die Raucher. Da gibt es welche, die das so richtig geniessen, vor allem die Pfeiffen und Stumpenraucher, aber auch Zigarettenraucher. Es gibt welche, die am liebsten aufhören möchten und es einfach nicht schaffen. Ein weiterer Grund kann sein, um ein wenig Distanz von unserer hektischen Zeit zu nehmen. Daneben gibt es noch viele weitere Gründe. Wegen der gesundheitlichen Gefahren sind die Raucher etwas am kürzeren Hebelarm. In einer Demokratie entscheidet die Mehrheit was Sache ist. Es gibt aber etwas, was noch darüber hinaus führt. Das heisst, dass wenn es möglich ist auch der Minderheit Raum geschaffen wird. Das ist Respekt vor dem anderen. Ob jetzt legal, nicht ganz legal oder nicht legal, hat Basel eigentlich eine tolle Lösung gefunden, die Raucherbeizen. Die Beizer, die sich dazu entschieden haben, haben sich das sicher wohl überlegt, bevor sie sich zu diesem Schritt entschieden. Da können wir Ihnen sicher vertrauen. Statt gegeneinander zu kämpfen, wäre es sinnvoller zusammenzusitzen und alles sachlich auf den Tisch legen. Dann noch ein Drittes: Die eigene Wahrheit ist nie die ganze Wahrheit.

  1. Henri Lapin

    am 11.11.2011, 10:54

    die Argumentation mit der Kreativität ist doch ziemlich überheblich. Oder sind Sie vielleicht Wirtin mit entsprechender Erfahrung?
    Lieber eine "vielfältige Beizenkultur" als die von Ihnen postulierte Vervotskultur, die einen nicht unerheblichen Teil der Bevölkerung ausgrenzt.

  2. bgomes

    am 11.11.2011, 11:49

    Das Thema Raucherbeizen hängt mir mittlerweile zum Hals raus. Mit missionarischem Eifer hetzen die Subventionsbezüger von der Lungenliga gegen eine Minderheit. Wo bleibt die Toleranz, wo das gesunde Augenmass? Wer nicht in eine Raucherbeiz will soll draussen bleiben. Basta. Ich habe Ja gestimmt. Hoffentlich gehen die Raucher diesmal abstimmen.

  3. Rolf

    am 11.11.2011, 11:57

    Selbsverständlich essen alle lieber rauchfrei.In Beizen in denen einsame Menschen ,wird sowiso kein Essen serviert. Darum sollte in solchen Lokalen auch Rauchen erlaubt sein . In diesen meist kleinen Beizchen arbeitet meist sowiso die Wirtin oder der Wirt.

  4. plantus

    am 11.11.2011, 12:05

    Das Nichtrauchen in Lokalaitäten hat viele positive Eigenschaften mit sich gebracht. Das mit der Fumoir-Karte hatte sich auch bewährt. Jedoch leider nur in der Stadt. Ich erhoffe mir, mit dieser Initiative ein positives Ergebnis, um auch Köpfe in der Aglomeration dazu zu motivieren ein Kompromis zwischen Raucher und Nichtraucher zu finden. Es besteht ein Bedarf an Lokalitäten in der man die Raucherkultur weiterführen kann, dies sollten Diese doch tun dürfen ohne sich dafür strafbar zu machen.... mehrDas Nichtrauchen in Lokalaitäten hat viele positive Eigenschaften mit sich gebracht. Das mit der Fumoir-Karte hatte sich auch bewährt. Jedoch leider nur in der Stadt. Ich erhoffe mir, mit dieser Initiative ein positives Ergebnis, um auch Köpfe in der Aglomeration dazu zu motivieren ein Kompromis zwischen Raucher und Nichtraucher zu finden. Es besteht ein Bedarf an Lokalitäten in der man die Raucherkultur weiterführen kann, dies sollten Diese doch tun dürfen ohne sich dafür strafbar zu machen.

  5. Markus Diem

    am 11.11.2011, 12:06

    Ich selber würde in keinem Lokal essen wollen, in dem geraucht wird, aber dafür gibt es ja genug Angebote. Was mich zunehmend und immer mehr stört ist, dass wir dauernd über Dinge im Bereich des persönlichen Lebens abstimmen und so ein Diktat der Mehrheit errichten, die immer mehr in alle Lebensbereiche eingreift. Mit der 50 Prozentquote lässt sich letztlich fast alles verbieten, weil immer 50 Prozent oder mehr der Leute sich an irgendetwas stören. Man stelle sich mal vor, man beginnt... ... mehrIch selber würde in keinem Lokal essen wollen, in dem geraucht wird, aber dafür gibt es ja genug Angebote. Was mich zunehmend und immer mehr stört ist, dass wir dauernd über Dinge im Bereich des persönlichen Lebens abstimmen und so ein Diktat der Mehrheit errichten, die immer mehr in alle Lebensbereiche eingreift. Mit der 50 Prozentquote lässt sich letztlich fast alles verbieten, weil immer 50 Prozent oder mehr der Leute sich an irgendetwas stören. Man stelle sich mal vor, man beginnt Kulturpolitik mit dem Mehrheitsdiktat zu betreiben, dann ist in öffentlichen Räumen nur noch Grandprix der Volksmusik erlaubt, weil bei jeder anderen Stilrichtung werden sich 50 Prozent find, die die entsprechende störend finden. Ich habe schon einmal vor 2 Jahren ironischerweise mit dem Hinweis auf Verbot von häuslicher Gewalt ein Santiklausverbot gefordert, weil Schutz vor Prügel ist doch nicht verhandelbar…. oder nicht?

  6. Daniel Allemann

    am 11.11.2011, 13:03

    Das einzige Argument, dass für ein Verbot sprechen würde, wäre der Mitarbeiterschutz. Nun wird dies Argument meiner Meinung nach sehr oft vorgeschoben. Ich kenne viele Rauchgegner, die so argumentieren, aber problemlos immer und überall mit dem Auto vorfahren. Mit diesem Verhalten werden aber viele Menschen (z.B. Strassenarbeiter) gesundheitlich beeinträchtigt, doch dies scheint diese Rauchgegner nicht gross zu interessieren. Mit der Annahme der Initiative wäre das Verhältnis von... ... mehrDas einzige Argument, dass für ein Verbot sprechen würde, wäre der Mitarbeiterschutz. Nun wird dies Argument meiner Meinung nach sehr oft vorgeschoben. Ich kenne viele Rauchgegner, die so argumentieren, aber problemlos immer und überall mit dem Auto vorfahren. Mit diesem Verhalten werden aber viele Menschen (z.B. Strassenarbeiter) gesundheitlich beeinträchtigt, doch dies scheint diese Rauchgegner nicht gross zu interessieren. Mit der Annahme der Initiative wäre das Verhältnis von Raucherbeizen und Nichtraucherbeizen ca. 1 zu 7. Somit haben die Mitarbeiter im Gastgewerbe eine grosse Auswahl wo sie arbeiten wollen (im Gegensatz zum Strassenarbeiter, der sich keine Strasse ohne Autos aussuchen kann). Die Initiative ist ein guter Kompromiss. Daher ein JA zu einer vernünftigen Basler Lösung.

  7. willi11

    am 11.11.2011, 13:25

    Natürlich ist es schön, wenn Basel ab und zu "ANDERS TICKT",doch in Fragen der Gesundheit,finde ich es äusserst Fragwürdig, ob man das machen sollte, daher bin ich eher dagegen, das in Basler Beizen geraucht werden darf, trotz des nationalen Rauchverbots! Andere Länder machen es ja vor, dass man trotz Rauchverbot gute Geschäfte machen kann, es braucht nur etwas Phantasie und Willen bei den Beizen, die meinen die Leute bleiben dann weg!

  8. Roger Borer

    am 11.11.2011, 13:35

    Wir brauchen in Basel Treffpunkte für Raucher! Diese unsägliche Ausgrenzung ist doch lächerlich. Klar sollten die Speiserestaurants rauchfrei sein, einverstanden! Unsere Luft ist im Winter mit Feinstaub belastet, die Flugis lassen ihr Kerosin über Basel ab. Lastwagen lassen den Motor während des Abladens laufen etc...! Da müssten wir doch Alle zuhause bleiben! Die Raucher zahlen hohe Steuern, welche der AHV zugute kommt! Das Personal sollte selber entscheiden können, es gibt genug... ... mehrWir brauchen in Basel Treffpunkte für Raucher! Diese unsägliche Ausgrenzung ist doch lächerlich. Klar sollten die Speiserestaurants rauchfrei sein, einverstanden! Unsere Luft ist im Winter mit Feinstaub belastet, die Flugis lassen ihr Kerosin über Basel ab. Lastwagen lassen den Motor während des Abladens laufen etc...! Da müssten wir doch Alle zuhause bleiben! Die Raucher zahlen hohe Steuern, welche der AHV zugute kommt! Das Personal sollte selber entscheiden können, es gibt genug Servicestellen in Basel! Heute sind die Raucher am Pranger, Morgen die Dicken und Uebermorgen? Bald wimmelt es von depressiven Menschen, weil alles verboten wird!

  9. Phil Boesiger

    am 11.11.2011, 14:37

    @ Roger Borer
    Wir brauchen in Basel Treffpunkte für alle Arten von Suchtkranken. Die Gassenzimmer und die Alkoholikerheime gibts ja bereits, vielleicht können wir da irgendwo noch Raucherräume dranhängen. Ende der Ironie; ums kurz zu machen: wer in meiner Gegenwart raucht und mir die Luft zum Atmen verpestet, belästigt mich. So einfach ist das. Daher: Rauchen erlaubt, aber bitte nicht da, wo ich bin.

  10. Angelo Rizzi

    am 11.11.2011, 14:44

    Ausgerechnet Raucher reden von Toleranz, dabei ist es eine unglaubliche Zwängerei – fast wie wenn man dem Kind die Puppe nimmt. Doch es ist schlimmer, es sind süchtige Menschen, die nicht akzeptieren wollen aber vor allem nicht akzeptieren können, dass zumindest in GESCHLOSSENEN Räumen nicht mehr geraucht wird. Die Raucher tun auch so, als möchte man ihnen das Rauchen verbieten. Sie ziehen alle Register. Sie scheuen auch keine Vergleiche. Autoabgase, Kerosin von Flugzeugen, Feinstaub, etc.... ... mehrAusgerechnet Raucher reden von Toleranz, dabei ist es eine unglaubliche Zwängerei – fast wie wenn man dem Kind die Puppe nimmt. Doch es ist schlimmer, es sind süchtige Menschen, die nicht akzeptieren wollen aber vor allem nicht akzeptieren können, dass zumindest in GESCHLOSSENEN Räumen nicht mehr geraucht wird. Die Raucher tun auch so, als möchte man ihnen das Rauchen verbieten. Sie ziehen alle Register. Sie scheuen auch keine Vergleiche. Autoabgase, Kerosin von Flugzeugen, Feinstaub, etc. Und schreiben sogar von den vielen Steuern, die sie dem Staat abliefern würden. Von amputierten Raucherbeinen, implantierten Kehlkopfmikrofonen und von transplantierten Lungen, Millionenschäden verursacht durch das Rauchen – davon kein Wort. Das darf dann die Allgemeinheit berappen. Es ist noch nicht lange her, da wurde in der Bahn, dem Tram, in allen Restaurants, allen öffentlichen Räumen, Schulen ja sogar in Spitälern wurde geraucht. Jetzt geht es um die letzte Bastion – ein paar Beizlein, damit man ja nicht das Gesicht verliert. Dabei haben die Raucher schon längst das Gesicht verloren. Die Strassen sind übersät mit Zigarettenstummeln. Rauchenden AutofahrerInnen kann man zusehen, wie sie ihren noch brennenden Glimmstengel aus dem Autofenster schmeissen - rücksichtslos eben. Raucher – wenn ihr euch unbedingt umbringen wollt durch eure Sucht, dann könnt ihr dies weiterhin tun. Aber nicht in GESCHLOSSENEN Räumen. Da gilt ab 27. November die Nulltoleranz!