Open

eingeloggt als
Ausloggen


An Redaktion schreiben

  • Erlaubte Dateiformate: Bilder (jpg, png, gif) Dokumente (pdf)

eingeloggt als
Ausloggen


Mein Kommentar

Registrierung

Mit Ihrem Benutzerkonto können Sie Ihr Abo verwalten, Artikel kommentieren und mit anderen Leserinnen und Lesern in Kontakt treten.

Das Benutzerkonto ist kostenlos und kann jederzeit wieder gelöscht werden.

Bitte geben Sie Ihre E-Mail Adresse ein. Wir werden diese unter keinen Umständen an Dritte weitergeben.

Fast fertig...

Wir haben Ihnen eine E-Mail geschickt.

Bitte prüfen Sie Ihren Posteingang und aktivieren Sie Ihr Benutzerkonto, indem Sie auf den Link in der E-Mail klicken.

Sollten Sie die E-Mail innert 10 Minuten nicht erhalten haben, kontrollieren Sie, ob die E-Mail möglicherweise im Spam-Filter hängen geblieben ist. Ist die E-Mail auch dort nicht aufzufinden, schreiben Sie uns an anmelden@tageswoche.ch und wir kümmern uns darum.

Wir freuen uns, Sie in wenigen Minuten in unserer Community begrüssen zu dürfen.

Passwort wiederherstellen

TagesWoche

Tages Woche

Sa, 18.05.2013

Kultwerk 

30.3.2012, 00:01 Uhr

Kultwerk #23: The Silence Of The Lambs

30.3.2012, 00:01 Uhr

Vor 20 Jahren raubte uns dieser Film den Schlaf. Er ist aber auch albtraumhaft gut. Von Marc Krebs

: Die Polizistin und ihr mörderischer Informant: Hannibal Lecter und Agentin Clarice Sterling.

Die Polizistin und ihr mörderischer Informant: Hannibal Lecter und Agentin Clarice Sterling.

Ganz schön abgebrüht, wer diesen Film sieht und danach subito einschlafen kann. Denn «The Silence Of The Lambs» ist nichts für schwache Nerven: Die Brutalität des Thrillers manifestiert sich nicht nur in der expliziten Bildsprache, nein, sie spielt sich – und das ist das Schlimmste – vor allem in unserem Kopf ab.

Im Zentrum steht die junge, ambitionierte Polizistin Clarice Sterling (Jodie Foster), die einem Serienmörder auf der Spur ist, dessen Taten, nun ja, unter die Haut gehen. Um ein Psychogramm von «Buffallo Bill» zu erstellen, nimmt sie mit dem Analytiker (und Psychopathen) Doktor Hannibal Lecter Kontakt auf. Dieser sitzt für seine kannibalischen Taten in einem Hochsicherheitstrakt und füttert dort die Agentin mit wichtigen Informationen. Für seine Hinweise zum Täterprofil verlangt er ein «Quid pro quo»: Clarice muss ihre Psyche entblössen und von ihrem Kindheitstrauma erzählen.

«Der Film ist beängstigend – von den unheilvollen, verstörenden Kameraeinstellungen bis zum freudianischen Kontext», hielt die «Washington Post» fest, als der Film vor 20 Jahren ins Kino kam. Tatsächlich überzeugt «The Silence Of The Lambs» auf allen Ebenen: Da ist ein spannungsgeladenes Drehbuch mit fesselnden Dialogen; eine gelungene Adaption des gleichnamigen Romans von Thomas Harris. Da ist ein Ensemble, das zu Hochform aufläuft, mit Jodie Foster und Anthony Hopkins in den Hauptrollen. Wie Hopkins den intellektuellen Gewalttäter verkörpert, ist ebenso erstklassig wie etwa Jack Nicholsons Leistung in «The Shining». Schliesslich ist da auch die umwerfende Bildsprache und die meisterhafte Inszenierung von Jonathan Demme. Mit einer geschickten Parallelmontage lässt der Regisseur eine Special Taskforce ins Leere laufen, zeitgleich tappt Clarice Sterling in die furchterregende Höhle des Serientäters. Perfid zeigt uns die Regie die suchende Agentin in gespenstisches Grün getaucht. Es ist der Blick des Mörders durch das Nachtsichtgerät, unterlegt von lautem Schnaufen. Ein atembe- raubendes Finale.

Die Grösse des Films zeigt sich darin, dass seine Wirkung anhält – selbst wenn man ihn schon zweimal gesehen hat. Wie sagte doch Regisseur Demme beim Filmstart? «Ich gehe ins Kino, weil ich hungrig nach Schocks bin.» Das glauben wir gerne.Auch Sterlings Helfer Lecter ist am Ende des Films hungrig: «I’m having a friend for dinner» lautet sein finales Bonmot. En Guete!

Hannibal Lecter ist zwar die Rolle seines Lebens, für die er verdientermassen mit einem Oscar ausgezeichnet wurde – dies soll aber seine anderen schauspielerischen Leistungen nicht schmälern. Anthony Hopkins, 1937 in Wales geboren, überzeugte in seiner langen Karriere auch als «Hamlet», «The Elephant Man» oder «Nixon».

Bisher wurden keine Kommentare zu diesem Artikel von der Redaktion hervorgehoben.

Kommentieren

Informationen zum Artikel

30.3.2012, 00:01 Uhr

Kultwerk #23: The Silence Of The Lambs

Text

Text:

  • 10.05.2013 um 11:35
    Wir Heuchler!

    Immer wenn bekannt wird, dass ein Geschäft wie der Buchladen Nasobem zumacht, sterben wir einen kleinen Tod. Und merken dann, wie inkonsequent unser Leben geworden ist.

  • 07.05.2013 um 12:26
    Im August lockt das Open Air Basel

    Neuer Name, neue Struktur: Aus dem Gratisfestival Viva Con Agua Kaserne Basel wird das Open Air Basel. Dieses wird von einem Verein getragen und kostet neu Eintritt.

  • 02.05.2013 um 15:15
    Das Theater Roxy steht vor Veränderungen

    Sven Heier tritt im Herbst die Nachfolge von Christoph Meury in Birsfelden an. Dafür hat der Hannoveraner ein neues Team verpflichtet.

  • 10.05.2013 um 17:23
    Wir und ihr
    Zum Artikel: Wir Heuchler!

    Liebe Leser, die ihr euch an unserem «Wir» aufreibt. Hätten wir mit dem Finger auf andere zeigen sollen? Das wäre allzu selbstgerecht. Wir sind in diesem Fall Philipp Loser und ich und – ganz offensichtlich anhand vieler Reaktionen auf allen Kanälen – ...

  • 10.05.2013 um 12:56
    Was das Atlantis…
    Zum Artikel: Wir Heuchler!

    … betrifft, so erfolgte der Kurswechsel damals nach einem Besitzerwechsel. Der Livebetrieb rentierte einfach nicht mehr. Alle bedauerten, dass es keine Konzerte mehr gab. Aber es ging doch auch kaum noch wer hin. Grund für den Publikumsschwund war eine...

  • 10.05.2013 um 10:22
    Besten Dank…
    Zum Artikel: 7 Hollandse pop juweeltjes

    … für die Ergänzungen! Vader Abraham war ein Überflieger, aber ich wollte unsere holländischen Freunde nicht brüskieren und nur Trash auflisten. Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass ich Mouth & McNeal nicht kannte (und auch noch nie gehör...

Aktuell

Keystone: Das Kunstmuseum schliesst für ein Jahr – ein Teil der Werke wird dann wohl auf Reisen gehen.

Sanierung Kunstmuseum 

Bilder gehen wohl doch auf Wanderschaft

Teile der Sammlung sollen während der Schliessung des Kunstmuseums nun eventuell doch im Ausland zu sehen sein. An einer Medienkonferenz wurde am Freitag sonst vor allem erklärt, aber wenig Neues bekannt gegeben.Von Karen N. Gerig. Weiterlesen

Hans Jörg Michel: Gerade noch als Isaac geopfert, nun wühlt er selber im Blut: Der Tenor Rolf Romei. Im Hintergrund kreuzigt sich Svetlana Ignatovich.

Theater Basel 

Blutrausch und Gebet

Brittens War Requiem ist verstörend und erhebend. Die Inszenierung von Calixto Bieto und das Ensemble hinterliessen an der Premiere vom 16. Mai im Theater Basel einen tiefen Eindruck in diesem Sinne.Von Valentin Kimstedt. Weiterlesen

1